Referenzen

 

 

Auszeichnungen und Finalteilnahmen

 

 

2002

Finalist beim Internationalen Wettbewerb für Chorkomposition der Stadt Harelbeke (Belgien) mit den Sieben Chansons zu acht Stimmen nach Paul Verlaine op. 85.

 

2008

Finalist beim Kompositionswettbewerb der Comunità Evangelica Luterana di Napoli (Italien) mit Salmo 23 der Due Salmi Italiani per quattro voci op. 130.

 

2009

Longfellow Chorus Award of Distinction für Endymion op. 150/7 beim Longfellow Chorus Composers Competition 2008/09 (Portland/Maine, USA).

 

2010

3. Preis (1. nicht vergeben) beim Kompositionswettbewerb "Einheit durch Vielfalt - Kirche macht Musik" des Deutschen Musikrats für die Fanfare op. 169/1

 

2011

Die Lectio Domenicae Secundae Adventus op. 193.2 erhält beim Kompositionswettbewerb des Corale Monteverdi Cles (Italien) als einziges Werk der Kategorie eine „Segnalazione” (Anerkennung; Preise wurden nicht vergeben).

 

2012

The First Nowell op. 203/4 für vierstimmigen gemischten Chor und Orgel erhält beim Recital Music 2012 Carol Competition in Templecombe (Großbritannien) das Prädikat „Highly commended“.

 

2013

Einer von vier Preisträgern ex aequo mit der Fantasia tertia fugata op. 207/3 für fünf Viole da gamba beim Leo M. Traynor Competition for New Viol Music 2013.

 

2015

Erstplazierter deutscher Komponist“ in Kategorie A und „menzione speciale“ beim Concorso Internazionale di Composizione "Maurice Ravel" in Bergamo (Italien) für das Klarinettenkonzert op. 177.

 

2016

Erstplazierter deutscher Komponist“ in Kategorie A und „menzione speciale“ beim Concorso Internazionale di Composizione "Maurice Ravel" in Bergamo (Italien) für das Konzert in g für zwei Violinen und Orchester op. 231

 

2017

Honorable Mention“ in Category C (Chorus) beim RED NOTE New Music Festival Composition

Competition (Illinois, U.S.a.) für 2 Chorlieder nach Ch.-M-R. Leconte de Lisle, op. 93.

 

 

Kompositionen

 

Sonate in B für Altblockflöte und obligates Cembalo op. 27

Barock bleiben die Klänge auch in einer viersätzigen Sonate für Altblockflöte und Cembalo von Klaus Miehling, Jahrgang 1963. Die Flöte scheint hier die ideale Mittlerin poetischer Melodien. Kunstvolle Mittel von Kontrapunktik werden mit überlegener Selbstverständlichkeit eingesetzt.”

Südkurier, 13. 9. 2005

 

Suite in F für Bläseroktett op. 32

Der Reiz dieser Musik liegt einerseits in der soliden, an Bach und Couperin geschulten durchgearbeiteten Satztechnik und andererseits in der abwechslungsreichen Klanglichkeit, welche die Möglichkeiten der barocken Blasinstrumente voll und ganz ausnutzt. Diese Suite in F ist [...] allemal eine große Bereicherung für das an sich etwas eingeschränkte Repertoire des barocken Bläseroktetts.”

Neue Musikzeitung (Verbandsausgabe), 12/04

und Tonkünstler-Forum Baden-Württemberg 56, März 2005

 

Sonate in F für vier Blockflöten op. 36

Die vorgelegte Sonate in F […] weist den Autor als geistreichen Komponisten mit viel Geschmack und Phantasie aus. […] Die Art, wie altbekannte Figuren von einer Stimme zur andren wandern, rhythmisch unterlegt werden [...], durch Modulation auch in entlegene Tonräume geführt werden etc. hat so gar nichts altbacken Abgestandenes, sondern verrät Miehlings eigene Handschrift. […] Vermutlich wird Klaus Miehlings op. 36 eher den Freund der Alten Musik ansprechen […] als den eingeschworenen Anhänger der Neuen Musik. […] Und auch unter den Blockflötenspielern dürften die ‘Konservativen’ mehr Interesse daran haben, die Sonate in F zu studieren und aufzuführen als die ‘Avantgardisten’ […] Ihnen allen sei indes die vorliegende Sonate empfohlen, eine nennenswerte Bereicherung des bekanntlich schmalen Repertoires für zwei Altblockflöten, eine Tenor- und eine Bassblockflöte ist sie in jedem Fall.”

