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Beleidigungen lösche ich nicht, da sie Bestätigung meiner Thesen über Gewaltmusik und deren Hörer sind.
Man darf natürlich auch über andere Themen schreiben ...

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A.J. hat am 05.04.2018 10:12:12 geschrieben :

Wenn ich Zeit dafür aufwenden – oder ehr verschwenden – würd, würde ich als Privatperson beim befragen von Kollegen, Bekannten und Verwandten – und deren Verwandten und bekannten – locker auf um die Hundert Leute kommen, denen es so geht.

Schon wieder reden sie von Gewaltmusik, wenn es um den Menschen geht.... Hören sie auf mit diesem Schmarrn!
Der Musikgeschmack ist – oder sollte zumindest – nicht das erste sein, was sie von einem Menschen erfahren.

Aha, ich verstehe...
Ganz nach dem Moto: "Ich bin Wissenschaftler und sehe einen Zusammenhang"
Oder viel ehr: "Ich bin Wissenschaftler und MÖCHTE einen Zusammenhang sehen"

Prozentual betrachtet sinkt die Feindseligkeit bei Stille um 49,09%, bei Musik um 37,17%.
das ist ein Unterschied von Sage und Schreibe 11,92% und das ist....so gut wie nichts.
das ist grade mal etwas mehr als ein Zehntel – nicht mal ein Achtel. Das wären nämlich 12,5%.

Hmmmm... Interessant, wie sie extra nochmal erwähnen, dass die Leute Geld bekommen.... So als ob sie ohne nicht drann Teil genommen hätten...
außerdem habe ich es oft genug erlebt, um beurteilen zu können, dass es durchaus auch ein "halb-freiwillig" gibt.

"Feindselig" ist nicht gleich "agressiv". Sie sprechen von "Feindseligen Handlungen".
"Feindselig" entspricht ehr einer "feindseligen Haltung", welche eine Art "Schutzhaltung" entspricht, die dazu dient, gefährliche – oder zumindest unangenehme – Personen, Handlungen, Objekte etc pp – auf eine gesunde Distanz zu halten.
 
Kommentar: Die von Ihnen ausgerechneten 11,92 % sind Prozentpunkte, nicht Prozente. In Prozenten ausgedrückt ist die Reduktion der Feindseligkeit bei Musik um 24,28 Prozent geringer; das ist immerhin etwa ein Viertel. Im Alltag kann das auf das ganze Land und ein Jahr umgerechnet einen Unterschied von zehntausenden Straftaten machen.
"Feindselig" ist zumindest unterschwellig aggressiv. Ein feindselig gestimmter Mensch wird eher gewalttätig als ein friedlich gestimmter. Warum gibt es denn in bestimmten Jugendszenen so viel Gewalt? Weil in der feindseligen Stimmung schon ein "falscher" Blick als Provokation gewertet wird, weil man den anderen gleich als potenziellen Feind wahrnimmt.

Columba hat am 04.04.2018 12:45:22 geschrieben :

Also nee
Ach, in der klassischen Musik gibt es nur vier Emotionen, entsprechend den vier Temperamenten? Und die sind so codiert, dass nur der Eingeweihte sie wahrnehmen kann? Das ist jetzt nicht wirklich hilfreich, um normale Menschen zum Hören klassischer Musik zu bringen, oder?

Und mal ehrlich, warum soll eine veraltete Theorie wie die Humorenlehre für moderne Menschen notwendig sein müssen, um Musik oder eine andere Kunstform zu verstehen? Ist es da nicht verständlich, wenn jemand Musik hört, die direkt zu ihm spricht, ohne dass er irgendwelchen verstaubten Mist lernen muß, um erraten zu können, was der Autor, ähh Komponist, damit sagen will?

Ich kann ein Theaterstück von Shakespeare anschauen oder einen Roman von Goethe lesen und daraus etwas mitnehmen, ohne die Weltanschauung in deren Zeit zu kennen. Ich kann die Mona Lisa betrachten und mich an ihrem Lächeln freuen. Aber für Musik brauche ich extra eine Erklärung, woran ich erkenne, was der Autor mir sagen will, damit ich sie decodieren kann?

