Gästebuch

Nachdem rechtswidrige Inhalte in das Gästebuch gestellt wurden, werden die Einträge erst nach Freischaltung durch mich veröffentlicht.
Auch Einträge, die bloße Werbung darstellen, werden gelöscht.
Beleidigungen lösche ich nicht, da sie Bestätigung meiner Thesen über Gewaltmusik und deren Hörer sind.
Man darf natürlich auch über andere Themen schreiben ...

Name:
E-Mail:
Homepage:
Betreff:
Nachricht:
 
 

Aktuell sind 1750 Einträge verfügbar.

< 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39
40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59
60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79
80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99
100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119
120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139
140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159
160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 >


orlando hat am 06.04.2012 22:50:52 geschrieben :

Fortsetzung des Papst-Zitates
Die Massengesellschaft ist etwas ganz anderes als die Lebensgemseinschaft, die die Volksmusik im alten und ursprünglichen Sinn trug. Die Masse als solche kennt keine Erfahung erster Hand, sondern reproduzierte und standardisierte Erfahrungen. Massenkultur ist daher auf Qunatität, auf Produktion und Erfolg angelegt. Sie ist eine Kultur des Messbaren und des Verkäuflichen. In diese Kultur schreibt sich Pop ein. Er ist - wie Calvin m. Johansson formuliert - der Spiegel dessen, was diese Gesellschaft ist, die musikalische Verkörperung von Kitsch*. Es würde zu weit führen, hier die ausgezeichneten Analysen von Johansson im Einzelnen aufzunehmen, auf die ich mit Nachdurck verweisen möchte. Populär im Sonn von Pop wird etwas, wofür Nachfrage besteht. Pop wird in industrieller Massenproduktion hergestellt, wie technische Ware hergestellt wird, in einem - wie Paul Hindemith es ausdrückt - total inhumanen und diktatorischen System.** Für Melodie, Harmonie, Orchestrierung usw. stehen jeweils eigene Spezialisten zur Verfügung, die das Ganze nach Marktgesetzen montieren. "Die fundamentale Charakteristik von Popularmusik ist Standardisierung", bemerkt Adorno dazu. Und Arthur Korb, dessen Buchtitel "How to write Songs that sell" schon verräterisch genug ist, konstatiert ganz offenherzig: Popularmusik "wird primär geschrieben und produziert, um Geld zu machen"**. Deshalb muß das geboten werden, was niemanden ärgert und niemanden in der Tiefe bansprucht, nach dem Motto: "Gib mir, was ich jetzt wünsche, ohne Kosten, ohne Arbeit ohne Anstrengung."
(Fortsetzung folgt)
 

orlando hat am 06.04.2012 22:47:54 geschrieben :

Papst Benedikt über Popmusik
Zum kommenden Osterfest Gedanken des Papstes zur popularen Musik, entnommen dem Aufsatz "Singt kunstvoll für Gott" (Joseph Ratzinger, Gesammelte Schriten, Band 11)

"...Pop- wir sagten es schon - will populäre Musik, "Volksmusik" sein im Gegensatz zur elitären Kunstmusik.[...] Und ist nicht die Kirche immer die Heimstatt der Volksmusik gewesen? Hat sich ihr hoher musikalischer Ausdruck nicht immer wieder gerade vom Mutterboden der Volksmusik aus erneuert?
Hier muss man genau zusehen. Das Volk, auf das sich Pop bezieht, ist die Massengesellschaft. Volksmusik im ursprünglichen Sinn ist dagegen musikalischer Ausdruck einer überschaubaren, durch Sprache, Geschichte und Lebensart zusammengehaltenen Gemeinschaft, die ihre Erfahrungen - die Erfahrung mit Gott, die Erfahrung von Liebe und Leid, von Geburt und Tod wie das Mitsein mit der Natur - singend verarbeitet und gestaltet. Ihre Weise musikalischer Gestaltung mag man naiv nennen, aber sie steigt doch aus ursprünglicher Berührung mit den Grunderfahrungen menschlicher Existenz auf und ist daher Ausdruck von Wahrheit. Ihre Naivität gehört jender Weise von Einfachheit zu, aus der das Große entstehen kann.
(Fortsetzung folgt im nächsten Beitrag)
 

Johannes Kaplan hat am 06.04.2012 00:42:31 geschrieben :

frohe Ostern
Gern geschehen, werter Herr Dr. Miehling. Diese Veranstaltung tritt nicht erstmals polizeilich in Erscheinung. Auch in der Vergangenheit - "Time Warp" findet seit 1994 jährlich statt - gab es regelmäßig Berichte über Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Mit den besten Wünschen für ein friedvolles und geruhsames Osterfest

Ihr Johannes Kaplan
 
Kommentar: Danke, ebenso!

Johannes Kaplan hat am 01.04.2012 22:42:06 geschrieben :

Nachtrag
Sie finden diese Meldung hier: http://www.swr.de/nachrichten/bw/mannheim/-/id=1582/1y69y47/index.html#meldung97744
 
Kommentar: Ist tatsächlich nicht mehr zugänglich. Gut, dass Sie es kopiert haben!
Ich war einige Tage nicht mehr im Gästebuch ...