Tonkünstler-Forum Baden-Württemberg, März 2001

 

Alle drei Sätze sind dicht gearbeitet, so dass immer auch die unteren Stimmen gleichberechtigt in das motivische Geschehen integriert sind. Miehling gelingen hier abwechslungsreiche Passagen und interessante Farbwechsel. Die Sonate ist ‘Spielfutter’ für Fortgeschrittene, die sicherlich Spaß am Tempo und der spielerischen Aktion haben werden.”

Üben & Musizieren, 5/01

 

Stabat Mater für Sopran und Streichsextett op. 39

herrliches stück, wie für mich geschrieben, freue mich, dass ich diese komposition singen darf! danke!!”

Eine Sängerin, September 2009

 

Six Ariettes Oubliées nach Texten von Paul Verlaine op. 53

Die Texte [...] evozieren eine träumerisch-melancholische Atmosphäre, die der Komponist gut in Musik umzusetzen weiß. [...] Insgesamt handelt es sich um eine Sammlung mit sechs knappen Stücken von bezaubernder Wirkung.”

Tonkünstler-Forum Baden-Württemberg Nr. 60, März 2006

u. Neue Musikzeitung (Verbandsausgabe) 2006/4

 

Konzert in F für Altblockflöte und Streichorchester op. 58

Ein für den Solisten virtuoses anspruchsvolles Konzert in konventioneller Schreibweise, das sich zugleich harmonisch-rhythmische Freiheiten erlaubt, die das Werk über Spielmusiken weit heraushebt [sic].”

Neue Musikzeitung (Verbandsausg.), 4/02

 

Fantasie für Altblockflöte und Streichorchester op. 59

Man darf vermuten: die Einstudierung und Aufführung des Werks wird überall eitel Freude verbreiten: die Instrumentalisten […] werden sich über ihre nicht zu schwierigen, aber auch keineswegs

langweiligen Parts freuen [...], der oder die Solist(in) wird sich über die Bereicherung seines/ihres Repertoires mit einem technisch nicht überanspruchsvollen und publikumswirksamen Konzert freuen, die Zuhörer werden die sie mit ihren relativ vertrauten Wendungen nicht überfordernde Musik genießen, [...]”

Das Liebhaberorchester, 2/01

 

Motette nach den Lamentationes Ieremiae, I, 15-22 für Sopran und Blockflötenquartett op. 78

Die Motette des 1963 geborenen Klaus Miehling nach den Lamentationen des Jeremias (op. 78) stand als Höhepunkt im Zentrum des bezugreichen Konzepts. Wie ein verklingender Ruf an der Mauer des zerstörten Tempels weitet eine Soloflöte den Raum für die acht Klagen des Jeremias. Atemlos folgt der Flötenchor manchmal dem Sopran von Friderike Martens. Übereilt ihn, sequentiell hastend, oder nimmt die Stimme mit in barock anmutende Harmoniegefüge. Eine große Epoche der Passionskunst darf hier klingen, weil Modernität kunstreich Raum dazu lässt. Lassen können Flöten und Stimme voneinander nicht. Ein Miteinander, bei dem die Flöten nach textlichem Ausdruck zu ringen scheinen, die Sopranistin im Klagelied ihre Stimme, vom Texte befreit nach oben entlässt. Frei und von der Person losgelöst, wie ein Nachklang der uralten Klage Israels steht etliche Male ein magischer Klang unter der Kuppel.”

Badische Zeitung, 12. 4. 2011

 

Weihnachtsliedbearbeitungen für Blockflötenquartett op. 83

Ich habe aus dem Heft ‘Maria durch ein Dornwald ging’ mit meiner Gruppe geübt (was nicht so einfach war) und am vergangenen Sonntag im Rahmen der Adventsmusik unserer Kirche aufgeführt. Ganz herzlichen Dank für diesen Tipp ! Es war ein Vergnügen zu hören, wie von Strophe zu Strophe die Dornen zunehmen.”

