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Beleidigungen lösche ich nicht, da sie Bestätigung meiner Thesen über Gewaltmusik und deren Hörer sind.
Man darf natürlich auch über andere Themen schreiben ...

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Martin hat am 15.02.2018 16:58:13 geschrieben :

Rechts vor links?
Sind Sie rechts? Wer leistet mehr für den Staat - ein Flüchtling, der Hausmeisterdienste versieht oder ein Komponist, der für die Tonne schreibt?
 
Kommentar: Ich leiste jedenfalls mehr für den Staat als ein Flüchtling, der ihm auf der Tasche liegt (was wohl auch diejenigen tun, die gelegentlich Hausmeisterdienste versehen). Ich schreibe auch nicht "für die Tonne", da es jedes Jahr Aufführungen meiner Kompositionen gibt. Und im Gegensatz zu Hausmeisterdiensten werden sie auch nach meinem Tod Bestand haben.

A.J. hat am 08.02.2018 17:05:09 geschrieben :

"Die Spitze des Eisbergs"
Ja... Das schreibt sich jetzt so einfach dahin, nicht wahr Herr Doktor?
Fakt ist nun abee einmal, dass ihre These unterstützt wird von 0,8% – allein im Metal. Wenn man nun auch noch Rock, Rap, Pop und Techno dazu nimmt, dürfte das einen Wert ergeben der frühstens bei dee zweiten Nachkommerstelle den Nullwert überschreitet und alles andere ihrer Seite ist dann nur noch haltlose Verunglimpfung.

Ich habe kein Bedürfnis dazu, den Gegentest mit klassischer Musik zu machen. Wieso sollte ich auch? – schließlich vertrete ich ja die Meinung, dass der Grund für Gewakt nich primär (und auch nicht sekundär, triträr usw. usf.) zu suchen ist.
Mehrere Jahunderte zurück gehen, ist natürlich auch eine sehr schöne Maskerade für sie, schließlich befanden wir uns bereits vor 80 Jahren in einer Zeit, in der man von fielen Morden etc. nichts mitbekommen hatte. Denn auch viele Morde, von denen man hört, erfährt man durch die Meditien oder das internet. Und die gab's früher nicht so, wie heute.

Wenn Rapper, die sich Schießerein mit anderen Gang-Mitgliedern oder der Polizei liefern wirklich ein Argument ihrer seits sein sollen, haben sie sich grad eben ein Eigentor geschossen.
Denn diese Rapper sind dann wohl ganz offensichtlich in Gangs und die sind kriminell. Aber das hat dann nicht wirklich was mit der Musik, sondern dem Gang-Leben zu tun.
 
Kommentar: Ihnen fehlt es schlicht an Logik. Man kann nicht zufällig gefundene Meldungen mit der Gesamtheit aller entsprechenden auf der Welt stattfindenen Ereignisse verrechnen. Von den hunderttausenden Gewaltmusikern sind die meisten so unprominent, dass über sie einfach nicht berichtet wird. Und wenn ich von mehreren Jahrhunderten gesprochen habe, dann war das keine "Maskerade", den schließlich hätte man diese Zeit zusätzlich zu den letzten hundert Jahren Gewaltmusik. Es wäre eher eine "Maskerade" für Sie, wenn Sie denn diese Herausforderung angenommen hätten.
Keineswegs habe ich ein "Eigentor" geschossen, denn es ging ja  gerade darum, dass sich Gewaltmusiker überdurchschnitlich oft in einem kriminellen Umfeld bewegen, also eben auch in Gangs.

A.J. hat am 07.02.2018 11:29:25 geschrieben :

Haben sie überhaupt eine Ahnung, in was für Dimensionen sie sich im Bereich "Gewaltmusik" bewegen? Alleine Deutschland hat 1.438 Metal-Bands – und das sind nur die, die es ins Ecyclopedia Metallum geschafft haben.
Welt Weit gibt es 31.553 Metal-Bands im Ecyclupedia Metallum. Und da müsste man noch mal ordentlich was drauf rechnen für Bands, die auf Grund von Sub- oder Sub-Subgenre und geringen Bekanntheitsgrad nicht drin stehen.
Aber alleine schon bei 31.553 Bands spricht man – wenn man davon ausgeht, dass eine Band im Schnitt vier Mitglieder hat – von 126.212 Musikern. Dann sind sie mit ihren "über tausend kriminelle Gewaltmusikern" – wenn man "über tausend" mal großzügig als zweitausend interpretiert – kommt man so auf einen gewaltig hohen Satz von aufgerundet 0,8% – und da sind Hip Hop, Rock, Pop, Techno, Dupstep und Unmengen an Stilen und Unterarten nicht einmal dabei.
Zudem müsste man auch straffällig und straffällig unterscheiden.

