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Beleidigungen lösche ich nicht, da sie Bestätigung meiner Thesen über Gewaltmusik und deren Hörer sind.
Man darf natürlich auch über andere Themen schreiben ...

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Xochipilli hat am 16.02.2012 14:15:50 geschrieben :

Schwach!
" Nein, das ist ein Fehlschluss. Hinter Sklaverei etc. stehen ja unzählige Einzelschicksale, und man darf Einzelne nicht für statistische Größen zur Verantwortung ziehen."

Diese Aussage verstehe ich nicht, bitte erlaeutern Sie verstaendlich was Sie meinen!

"Mir hier wieder ein "rassistisches Weltbild" zu unterstellen, ist unsachlich. Sich Denkverbote aufzuerlegen, das hat mit Ideologie zu tun, nicht mit Wissenschaft."

Ein rassistisches Weltbild muss nicht bewusst sein, aber die Tatsache, dass Sie auf diesen Vorwurf so pikiert reagieren zeigt wohl, dass ich hier einen Nerv getroffen habe. Getroffene Hunde jaulen bekanntlich- also stehen Sie doch dazu, dann brauchen Sie sich auch keine Denkverbote auferlegen
Erich Fromm sollten Sie im uebrigen nicht unbedingt zitieren wenn es um aktuelle ethnologische Theorien geht, das ist alles ziemlich veraltet...

"Aber auch innerhalb von Pflanzen und Bakterien muss eine Hierarchie herrschen, müssen die Zellstrukturen und Substanzen bestimmte Aufgaben erfüllen, damit Leben möglich ist."

Das ist Biologismus, Sie koennen nicht den Zellaufbau mit einer menschlichen Gesellschaft vergleichen.

Setzen!
 
Kommentar: Die erste Aussage bezog sich erkennbar auf Ihren letzten Satz "Und eben diese postulierte moralische Überlegenheit dient dann als Berechtigung für Eroberung, Unterdrückung, Genozid, Sklaverei etc."
Ich wollte sagen, dass eine eventuelle "moralische Überlegenheit" bzw. Unterlegenheit nur als statistische Größe existieren könnte und nicht für jede einzelne Person einer Gruppe behauptet werden kann. Aus diesem Grund rechtfertigt ein solches Postulat keine Sklaverei und Unterdrückung.

Hätte ich auf den Vorwurf des Rassismus nicht reagiert, würden Sie mir doch vorhalten, dass er dann wohl zuträfe! Das Wort "unsachlich" zu verwenden ist eine nüchterne, keine "pikierte" Reaktion.

Warum soll man nicht den Zellaufbau mit einer menschlichen Gesellschaft vergleichen? Beides funktioniert nur durch Hierarchie, Ordnung und Spezialisierung der einzelnen Bestandteile.

Johannes Kaplan hat am 12.02.2012 23:39:38 geschrieben :

Anmerkung
"Mir scheint aber, dass die Sachverhalte sehr unterschiedlich sind."

Das ist richtig. Schon alleine deswegen, weil der Begriff "Ziegenproblem" ein wenig unglücklich gewählt ist. Ziegen sind friedvolle Wesen (was nicht von jedem Gewaltmusikhörer behauptet werden kann) und stellen bei artgerechter Haltung kein Problem dar.
 

Johannes Kaplan hat am 12.02.2012 00:03:34 geschrieben :

Anmerkung
"Hier werde ich immer wieder falsch verstanden: Wenn ich feststelle, dass Gewaltmusikhörer statistisch krimineller sind als Klassikhörer, dann sagt das nichts über bestimmte einzelne Personen aus."

Dieses falsch Verstehen rührt vielleicht von daher, daß der menschliche Verstand bei Wahrscheinlichkeiten zu Trugschlüssen neigt. Haben Sie schon einmal vom sogenannten Ziegenproblem gehört, Herr Dr. Miehling? Dieses ist ein gutes Beispiel dafür.
 
Kommentar: Habe gerade nachgesehen. Ja, das kenne ich, wenn auch nicht unter diesem Namen.
Mir scheint aber, dass die Sachverhalte sehr unterschiedlich sind.

Xochipilli hat am 10.02.2012 09:45:44 geschrieben :

Epilog
"Hierarchie ist auch nichts schlechtes. Das ganze Universum beruht darauf. Wenn alles gleich wäre, das wäre das Chaos, oder das wabernde Energiefeld, das nach einer bestimmten Theorie vor der Geburt des Universums bestanden haben soll. Ohne Hierarchie und Ordnung gibt es kein Leben!"

Eine gewagte Behauptung!
Zunächst einmal möchte ich darauf hinweisen, daß ich keine wertende Aussage getroffen, sondern lediglich eine Frage gestellt habe. Nun zum Inhalt: Die Quantentheorie scheint jedenfalls der ersten von Ihnen aufgestellen Behauptung zu widersprechen. Zudem kann der Begriff einer mathematischen Hierarchie nicht mit der sozialwissenschaftlichen Definition gleichgesetzt werden.
Abgesehen davon, daß Hierarchien ein Ausdruck von Organisationsstrukturen innerhalb von Gesellschaften tierischer Lebensformen sein können, jedoch nicht zwingend auch sein müssen, kommt der Großteil des restlichen Lebens (z.b. Pflanzen und Bakterien) gut ohne die Ausbildung hierarchischer Formen aus.
 
Kommentar: Aber auch innerhalb von Pflanzen und Bakterien muss eine Hierarchie herrschen, müssen die Zellstrukturen und Substanzen bestimmte Aufgaben erfüllen, damit Leben möglich ist.