Schreiben einer Blockflötistin, Dez. 2010
 

Variazioni sopra due canzoni tedesche für drei Blockflöten, Nr. 2 op. 87/2

Ein flotter[,] witziger und damit motivierender Ohrwurm.

Neue Musikzeitung (Verbandsausgabe) 2004/5

 

Ich habe selten so viel Humor in Literatur für Blockflöten erlebt! [...] Ich finde dieses Werk extrem gelungen, farbenreich, blockflötenidiomatisch und kompositorisch eine Meisterleistung. Vielen herzlichen Dank dafür!”

Ein Dirigent, März 2010

 

Psalm 73 für vierstimmigen Chor und Orgel ad lib. op. 90

Miehling läßt sich ganz von den Bildern und dem Rhythmus der Sprache leiten. Ähnlich wie bei den Motetten von Heinrich Schütz bekommt der Text ein prägnantes Profil, jede Zeile die ihr eigene Physiognomie. [...] In ausdrucksstarker Melodik und Harmonik setzt der Komponist den Psalm in Musik um, wohldosiert ist die Nuancierung von ruhigen Klängen bis hin zu scharfen Dissonanzen. Trotz der Vielzahl der Elemente zerfällt die Komposition nicht in einzelne Mosaiksteine. [...] Ein vielfältiges, spannendes Werk, das hohe stimmliche und gestalterische Anforderungen an den Chor stellt.”

Neue Musikzeitung (Verbandsausgabe) 2006/5

 

Klaus Miehling is a musicologist and composer in Freiburg (on the Upper Rhine). His contribution to the composers' competition kindled special interest with the judges particularly because of its striking use of melody. His technique of composition is unquestionably traditional and strikingly conservative, but it also stands out because of its undoubted quality.”

Konzertprogramm Choral and Organ Concert, All Saints' Church, Mumbles/Swansea, All Saints Alive Music Festival, 31. 7. 2006

 

 

Judas-Passion op. 105

 

Der Barockmusiker versteht sein Handwerk, er schreibt Fugen und zeigt Sinn für Melodik. Die warmen Farben des Orchesters setzt er kundig ein. An der Tonalität wird nicht gerüttelt, bei der Ergreifung Jesu erklingt gedämpftes Moll. Er schreibt auch einen schönen Zwiegesang von Oboe und Alt [recte: Sopran] [...] verwebt den Laienchor geschickt mit den Solisten. Die Mimikry gelingt ihm verblüffend sicher.”

Badische Zeitung, 6. 3. 2013

 

Als Zuhörerin der Uraufführung der ‘Judas-Passion’ war ich nicht nur von der Brillanz des Orchesters Musica Humana, des Chores und der Solisten begeistert, sondern auch von der Komposition selbst. Miehling bewegt sich innerhalb der tonalen Musik, hat diese aber offensichtlich zu einer höchst persönlichen Handschrift weiterentwickelt. Eine Verwebung von Barock, Romantik und gemäßiger Moderne habe ich sonst noch nie in einer solchen Expressivität erlebt. Bleibt zu hoffen, dass das ungeschriebene Gesetz, man düfe heute nicht mehr tonal komponieren, von einer weniger voreingenommenen Sichtweise abgelöst wird, in der allein die Kraft des Werkes selbst im Vordergrund steht.”

Badische Zeitung (Leserbrief), 12. 3. 2013

 

Auch ich wollte Ihnen spontan nach dem Konzert sagen, wie sehr mich Ihre Musik, Ihr Werk, die eingeübte Aufführung erfreut und berührt haben. [...] Beeindruckt hat mich die Kom-Position, d.h. Zusammenführung der verschiedenen Stile, des noch präsenten Schatzes vergangener Schaffensperioden mit Ihrer Einfühlung in gemäßigt-moderne Ausdrucksformen. Eine harmonische Synthese, die sich in mein Musikempfinden hineingegeben hat und die Resonanz ausgelöst hat: Wie schön! Und nicht nur das, sondern zugleich auch: wie kunstvoll!”

persönliche Mitteilung, 13. 3. 2013

 

Die Judas-Passion – das ist einfach eine wunderbare Musik, und ich wünsche Ihnen von Herzen, dass einmal viele Kantoren den Mut haben werden, diese Passion aufzuführen.”

persönliche Mitteilung, 9. 5. 2013

 

 

Sundown aus Sechs Chorlieder nach Henry W. Longfellow op. 146

The simple vocal style and sympathetic piano part caught the mood of the poem admirably.”

http://www.harrogatevocalis.org.uk/2008/competition_results.htm

 

Oboenkonzert op. 153 und Fagottkonzert op. 168

Handwerklich sind sie meisterhaft ausgesetzt, von einiger melodiöser Erfindungskraft wie bei einem

Jommelli oder Cimarosa und mit Bässen versehen, die auch JBS [JSB?] erfreut hätten.