Was die "Hunderten von Konzerten mit Ausschreibungen" angeht:
Rechnen SIE doch jetzt mal aus, wieviele Konzerte es bei der Menge an Bands gesamt gibt...
Und überhaupt: wer sagt, dass der Grund der Ausschreitungen in der Musik zu suchen ist?
Zu dem ereignen sich die meisten Todesfälle nicht auf Konzerten, sondern auf Festivals. Dazu der interessante Fakt: die einzigen beiden Todesfälle auf dem W:O:A waren Unfälle. Einer starb an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung durch die Gase eines Notstrom-Adregats, die er im Schlafe einatmete. Dem anderem explodirte sein Camping-Gaskocher.
Und im allgemeinen sind Ausschreitingen wohl ehr nicht zu verhindern, wenn sich solche Unmengen von Menschen irgendwo ansammeln.

Ja, es gibt wissenschaftliche Studien über die Wirkung von Musik. Die Hälfte davon sagt: "Metal macht agressiv", die andere "Metal beruhigt" – nun? Welche sind richtig?

Was ist an einem riskoreichem Leben auszusetzen?
Bevorzugen sie das Spießbürgerleben ohne Abwechslung und Nervenkitzel? – Tja, Herr Doktor... Nicht jeder bevorzugt das langweilige Leben, so wie sie.
Ich schreibe das nun hier so, ohne zu wissen was dieser Schmarrn von "(auto)agressiven Risikoverhalten" eigentlich heißen will...
Zudem ist jeder Mordfall gleich ein Beweis für die Zubehörigkeit zu einer kriminellen Szene?
Neid, Hass oder psychische Störungen sind keine Optionen?
 
Kommentar: Es gibt natürlich keine Statistik über sämtliche Gewaltmusiker; ebensowenig über sämtliche Konzerte. Deshalb sind die von mir genannten Größenordnungen nur die Spitze des Eisbergs; eben nur das, was ich als Einzelner zufällig gefunden habe.
Machen Sie die Gegenprobe mit klassischen Musikern! Ich habe schon mehrere Diskutanten dazu aufgefordert, aber niemand wollte diese Herausforderung annehmen. Sie werden da kaum mehr als zwanzig oder dreißig Beispiele finden, selbst wenn Sie den Zeitraum auf mehrere Jahrhunderte ausdehnen.
Dass die Hälfte der Studien sagt "Metal beruhigt" ist falsch. So gut wie alle haben negative Effekte oder zumindest Korrelationen nachgewiesen. Die beiden Sudien, auf die Sie sich berufen haben, waren in den Medien falsch interpretiert worden, wie ich bereits sagte.
Ich habe nicht behauptet, jeder Mordfall sei ein Beweis für die Zugehörigkeit zu einer kriminellen Szene. Aber wüssten Sie eine andere Erklärung dafür, dass Gewaltmusiker etwa 16mal so oft ermordet werden wie der Durchschnitt, selbst wenn man die hohe Mordrate der USA zugrundelegt? Tatsächlich handelt es sich mehrheitlich um Rapper, die von rivalisierenden Gangs, oder auch mal bei Schießereien mit der Polizei getötet werden.

A.J. hat am 05.02.2018 23:30:24 geschrieben :

Ich habe atypischen Autismus, oder – wie man es in zwischen so schön nennt – eine Autismus-Spektrumsstörung.
Im Klartext will das heißen, dass ich nur Bruchteile der großen Auswahl an autistischen Problemen habe. Und meine Probleme sind und waren in der Vergangenheit nie im sozialen oder emotionalen Bereich angesiedelt.