Xochipilli hat am 10.02.2012 09:33:02 geschrieben :

Im Übrigen...
Es gibt im Übrigen keine haltbare ethnologische Theorie die eine moralische Überlegenheit von modernen oder mittelalterlichen Gesellschaften im Vergleich mit "urtümlichen" Gesellschaften rechtfertigen könnte.
Insofern ist auch Ihre Idee "dass die Menschheit erst vom bloßen Trommeln wegkommen musste, um sich zu zivilisieren." (01.02.2012)eher ideologisch als wissenschaftlich geprägt aufzufassen. Es ist noch nicht einmal sicher, ob die Trommel das früheste Instrument gewesen ist, auch die Flöte, ein sehr "klassisches" Instrument ist z.b. schon sehr alt.
Das von Ihnen implizierte Klischeebild vom trommelnden Wilden ist daher allenfalls ein Hinweis auf ein geschlossenes rassistisches Weltbild, nicht aber etwa ein Beweis für Ihre Theorie, daß Trommelrythmen eine verrohende Wirkung haben.



 
Kommentar: Meine "Idee" habe ich als Hypothese formuliert. Erich Fromm hat primitive Kulturen in drei Stufen, je nach der vorhandenen Aggressivität, eingeteilt. Inwieweit es Parallelen zur jeweiligen Musikkultur gibt, wäre zu untersuchen. Mir hier wieder ein "rassistisches Weltbild" zu unterstellen, ist unsachlich. Sich Denkverbote aufzuerlegen, das hat mit Ideologie zu tun, nicht mit Wissenschaft.

Xochipilli hat am 10.02.2012 09:26:00 geschrieben :

Traurig, traurig
Dass klassische Musik nicht "von Anfang an da war" (E-Gitarren überigens auch nicht), muss ja nichts negatives bedeuten. Man kann sie ja als künstlerischen und in gewisser Weise eben auch moralischen Fortschritt gegenüber "urtümlicher" Musik sehen.

Sie sehen also die klassische Musik als Ausdruck "moralischen Fortschritts"?
Und im Gegenschluss bedeutet dies dann das "urtümliche" Musik gleichzeitig Ausdruck von "moralischer Urtümlichkeit" bzw."Primitivität" ist?

Wenn ich diesen Gedankengang weiterentwickle komme ich dann unweigerlich zu dem Schluß, daß Kulturen die keine klassische Musik in Ihrem Sinne entwickelt haben auch moralisch gegenüber den "hoch zivilisierten" Kulturen zurückstehen.
Und eben diese postulierte moralische Überlegenheit dient dann als Berechtigung für Eroberung, Unterdrückung, Genozid, Sklaverei etc.



 
Kommentar: Nein, das ist ein Fehlschluss. Hinter Sklaverei etc. stehen ja unzählige Einzelschicksale, und man darf Einzelne nicht für statistische Größen zur Verantwortung ziehen.
Hier werde ich immer wieder falsch verstanden: Wenn ich feststelle, dass Gewaltmusikhörer statistisch krimineller sind als Klassikhörer, dann sagt das nichts über bestimmte einzelne Personen aus.

Olaf Schubert hat am 10.02.2012 02:01:11 geschrieben :

Gefällt mir...
Wenn man Sie unter dem komödiantischen Aspekt liest, sind Sie wirklich großartig. Aber ich habe einen Verbesserungsvorschlag: einen Künstlernamen. Wie wärs mit Dr. Mabuse oder irgendwas, was ihre Position adäquat ausdrückt?
 
Kommentar: Natürlich sind meine Schriften ernst gemeint. Und im Gegensatz zur Mehrzahl der Kritiker stehe ich zu meinen Aussagen mit meinem richtigen Namen.

Johannes Kaplan hat am 10.02.2012 00:54:54 geschrieben :

Nachtrag zur Meldung aus Rheinland-Pfalz vom 26.01.2012
Wie nicht anders zu erwarten wurde der betreffenden Dame das Recht auf Ruhe gerichtlich abgesprochen.
Sie finden die Meldung dazu hier: http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=9190400/xiaipl/index.html
 
Kommentar: Danke!

Lieschen Müller hat am 09.02.2012 22:18:49 geschrieben :

Ihre Auffassung von Gewalt ist doch recht merkwürdig...
"Gewaltmusik ist ein akustisches Symbol für Gewalt. Wenn man den Begriff 'Gewalt' nicht zu eng faßt und darunter all das versteht, was unberechtigten körperlichen oder seelischen Zwang ausübt (...)"

"Berechtigter" körperlicher oder seelischer Zwang ist Ihrer Meinung nach also nicht als Gewalt zu verstehen? Und ich nehme an Sie können mir auch genau erklären wann dieser berechtigt ist, Herr König Salomon...
 
Kommentar: Berechtigt ist Zwang z.B., wenn die Polizei gegen einen Straftäter vorgeht, oder wenn Sie Ihr Eigentum oder sich selbst verteidigen müssen. Und in jeder Schule, auch in jedem Betrieb wird "Zwang" ausgeübt - anders können die Dinge ja nicht funktionieren. Die ersteren Beispiele kann man gewiss als (berechtigte) Gewalt bezeichnen, während man bei den letzteren wohl kaum von Gewalt sprechen wird. Aber man kann eine Definition auch überfrachten, daher bin ich auf solche Feinheiten nicht eingegangen.

N. Ron Hubbard hat am 09.02.2012 20:51:56 geschrieben :

Ergänzung zum Kmmentar zu TimSehr
Meinen Namen hat der elende Wicht auch falsch geschrieben...
 

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