Das Oboenkonzert in c eröffnet mit einem kraftvollen ‘Allegro mà non troppo’, gefolgt von einem lyrischen ‘Un poco adagio’ und einem zupackenden ‘Allegro moderato, mà energico’. Beeindruckend in dieser Komposition ist die Klarheit ihrer Architektur, herausfordernd ist die virtuose und dem Instrument auf den Leib geschneiderte Oboenstimme. Dieses Konzert ist rhythmisch abwechslungsreich, harmonisch farbig und hochmelodiös. Auch das Fagottkonzert steht dem vorangegangenen Opus in nichts nach. Zwei ‘Allegro vivace’-Sätze umrahmen eine wahrhaft düstere ‘Marcia funebre. Mesto’ im schleifenden Dreiertakt. Doch im abschließenden ‘Allegro vivace’ packt Klaus Miehling auch seine kontrapunktischen Künste aus und zaubert eine sich in Wohlgefallen auflösende Fuge aus dem Ärmel. Auch hier besticht wieder der Fagott (um beim ursprünglichen, französisch-barocken Artikel zu bleiben) mit seiner brillanten, oft in hohen Lagen geführten Stimme - ein richtiges Virtuosen-Konzert, das zu spielen sicher große Freude bereitet, zumal es diese Gattung in dieser Form im Generalbasszeitalter noch gar nicht, sondern erst in der Klassik und mit dieser Intention gar erst ab der Frühromantik gegeben hat.

Klaus Miehlings Werke klingen irgendwie bekannt und doch noch nie gehört. Das ist wahrlich unerhört! Wer sich am traditionellen Barock satt gehört hat, dem seien diese frischen Kompositionen empfohlen. Eine Bereicherung einer Facette unserer zeitgenössischen Musik sind sie auf jeden Fall.”

Tonkünstler-Forum Baden-Württemberg, März 2010

 

Praeludium und Ciacona op. 194

Miehling [...] clearly understands the sonorities of the recorder. [...] This is a gorgeous piece which is very satisfying to play. Both the Praeludium and the Ciacona are rhythmically and melodically interesting and fit well on the instruments. There are a lot of variations in the Ciacona but they are irregular in length adding to the interest. [...] an advanced ensemble would enjoy working at this.“

The Recorder Magazine, Winter 2011, S. 137

 

Praeludium und Fuge op. 248/12

Der 1963 in Stuttgart geborene Komponist legte ein imposantes Stück vor, ganz im Zeichen der Klanglichkeit des Barock. Mächtige, wabernde Bass-Töne leiten das Werk ein, und auch die folgenden, kraftvollen Passagen zeigen auf, zu welch exquisitem Klang die Orgel in der Weggentalkirche fähig ist. […] die Fuge […], ein Stück, das durch seine Wucht den Hörer atemlos zurücklässt.“

Schwäbisches Tagblatt, 18.? 4. 2016

 

Bücher

 

Das Tempo in der Musik von Barock und Vorklassik

 

Miehling macht es sich wirklich nicht leicht. Seine - man möchte fast sagen ‘Streit’-Schrift ist bestechend systematisch aufgebaut. [...] Es bleibt jedenfalls zu hoffen, daß dieses Buch in möglichst viele Hände derer gelangt, die sich aufrichtig und mit nicht nachlassender Begeisterung mühen, der alten Musik ihren ursprünglichen, unverfälschten Glanz zurückzugeben. [...] Und das ist schon beeindruckend, mit welcher wissenschaftlichen Akribie und mit welchem Engagement Miehling deutlich zu machen versteht, daß es inzwischen eben nicht mehr nur reicht, einfach historisches Instrumentarium zu verwenden, sondern daß der Tempofrage bei der Diskussion um historische Aufführungspraxis eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zukommen sollte.”