Vielleicht war eim Fußballspiel ein schlechtes Beispiel, auch wenn ich bezweiflen mag, dass ein Spiel zwei gegen zwei zwischen vier Freunden agressiver Sport sein soll.
Die in die Luft gestoßene Faust kann auch in jedweder Alltagssituation aufgeführt werden. Es ist vollkommen egal, wo,wann oder weshalb, denn es geht einzig und allein um die Geste – zum zweiten Mal...
Das Headbangen ist eine anerkannte Form des tanzens. Und wenn man mal ganz ehrlich ist, das einzige, was einem bei dem Gedränge vor der Bühne (ob nun agressiv oder eine Art Gruppenkuscheln) übrig bleibt.

Sie sagten, sie haben Ohren, um zu hören und Augen, um zu sehen... Nun, ich zweifle keines Wegs ihre Beobachtungsgabe an, bezweifle allerdings, dass man als bloßer, außen stehender Beobachter wohl oder übel solcherlei Dinge nur oberflächlich beurteilen kann.

A.J.
 
Kommentar: Es gibt hunderte von Konzerten mit aggressiven Ausschreitungen, die zu Verletzten und sogar Toten geführt haben; es gibt über tausend kriminelle Gewaltmusiker (soweit ich sie gefunden habe); es gibt Berichte von Hörern über die aggressiv machende Wirkung; es gibt Dutzende wissenschaftlicher Studien zur Wirkung von Musik und zu den Persönlichkeiten und Verhaltensweisen von Hörern je nach Musikpräferenz; es gibt die Tatsache, dass Gewaltmusiker eine drastisch reduzierte Lebenserwartung haben - aufgrund (auto)aggressiven Risikoverhaltens, aber auch aufgrund der Zugehörigkeit zu kriminellen Szenen (Mordfälle). Sie können ja einmal mit Ihrem "überdurchschnnittlich hohen Mathematik-Talent" ausrechnen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass es sich bei der Fülle von Daten und Fakten um Zufälle, Irrtümer und Falschinformationen handelt.   

123 hat am 05.02.2018 15:28:07 geschrieben :

123
Dieses Buch könnte möglicherweise für Sie interessant sein, falls Sie es nicht bereits kennen:

https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Alois-Melichar+Musik-in-der-Zwangsjacke-Zum-Versuch-der-Zerst%C3%B6rung-der-europ%C3%A4ischen-Musiktradition/id/A02h20Sp01ZZx
 
Kommentar: Danke! Ich kenne den Titel, habe dieses Buch aber noch nicht gelesen. Melichars "Schönberg und die Folgen" steht bei mir im Regal. 

A.J. hat am 04.02.2018 22:42:23 geschrieben :

Die Sache ist die Herr Doktor, dass ich nicht einmal von einem Spiel, welches man im Fernseher zu sehen bekommt, wobei sie nicht einmal zu wissen scheinen, dass ein Foul nicht mal zwangsläufig ein Gewaltakt sein muss, sondern auch ein Unfall sein kann.
Es kann genauso gut ein Spiel zwei gegen zwei zwischen vier Freunden auf einem öffentlichen Platz sein. Es geht mir nur um die Geste. Aber das scheinen sie nicht verstehen zu können, oder zu wollen.
Aber egal – die grundlegende frage, die ich mir stelle ist, wieso die Gesten und das Headbangen ihrer Meinung nach gewalttätig bzw. agressiv sein sollen? Und woher wollen sie bitte beurteilen können, wie agressiv die Stimmung auf einem Metal-Konzert sein soll?
 
Kommentar: Deshalb habe ich ausdrücklich geschrieben "vorsätzlich begangenen"! Und ich habe sehr wohl verstanden, was Sie meinten. Fußball ist eine aggressive Sportart, und die Gesten können auch dort Ausdruck von Aggression sein. 
Wo aggressive Musik gespielt wird, ist die Stimmung aggressiv. Ich habe Ohren, zu hören, und Augen, zu sehen. Die Mimik und Gestik von Menschen ist überall auf der Welt ähnlich. Sie sind Autist. Soweit ich informiert bin, haben diese Menschen Schwierigkeiten,Emotionen anhand von Stimme und Geichtsausdruck (und vielleicht auch Gestik) zu erkennen; das mag Ihre Frage erklären. Möglicherweise empfinden Sie deshalb auch Musik anders.

