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Beleidigungen lösche ich nicht, da sie Bestätigung meiner Thesen über Gewaltmusik und deren Hörer sind.
Man darf natürlich auch über andere Themen schreiben ...

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 Xochipilli hat am 10.02.2012 09:45:44 geschrieben:
   Epilog
"Hierarchie ist auch nichts schlechtes. Das ganze Universum beruht darauf. Wenn alles gleich wäre, das wäre das Chaos, oder das wabernde Energiefeld, das nach einer bestimmten Theorie vor der Geburt des Universums bestanden haben soll. Ohne Hierarchie und Ordnung gibt es kein Leben!"

Eine gewagte Behauptung!
Zunächst einmal möchte ich darauf hinweisen, daß ich keine wertende Aussage getroffen, sondern lediglich eine Frage gestellt habe. Nun zum Inhalt: Die Quantentheorie scheint jedenfalls der ersten von Ihnen aufgestellen Behauptung zu widersprechen. Zudem kann der Begriff einer mathematischen Hierarchie nicht mit der sozialwissenschaftlichen Definition gleichgesetzt werden.
Abgesehen davon, daß Hierarchien ein Ausdruck von Organisationsstrukturen innerhalb von Gesellschaften tierischer Lebensformen sein können, jedoch nicht zwingend auch sein müssen, kommt der Großteil des restlichen Lebens (z.b. Pflanzen und Bakterien) gut ohne die Ausbildung hierarchischer Formen aus.
Kommentar : Aber auch innerhalb von Pflanzen und Bakterien muss eine Hierarchie herrschen, müssen die Zellstrukturen und Substanzen bestimmte Aufgaben erfüllen, damit Leben möglich ist.
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 Xochipilli hat am 10.02.2012 09:33:02 geschrieben:
   Im Übrigen...
Es gibt im Übrigen keine haltbare ethnologische Theorie die eine moralische Überlegenheit von modernen oder mittelalterlichen Gesellschaften im Vergleich mit "urtümlichen" Gesellschaften rechtfertigen könnte.
Insofern ist auch Ihre Idee "dass die Menschheit erst vom bloßen Trommeln wegkommen musste, um sich zu zivilisieren." (01.02.2012)eher ideologisch als wissenschaftlich geprägt aufzufassen. Es ist noch nicht einmal sicher, ob die Trommel das früheste Instrument gewesen ist, auch die Flöte, ein sehr "klassisches" Instrument ist z.b. schon sehr alt.
Das von Ihnen implizierte Klischeebild vom trommelnden Wilden ist daher allenfalls ein Hinweis auf ein geschlossenes rassistisches Weltbild, nicht aber etwa ein Beweis für Ihre Theorie, daß Trommelrythmen eine verrohende Wirkung haben.



Kommentar : Meine "Idee" habe ich als Hypothese formuliert. Erich Fromm hat primitive Kulturen in drei Stufen, je nach der vorhandenen Aggressivität, eingeteilt. Inwieweit es Parallelen zur jeweiligen Musikkultur gibt, wäre zu untersuchen. Mir hier wieder ein "rassistisches Weltbild" zu unterstellen, ist unsachlich. Sich Denkverbote aufzuerlegen, das hat mit Ideologie zu tun, nicht mit Wissenschaft.
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 Xochipilli hat am 10.02.2012 09:26:00 geschrieben:
   Traurig, traurig
Dass klassische Musik nicht "von Anfang an da war" (E-Gitarren überigens auch nicht), muss ja nichts negatives bedeuten. Man kann sie ja als künstlerischen und in gewisser Weise eben auch moralischen Fortschritt gegenüber "urtümlicher" Musik sehen.

Sie sehen also die klassische Musik als Ausdruck "moralischen Fortschritts"?
Und im Gegenschluss bedeutet dies dann das "urtümliche" Musik gleichzeitig Ausdruck von "moralischer Urtümlichkeit" bzw."Primitivität" ist?

Wenn ich diesen Gedankengang weiterentwickle komme ich dann unweigerlich zu dem Schluß, daß Kulturen die keine klassische Musik in Ihrem Sinne entwickelt haben auch moralisch gegenüber den "hoch zivilisierten" Kulturen zurückstehen.
Und eben diese postulierte moralische Überlegenheit dient dann als Berechtigung für Eroberung, Unterdrückung, Genozid, Sklaverei etc.