Johannes Kaplan hat am 01.04.2012 22:34:00 geschrieben :

Straftaten bei Techno-Veranstaltung
Diese Meldung über Straftaten verschiedener Couleur bei der Gewaltmusik-Veranstaltung "Time Warp" in Mannheim dürfte für Sie von Interesse sein.
Da diese Kurzmeldung von kurzer Lebensdauer sein wird, möchte ich sie an dieser Stelle gerne zitieren.

"Mannheim
8 Goldketten vom Hals gerissen
Im Umfeld der Techno-Veranstaltung "Time Warp" auf dem Maimarktgelände wurden zahlreiche Straftaten verübt. Die Polizei hatte viel zu tun. In über 250 Fällen wurden Strafanzeigen wegen Drogenbesitzes geschrieben. Es wurden auch jede Menge Drogen beschlagnahmt. Außerdem befasste sich die Polizei mit 11 Falschgeld-Delikten und 16 Diebstählen. Besonders ungewöhnlich waren 8 Delikte, bei denen den Opfern auf der Tanzfläche Goldketten vom Hals gerissen wurden."
 
Kommentar: Vielen Dank!

Lateralus hat am 29.03.2012 21:07:59 geschrieben :

Im übrigen
Im übrigen ist die Behauptung, dass Jazz auf keinen oder nur sehr wenigen Regeln basiert schlichtweg falsch. Gehen sie doch mal in den Notenladen ihres Vertrauens und vergleich sie eine klassische Harmonielehre mit einer Jazz-harmonielehre. Ausserdem hat die Jazz-harmonielehre einige Phänomene begründen und erklären können die in der Klassik bis heute noch recht unbeholfen Klangzentrum, Leittonverwandschaft und reale Mixtur genannt werden. Das kann man mit einem simplen Alte Musik Abschluss natürlich nicht wissen. Sollte aber zumindest die enge Verwandschaft von Klassischer Moderne und Jazz-Harmonik kennen. Aber vielleicht halten sie ja Moderne,Atonale und Serielle Musik auch für schädliche oder gar ,,entartete Musik''. Auf den Drogenkonsum Klassischer Komponisten möchte ich erst gar nicht zu sprechen kommen. Zumal die Berichterstattung zu diesem Thema damals doch sehr dürftig war.

Nicht ganz so hochachtungsvoll.

Herr BLABLA

 
Kommentar: Natürlich gibt es auch im Jazz Regeln. Aber sie erlauben weit mehr Freiheiten als die Regeln klassischer Musik.

Meinen Standpunkt zu avantgardistischer Musik können Sie hier nachlesen:
http://klausmiehling.npage.de/get_file.php?id=5587268&vnr=451068

Anonym hat am 29.03.2012 21:00:40 geschrieben :

...
"So kann man sich irren: Ich bin überhaupt nicht religiös, sondern Agnostiker"

Lieber Dr. Miehling,

ich bin nur ein armer Anonymus, aber ich sage Ihnen hier trotzdem:
Die Existenz Gottes zu leugnen ist vielleicht noch törichter, als die Gefahren der Gewaltmusik zu verkennen.
Schließlich:
Man wußte es schon immer:

"Und Mose rief das ganze Israel und sprach zu ihnen: Höre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich heute vor euren Ohren rede, und lernt sie und behaltet sie, daß ihr darnach tut!
2 Der HERR, unser Gott, hat einen Bund mit uns gemacht am Horeb. 4 Er hat von Angesicht zu Angesicht mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet. (2. Mose 19.19) (5. Mose 5.21) 5 Ich stand zu derselben Zeit zwischen dem HERRN und euch, daß ich euch ansagte des HERRN Wort; denn ihr fürchtetet euch vor dem Feuer und ginget nicht auf den Berg. Und er sprach: (2. Mose 19.16)
6 Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat, aus dem Diensthause. (2. Mose 20.1) 7 Du sollst keine andern Götter haben vor mir."
 
Kommentar: "Man", das ist hier ein kleines Nomadenvolk aus dem vorderen Orient. Andere glaubten und glauben ganz andere Dinge zu wissen.

Im übrigen ist ein Agnostiker kein Leugner.

John hat am 29.03.2012 19:39:30 geschrieben :

Debussy und co.
Mich würde doch sehr ihre Haltung gegenüber Komponisten wie Debussy,Bartok,Schoenberg,Ravel usw. interessieren, die dem bösen Jazz doch so verwandt sind.