Händel-Hausmitteilungen 1994/1

 

Wer […] als Interpret dem Willen und den Intentionen des Komponisten gerecht werden will, tat sich bisher schwer, bei der Musik des Barock und der Vorklassik die Tempovorstellungen des Komponisten zu ermitteln. Hier kann das Buch von Klaus Miehling Abhilfe schaffen: Der Autor hat in immenser Kleinarbeit eine Vielzahl von Quellen erschlossen und teilweise als Faksimile eingebaut, die genaue Hinweise geben können. […] Das Buch von Miehling bietet nun mit seinem erstmals so umfangreich zusammengestellten Quellenmaterial die Möglichkeit, selbst nachzuvollziehen, was es mit den historischen Tempi wirklich auf sich hat. […] Wer als Musiker sich […] als Diener am Werk der Komponisten fühlt, findet hier überzeugende Nachweise, die es ihm erlauben, dem Willen des Urhebers so weit als möglich gerecht zu werden.”

Neue Musikzeitung (Verbandsausgabe) 1994/2

 

Hinter der enormen Arbeit, die der Autor für dieses Buch geleistet hat, liegt deutlich ein Unbehagen an der Aufführungspraxis der letzten Jahrzehnte, kurz gesagt darüber, daß die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts meistens zu langsam gespielt wird. […] Miehlings Gründlichkeit […] ist höchst eindrucksvoll und gibt ein lebendiges Bild von der in jener Zeit natürlichen Einheit von Musik als Kunst und als Lehrgegenstand.”

Üben & Musizieren 1994/4

 

Man muß sich eigentlich wundern, daß eine solche Quellensammlung nicht schon längst existiert hat; […] Das Ergebnis ist ein spannend zu lesendes Werk, das einen selbst für den Fachmann ungeahnten Reichtum an historischen Quellen ausbreitet. […] daß es sich hier um eine ganz wichtige Veröffentlichung handelt, der man eine möglichst weite Verbreitung wünschen möchte, und an der in zukünftigen Diskussionen von Tempofragen in älterer Musik niemand mehr vorbeikommen wird.”

Das Orchester 1994/9

 

Miehling hat sich seit langem intensiv mit dem Fragenkomplex auseinandergesetzt, eine beachtliche Fülle wichtigen Materials zusammengetragen und selbst reiche Erfahrungen gesammelt. […] Miehlings Buch reduziert die Zahl der offenen Fragen nach einem „historisch-richtigen” Tempo; die vielen Antworten, die es dem Interpreten gibt, die akribische Sorgfalt, mit der es gearbeitet ist, machen es zu einem unentbehrlichen Helfer für die heutige Aufführungspraxis.”

Musik und Kirche 1995/4

 

Klaus Miehling hat in seiner umfangreichen Publikation mit sehr vielen aufschlußreichen Faksimiles und Notenbeispielen, Übersetzungen von Liedtexten sowie beigegebenem Register und Glossar ein Riesenpensum an Fakten vorgelegt, die für das Problem Tempo in der Musik bestimmt sehr aufschlußreich sind und sicherlich Anstöße für weitere Forschungen […] geben können.”

Jahrbuch für Volksliedforschung 40/1995

 

[...] ein umfassend recherchiertes und einleuchtend argumentierendes Buch.”

Üben & Musizieren 2006/1

 

 

Handbuch der frühneuenglischen Aussprache für Musiker

 

Klaus Miehling schlägt [...] von der Sprach- zur Musikwissenschaft für den seriös arbeitenden Sänger eine Brücke. Es ist meines Wissens das erste Buch dieser Art, das ein Land bezüglich der Aussprache von gesungenen Texten über drei Jahrhunderte hinweg verfolgt und aufführungspraktisch darstellt. Als solches ist es insgesamt wegweisend, und es bleibt zu wünschen, dass gleichartige Werke auch für andere Länder und Sprachen entstehen. [...] Trotz der Fülle ist dieses Handbuch allemal handlich und übersichtlich gehalten. Es ist so gestaltet, dass ein Sänger gezielt bestimmte Laute nachschlagen kann und sich auf diese Weise die originale Aussprache seines Lied- oder Operntextes erarbeitet. Wer sich diese Mühe macht, wird beim Einstudieren „seiner” Musik nicht nur neue Facetten entdecken, sondern manche Ungereimtheiten werden wörtlich aufgehen und manches sprachrhythmische Problem wird sich lösen. [...] Man könnte es sogar so weit treiben und sagen, dass der Interpret auf diese Weise ein neues Instrument, nämlich eine historische Stimme, erhält. Damit schlösse sich die Kluft zwischen Instrumentalisten und Sängern, wenn sie der historischen Aufführungspraxis frönen.”