Kommentar : Nein, das ist ein Fehlschluss. Hinter Sklaverei etc. stehen ja unzählige Einzelschicksale, und man darf Einzelne nicht für statistische Größen zur Verantwortung ziehen.
Hier werde ich immer wieder falsch verstanden: Wenn ich feststelle, dass Gewaltmusikhörer statistisch krimineller sind als Klassikhörer, dann sagt das nichts über bestimmte einzelne Personen aus.
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 Olaf Schubert hat am 10.02.2012 02:01:11 geschrieben:
   Gefällt mir...
Wenn man Sie unter dem komödiantischen Aspekt liest, sind Sie wirklich großartig. Aber ich habe einen Verbesserungsvorschlag: einen Künstlernamen. Wie wärs mit Dr. Mabuse oder irgendwas, was ihre Position adäquat ausdrückt?
Kommentar : Natürlich sind meine Schriften ernst gemeint. Und im Gegensatz zur Mehrzahl der Kritiker stehe ich zu meinen Aussagen mit meinem richtigen Namen.
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 Johannes Kaplan hat am 10.02.2012 00:54:54 geschrieben:
   Nachtrag zur Meldung aus Rheinland-Pfalz vom 26.01.2012
Wie nicht anders zu erwarten wurde der betreffenden Dame das Recht auf Ruhe gerichtlich abgesprochen.
Sie finden die Meldung dazu hier: http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=9190400/xiaipl/index.html
Kommentar : Danke!
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 Lieschen Müller hat am 09.02.2012 22:18:49 geschrieben:
   Ihre Auffassung von Gewalt ist doch recht merkwürdig...
"Gewaltmusik ist ein akustisches Symbol für Gewalt. Wenn man den Begriff 'Gewalt' nicht zu eng faßt und darunter all das versteht, was unberechtigten körperlichen oder seelischen Zwang ausübt (...)"

"Berechtigter" körperlicher oder seelischer Zwang ist Ihrer Meinung nach also nicht als Gewalt zu verstehen? Und ich nehme an Sie können mir auch genau erklären wann dieser berechtigt ist, Herr König Salomon...
Kommentar : Berechtigt ist Zwang z.B., wenn die Polizei gegen einen Straftäter vorgeht, oder wenn Sie Ihr Eigentum oder sich selbst verteidigen müssen. Und in jeder Schule, auch in jedem Betrieb wird "Zwang" ausgeübt - anders können die Dinge ja nicht funktionieren. Die ersteren Beispiele kann man gewiss als (berechtigte) Gewalt bezeichnen, während man bei den letzteren wohl kaum von Gewalt sprechen wird. Aber man kann eine Definition auch überfrachten, daher bin ich auf solche Feinheiten nicht eingegangen.
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 N. Ron Hubbard hat am 09.02.2012 20:51:56 geschrieben:
   Ergänzung zum Kmmentar zu TimSehr
Meinen Namen hat der elende Wicht auch falsch geschrieben...
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 Narziss Goldemund hat am 09.02.2012 05:08:00 geschrieben:
   Kommentar zum Beitrag vom 05.02.2012 von &quot;argument&quot;
K.M.: "Hitler war Vegetarier. Haben deshalb alle Vegetarier "nazistische Züge"?"

Sie haben das falsch verstanden Herr Miehlke, Hitler war Narzist, nicht Nazist. Letztere, in meinen Augen sehr merkwürdige Wortschöpfung läßt sich von Ihrer Bedeutung her auf Hitler so nicht anwenden.
Einen philosophischen Diskurs über "nazistische Züge" in der Weltanschauung von Vegetariern erspare ich Ihnen jetzt allerdings ;)
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 Xochipilli hat am 09.02.2012 04:51:21 geschrieben:
   Auch hier könnte IHRE Werbung stehen!!!
Gemäß der hierarchisch geprägten Struktur der klassischen Musik, die nicht zuletzt natürlich auch die Gesellschaftsstruktur Ihrer Entstehungszeit widerspiegelt, folgern Sie nun also, daß jene auch in der Kunst eine hierarchisch übergeordnete Position zur "Bauchmusik" einnimmt.