 
Kommentar: Das kann man so verallgemeinernd nicht sagen. Nur vereinzelte ihrer Kompositionen haben eine gewisse Nähe zum Jazz. Von Schönberg kenne ich gar keine; nur die spätromantische frühe Phase (Gurrelieder, Verklärte Nacht), und dann die Entwicklung zur Zwölftontechnik.

andi hat am 19.03.2012 22:57:01 geschrieben :

...
Sehr geehrter Herr Miehling,
haben Sie auch schon mal daran gedacht, dass wir Menschen heutzutage doch eigentlich relativ gesittet,gewaltfrei und harmlos sind, wenn sie doch mal in der Geschichte zurückschauen. Im Mittelalter haben die Menschen doch genauso gemordet und rumgehurt und waren bestimmt nicht besser und hörten keine Rock- und Popmusik. Sie verkennen glaube ich die Natur des Menschen. Sicherlich kann Rock, Metal und Pop-Musik agressives Verhalten fördern, aber die Frage ist doch, wie stark trägt es zur Gewaltbereitschaft bei. Und da glaube ich, spielt ihre "Gewaltmusik" so gut wie keine Rolle, wenn Sie sich mal überlegen, welche andere Paramter Gewaltbereitschaft, agressives Verhalten fördern.
Sie sind ein Gutmensch, wahrscheinlich tief religiös, der alle anderen Paramter die zu Agressivität führen nicht ernst nimmt... anders kann ich mir ihre Ansicht nicht erklären. Als ob ein Mensch nicht deutlich größere Probleme hat und hatte, die deutlich häufiger zu mehr Agressivität führen.
Mich z.B. würde es deutlich agressiver machen, wenn ich belogen werden, ausgenutzt werde , meine Frau mich betrügen würde. Generell führen häufig Ängste zu agressiven Verhalten. Menschen waren schon immer agressiv und das werden sie auch immer sein, schließlich sind wir hier nicht im Paradies, einem abgeschlossenem System, indem es keine Probleme gibt. Im Paradies, falls es existiert, könnte eine wissenschaftliche Untersuchen über hard Rock-hörer sicherlich zu einer geringfügigen Steigerung der Agressivität führen. Aber in unserem gesellschaftlichen Rahmen geht das doch völlig unter. Vergessen sie ihre Gewaltmusik, denn ihr Einfluss auf die Agressivität hat für die meisten Menschen eine unbedeutende Rolle.
***Fortsetzung nächster Eintrag****
 
Kommentar: So kann man sich irren: Ich bin überhaupt nicht religiös, sondern Agnostiker. Und als "Gutmensch" würde ich mich auch nicht bezeichnen.

andi hat am 19.03.2012 22:56:27 geschrieben :

...
****Fortsetzung des Eintrags darüber*****
Und nein, ich belege jetzt nicht meine Behauptungen. Und wissen Sie auch warum, weil Sie doch genauso unwissenschaftlich arbeiten. Sie haben sich eine These in den Kopf gesetzt und haben dann total unwissenschaftlich nur wissenschaftliche Veröffentlichungen verwendet, die genau die eigenen subjektiven Thesen stützen, jedoch nicht von der anderen Seite das ganze beleuchtet. Ich könnte genauso behaupten, dass Tanzmusik die soziale Vernetzung stärkt und Stress und Agressivität abbaut. Dazu findet man bestimmt auch etliche Veröffentlichungen im Netz und kann darauf eine wunderschöne Arbeit verfassen. Also lasst uns alle Tanzen gehen!!! Genauso könnte man vielleicht eine Studie aufstellen, dass klassische Musik Depressivität fördert, wenn man z.B. eine Studie nehmen würde, die zeigen würde, dass gebildete Menschen zu einer höheren Wahrscheinlichkeit klassische Musik hören und mit einer zweiten Studie verknüpft, die zeigen würde, dass gebildete Menschen häufiger zu Depressionen neigen. Jedoch mit Wissenschaft und Erkenntnisgewinn hat das wenig zu tun. Also bitte ersparen Sie mir so eine Antwort, ich hätte keine Belege, denn das wäre doch nur eine billige Ausrede, weil Sie Angst haben, im Unrecht zu sein.


Haben Sie das schon gelesen: http://jennifercopley.suite101.com/psychology-of-heavy-metal-music-a53261.

So nebenbei: Mich hat z.B. die Tragik in der Winterreise von F. Schubert deutlich unglücklicher und agressiver gemacht als sämtliche Rock-und Popmusik. Sehen Sie mal wie subjektiv das Ganze ist.
 
Kommentar: Nein, ich arbeite nicht unwissenschaftlich. Vielmehr berufe ich mich auf eine nicht geringe Anzahl wissenschaftlicher Studien. Zusätzlich habe ich tausende von Beispielen gesammelt. Sie können das nachlesen. Also kann ich auch von Ihnen erwarten, dass Sie Ihre gegensätzlichen Behauptungen belegen.

Immerhin verweisen Sie auf den Artikel von Copley. Da die Autorin eine ganze Reihe von Studien nennt (von denen ich einige kenne, andere nicht), muss ich mir das erst in Ruhe ansehen. Vermutlich werde ich zu den einzelnen Aussagen des Artikels nach und nach in den Gewaltmusik-Nachrichtenbriefen Stellung nehmen.
Vorerst nur so viel: Auch wenn nur bei einem Teil der Hörer die kriminelle Energie längerfristig zunehmen würde, wäre das bei einem Höreranteil von über 90% zumindest bei Jugendlichen ja wohl schlimm genug!

< 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39
40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59
60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79
80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99
100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119
120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139
140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159
160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 >

Nach oben