Neue Musikzeitung (Verbandsausgabe) 2003/10

und Tonkünstler-Forum Baden-Württemberg 50, Sept. 2003

 

... the two volumes here reviewed form a serious work of scholarship in which the perplexed singer will find superabounding evidence for historical English pronunciation, drawn from primary descriptive sources. [...] This book will be immensely useful to academic students of English pronunciation, who will find the primary sources set out and interpreted without any attempt at imposing uniformity. By the same token, academically minded singers will find the evidence on which they must determine their pronunciation for any given performance, [...]”

Early Music 2003/4

 

Im vorliegenden zweibändigen Handbuch trägt er nun die Früchte seiner langjährigen Forschungen zusammen und erfüllt damit Desiderate nicht nur der Musikwissenschaft und der musikalischen Praxis, sondern auch der anglistischen historischen Sprachwissenschaft. [...] Bei dieser immensen Material- und damit Argumentfülle (über 250 Quellentexte), bei dem virtuos bewahrten Überblick und der Sauberkeit des Vorgehens und schließlich bei der den Gegenstand erschöpfenden Darstellungskraft dieser beiden Bände bleibt nur zu wünschen, dass dieses wichtige Werk ein möglichst breites Publikum findet. Die Umsetzung der vielen Forschungsergebnisse und eine Weiterverfolgung des hier aufgezeigten Weges müsste allen, die ernsthaft an der Problemstellung der historischen Aufführungspraxis interessiert sind, zu einem Anliegen werden, das kein Ausweichen zulässt.”

Concerto 197/198, Okt./Nov. 2004

 

In two substantial paperback volumes, many sources are brought together in a now to be standard work [...] This is a matter which all performers of early music need to take far more to heart than they usually deign to do. [...] The result with ist musical and phonetically rendered words contributes not only to musical performance but also to the history of the speaking of early modern English.”

Bibliothèque d’Humanisme et Renaissance 67/2005/2, S. 423

 

 

Gewaltmusik - Musikgewalt

 

Eine besonders penetrante Abart der akustischen Umweltverschmutzung ist die Indoktrination der Zeitgenossen durch die musikalische Sprinkleranlage Muzak, die in der BRD an ca. 15.000 Einsatzorten jeden Tag sieben Millionen Bürger mit funktioneller Musik beglückt: [...] Der Musikologe Klaus Miehling konstatiert [...] einen signifikanten Nexus von Pop, Beat, Rap, Punk, Techno, Heavy Metal, Ecstasy, Satanismus, Gewalt, Verbrechen, Jugendkriminalität, Drogendelikten, Suizid, Tinnitus, Schulversagen, Soziopathie, Verhaltensstörungen u.v.a. [...] Miehling konstatiert in seiner umfassenden und überaus wichtigen Recherche, daß wir heute vor der dringenden Aufgabe stehen, unsere musikalische Umwelt radikal umzugestalten.”

Die Brücke 142/2006/4

 

Höflichkeit, Rücksichtnahme und gutes Benehmen schwinden in dem Maße, wie Ruppigkeit, Flegelei, Vandalismus und Gewalt sich ausbreiten. [...] Psychologen, Soziologen und Pädagogen liefern mancherlei Erklärungen - nur eine kommt stets zu kurz: die Musik. [...] Der Dauerkonsum aggressiver Musik [...] bewirkt eine schleichende Abstumpfung und trägt erheblich zum Rückgang guter Sitten bei. Den Beweis hierfür erbringt der Freiburger Musikwissenschaftler Dr. Klaus Miehling. Nach jahrelangen sorgfältigen Beobachtungen und gründlichen Recherchen legt er ausführlich dar, welche Gewalt die Beschallungsindustrie über ihre willigen Opfer ausübt und welche Drangsal sie unfreiwillig mithörenden Menschen bereitet. Sein kürzlich erschienenes Buch fördert bislang Unbeachtetes und Erschreckendes zutage. Wütende Reaktionen und Schmähungen sind auf ihn niedergeprasselt, pseudosachliche Begutachtungen sollen seine Aussagen entkräften. Doch viele Leser beschleicht das unbehagliche Gefühl: Der Autor hat Recht.”