Verstehe ich Sie also richtig wenn ich Ihre Aussagen insofern interpretiere, daß Sie quasi behaupten daß der Absolutismus (der Führer bestimmt welche Musik gespielt wird) in der Musik die höchste Form darstellt, während Demokratie (die Musik entsteht durch gegenseitiges Zuhören) minderwertig un degeneriert, ja sogar schädlich ist?

Desweiteren möchte ich Sie fragen, ob Sie der Meinung sind, daß alle unsere Vorfahren bis zum Beginn der Renaissance von schädlichen Rythmen negativ beeinflusst waren?

Freundliche Grüße
Kommentar : Der Gegensatz "klassische Musik = hierarchisch" / "populäre Musik = Bauchmusik" besteht allenfalls in Ansätzen. Viele klassische Ensembles sind demokratisch organisiert, und abgesehen von "Schreibtischmusik" der Avantgarde ist auch klassische Musik "Bauchmusik" - aber in dem Sinn, dass Kopf UND Bauch beteiligt sind. Das halte ich für besser als eine Überbetonung des einen oder anderen.
Hierarchie ist auch nichts schlechtes. Das ganze Universum beruht darauf. Wenn alles gleich wäre, das wäre das Chaos, oder das wabernde Energiefeld, das nach einer bestimmten Theorie vor der Geburt des Universums bestanden haben soll. Ohne Hierarchie und Ordnung gibt es kein Leben!
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 Xochiplli hat am 09.02.2012 04:49:04 geschrieben:
   Hier könnte IHRE Werbung stehen!!!
Lieber Herr Miehling,

ich hätte da mal eine Frage. Wenn ich Sie richtig verstehe behaupten Sie doch, daß die klassische die reinste und einzig wahre Form von Musik darstellt, da sie imstande ist "reine Gefühle" zu transportieren.
Ich glaube zwar nicht, daß alle klassischen Kompositionen diese Qualität aufweisen, aber das ist hier eigentlich eher nebensächich.
Meine Frage bezieht sich mehr auf die ethnologisch-geschichtswissenschaftliche Entwicklung von der Musik. Nach Ihrer Ansicht ist rythmisch geprägte Musik wegen des zugunde liegenden "Beats" grundsätzlich schädlich und am besten zu verbieten. Fakt ist aber, daß die klassische Musik eben nicht von Anfang an da war, sondern eine sehr stark intellektualisierte Form darstellt, die auf einer tausende Jahre alten Entwicklung basiert. Desweiteren ist die klassische Musik vor allem das Produkt eines bestimmten Kulturraumes und einer bestimmten Epoche. Ursprüngliche Formen von Musik basieren zu einem großen Teil auf Rythmen, die durch verschiedene Instrumente wie Trommeln und Rasseln erzeugt wurden. Melodische Instrumente wie Flöten kamen sicherlich ebenso zum Einsatz, wie verschiedene Methoden zur Nachahmung von Tierlauten. Ursprüngliche Formen von Musik entstehen logischerweise auch nicht durch einen bewussten Konstruktionsprozess, sondern durch Improvisation. Eine klassische Kompostion funktioniert hierarchisch, der Komponist gibt den Weg vor, der Dirigent bestimmt die Akzente und die Musiker haben (zumindest im Orchester) lediglich eine ausführende Position. Improvisierte Musik basiert hingegen auf gegenseitigem Zuhören und Sich-Einfühlen in die musikalische Ausdrucksweise der anderen Musiker, es gibt prinzipiell keine Hierarchie. Lediglich der Rythmus bestimmt den Weg dem die Musik folgt.
Kommentar : Was Sie da schreiben ist nicht falsch, abgesehen davon, dass auch klassische Musik, wenn es sich um mehr als einen INterpreten handelt, "auf gegenseitigem Zuhören und Sich-Einfühlen in die musikalische Ausdrucksweise der anderen Musiker" basiert. Aber ich sehe nicht die Relevanz für die hier diskutierten Fragen. Dass klassische Musik nicht "von Anfang an da war" (E-Gitarren überigens auch nicht), muss ja nichts negatives bedeuten. Man kann sie ja als künstlerischen und in gewisser Weise eben auch moralischen Fortschritt gegenüber "urtümlicher" Musik sehen.
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