A.J. hat am 03.02.2018 22:04:29 geschrieben :

...
Ich sprach von den Fußballspielern,nich von deb Hooligans, welche nebenbei bemerkt Fußballspiele sowieso nur als Vorwand nutzen...
 
Kommentar: Nun, auch Fußballspieler verhalten sich aggressiv, wie man an vorsätzlich begangenen "Fouls" sieht.

A.J. hat am 02.02.2018 23:48:02 geschrieben :

Kommisch...
Vor einiger Zeit noch haben sie den, von @BK angegebenen Prozentsatz in den (bzw einen) Prozentwert umgerechnet, um trotz eines extrem geringen Prozentsatzes mit möglichst hohen Zahlen um sich zu werfen zu können...
Und wenn von 1000 gewalttätigen Personen 990 zu 10.000 Gewaltmusikhörern gehören (9,9%) und 10 zu 500 Klassik hörern (2%) dann IST das proportionale Zuordnung aus gleich zwei Gründen:
1. Weil innerhalb einer größeren Menge an Menschen auch logischerweise mehr Gewaltverbrechen stattfinden (hier also 10.000 "Gewaltmusik"- gegen 500 Klassik-Höhrer)
2. Weil sie EINE Musik (Klassik), mit VIELEN vergleichen... Das heißt, um nun wirklich aussagekräftige Zahlen zu bekommen, müssten sie nun ausrechnen,wie viel von diesen 990 Personen zu wievielen Metal-, Rock-, Hip Hop-, Pop- oder Techno-Höhrern gehören.
Aber nein, sie schmeißen alles außer Klassik in einen großen Pott und so verfälschen die Zahlen verschiedener Musikrichtungen einander.

Was die Gesten angeht:
Dem nach wäre auch das in die Höhe stoßen der Faust, aus Freude über ein – beispielsweise – gewonnenes Fußball-Spiel ein Zeichen von agressiver Stimmung??? Ist die selbe Geste...

A.J.
 
Kommentar: Dass es bei Fußballspielen aggressiv zugeht, ist ja wohl bekannt. Ohne das große Polizeiaufgebot gäbe es da wohl an jedem Spieltag einige Tote.

Sie fantasieren sich da etwas zusammen. Prozentzahlen sind immer Prozentzahlen; da ist es völlig egal, wie groß die ihnen zugrundeliegende Gesamtmenge ist. Wenn von 1.000 Gewaltmusikhörern 500 kriminell sind, von 100 Klassikhörern aber 10, dann sind das genauso 50 Prozent zu 10 Prozent wie bei 250 von 500 gegenüber 50 von 500.

Natürlich kann man "Gerwaltmusik" weiter differenzieren ("Klassik" übrigens auch, auch wenn das normalerweise nicht gemacht wird), und da gibt es dann auch Unterschiede. Aber auch das ändert nichts an der Tendenz insgesamt. 

BK hat am 02.02.2018 14:08:21 geschrieben :

nur mal so...Nachtrag
Mir wurde das Thema beim Lesen dieses Artikels wieder bewusst: http://www.zeit.de/2018/06/retif-de-la-bretonne-autobiografie-erotik-uebersetzung
 

BK hat am 02.02.2018 14:07:36 geschrieben :

Nur mal so...
...wie beurteilen Sie eigentlich das Massenphänomen erotisch - pornografischer Literatur zu Zeiten der Aufklärung und Klassik? Und das zu Hochzeiten der klassischen Musik.
Ich habe übrigens einige dieser Werke gelesen...da stehen Dinge drin, die selbst unter schlimmsten Gewaltmusikhörern verpönt sind.
 
Kommentar: War es ein "Massenphänomen"? Jedenfalls ist das nicht anders wie mit Kriminalität und Gewalt: Natürlich gab es das alles schon immer. Es ändert nichts daran, dass seit den 50er/60er Jahren ein Wertewandel stattgefunden hat, der soweit ich sehe auch von niemandem bestritten (wenn auch unterschiedlich bewertet) wird, und dass dieser entscheidend mit Gewaltmusik zu tun hat. Immerhin wurde früher solche erotische Literatur "unter dem Ladentisch" gehandelt, während Erotik und Sex heute ganz offen gehandelt und thematisiert werden, bis hinein in die Schulen und Kindergärten. Das wäre in vor-gewaltmusikalischer Zeit unvorstellbar gewesen.

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