Pinneberger Tageblatt, 12.10.2007

 

Dieses Buch ist nüchtern, einseitig und trotzdem genial. Erschreckend ist, wie leicht Menschen manipulierbar sind durch tägliches Hören von Gewaltmusik - ohne dass sie sich dessen bewusst werden. Auch neuropsychologisch ist nachvollziehbar, dass eine tägliche Stimulierung mit harten Rhythmen und Klängen das emotionale System negativ beeinflusst. So wird Verhalten programmiert, das Menschen dann abrufen, wenn keine Zeit ist nachzudenken und rational zu handeln...
Die Definition von Gewaltmusik ist nicht einfach, aber der Leser erfährt, welches die Parameter sind (und kann sich ein eigenes Bild machen). Das Buch [...] ist [...] hoch zu bewerten, da es endlich ein Thema ins Bewusstsein bringt, welches von den meisten Menschen nicht erkannt wird. Der Elfenbeinturm der Rockpoeten gerät ins Wanken und man glaubt fast, es handle sich hierbei um ein Szenario, dass der Entdeckung Galileis gleichkommt, wenn man die Texte im Internet dazu liest.
Ich empfehle dieses Buch allen, die sich mit Musik- und Klangtherapie beschäftigen. Es liefert viele Argumente dafür, wieso man zur Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit und der positiven Verhaltenssteuerung eher klassische Werke, besonders Mozart verwendet (mein Ansatz!).”

www.amazon.de, 20. 4. 2008

 

[...] ich selbst bin bis heute ein Liebhaber der in diesem Buch in Frage gestellten Musikrichtung u.a. Heavy Metal, Gothic und Rock geblieben. [...] Allerdings finde ich viele Beobachtungen meinerseits bei diversen Veranstaltungen, Konzerten, Open Airs und spezielle Clubs und Kneipen in diesem Buch bestätigt. [...] Es gäbe noch viel zu solchen ‘Größen’ wie Madonna, Brittney Spears, Ozzy Osborne und Gene Simmons Family Jewels zu berichten, die all die aufgestellten Thesen und Ausführungen in diesem Buch bestätigen und deswegen auch so lesenswert machen. [...] Bestimmte auditive und visuelle Reize (deswegen ist der Ausdruck ‘Reizmusik’ aus meiner Sicht doch nicht so völlig daneben, wie Klaus Miehling meint) gehen tief in das Unterbewusstsein des Individuums und animieren letztendlich empfängliche Menschen zu bestimmten Verhaltensweisen (Kaufrausch, sexuelle Handlungen, Konsum von Drogen und Alkohol usw.). Es ist wie Hypnose - manche Menschen lassen sich sehr gut hypnotisieren, bei anderen funktioniert es überhaupt nicht.

Ich jedenfalls kann dieses Buch sehr empfehlen und respektiere die zeitintensive Arbeit von Klaus Miehling, der sich wirklich umfangreich die Mühe gegeben hat, zahlreiche Erlebnisse von Betroffenen und Beteiligten aufzuführen, zu zitieren und letztendlich zu einer entsprechend subjektiven Beurteilung zu kommen, die auch ich aufgrund meiner eigenen Erfahrungen und Erlebnisse in großen Teilen bestätigen kann, obwohl ich nach wie vor ein Liebhaber der U-Musik härterer Gangart bin und wohl auch bleiben werde.”

www.amazon.de, 24. 9. 2009

 

Gewaltmusik. Populäre Musik und Werteverfall

 

Gut recherchierte und belegte Studie zu den negativen Seiten der populären Musik. [...] eine wichtige Stimme in der Diskussion über nicht nur kulturelle Werte, aber wohl eher ein ‘Rufer in der Wüste’.”

Michael Ladwein: Vom Lärm der Welt und der Melodie der Stille (meridian 2, 2012)

Nach oben