Sie sagen, dass Sie auf eine Arie, in der eine Person eine andere zum Mord auffordert, mit "Begeisterung und positive[r] Aktivierung" reagieren? Im Ernst? Die Königin der Nacht fordert Pamina zum Mord an Sarastro auf und gibt ihr sogar ein Messer, und Sie sind begeistert und positiv aktiviert? Und da wagen Sie es zu kritisieren, dass irgendjemand Gangsta Rap toll findet? Ein Esel schimpft den andren Langohr, kann ich da nur sagen.
 
 
Kommentar: Sie drehen mir wieder die Worte herum. Ich habe von GRUNDaffekten gesprochen. Und ich habe nicht gesagt, "dass nur der Eingeweihte sie wahrnehmen kann". Selbstverständlich kann sie jeder normale Mensch wahrnehmen. Sie haben danach gefragt, woran der Hörer die Emotionen erkennt. Wie soll ich darauf antworten, wenn nicht, indem ich die musikalischen Paramenter nenne, an denen man die Emotionen erkennen kann? Das heißt nicht, dass der Hörer auch in der Lage sein müsste, diese Parameter zu benennen. Gerade WEIL Musik so unmittelbar wirkt, kann sie schon Kinder, die keinerlei musiktheoretische Kenntnisse haben, beeinflussen. Das wiederum macht aggressive Musik so gefährlich.
Was empfinden Sie denn bei der "Königin der Nacht"? Wut? Trauer? Dass ich mich dabei "positiv aktiviert" fühle - und das dürfte für die meisten Hörer gelten. die klassische Musik mögen -, liegt daran, dass die Musik wichtiger ist als der Text. Abgesehen davon weiß ich, dass die Königin am Ende bestraft wird, dass das Böse in der Oper auch böse genannt wird, während es in Rap oder Metal meist verharmlost oder gar verherrlicht wird. Aber primär wirkt die Musik, nicht der Text - das ist es, was ich immer wieder sage.

A.J. hat am 04.04.2018 08:56:41 geschrieben :

Es ist hoffentlich nicht ihr Ernst, dass sie eine Kunstform wie Musik mit einer Lungenschäden verursachenden Droge und dem Umstand, dass der Mensch in einem rücksichtslosen Egotrip die Natur vergiftet, vergleichen....

Ich bin froh, dass sie nach den positiven Aspekten fragen.
In ihrem Text "was sie über Heavy Metal wissen sollten" thematisieren sie Personen die sich (angeblich auf Grund des Musikkonsums) selbst umgebracht haben. Und was ist mit den unzähligen Menschen, für die diese Musik lange Zeit der einzige Grund war, sich solchen Freitodgedanken nicht hin zu geben? Die diese sogar später komplett ablegten, auch wenn dies letztendlich nicht zwangsläufig (nur) der Musik zu verdanken ist.
Aber natürlich stolpern sie bei ihrer "Recherche" natürlich nicht auf sowas, da solche Leute den Schlagzeilen geilen Medien vollkommen egal sind, so lange sie nicht den Freitod – oder den Selbstmord – wählen. Aber wenn sich dann einer umbringt und dabei "Freund Hein" von der Dark Metal Mantus hört dann ist diese böse Metal-Musik schuld, nur weil es in diesem Text ums Sterben geht....

Wenn sie Menschen nach ihrem Handeln beurteilen, wieso sind sie dann so darauf erpicht, alle nicht-klassische Musik aus der Welt zu verbannen?
Und wenn der Sänger der Black Metal-Band XY jemanden vergewaltigt und umbringt (als Extrembeispiel), dann ist er natürlich menschlich das letzte. Aber macht ihn das als Künstler und seine Musik als das, was er schaft gleich eben so schlecht?

Ich zitiere aus ihrem Kommentar zu einem meiner Beiträge:
–Feindseligkeit ("hostility") hat sich jedoch, genau wie ich referiert habe, unter Musikbeschallung weniger reduziert als unter Stille. SIe sank auf der "Positive and Negative Affect Scale" (PANAS) bei Stille von 2.25 auf 1.15, bei Musikbeschallung von 2.26 auf 1.42.–
Sie können mir nicht erzählen, dass das irgendwelche Prozentzahl sind....
Allerdings ist mir aufgefallen, dass sie in diesem Zusammenhang nicht einmal von etwas zwangsläufig negativen reden.
Immerhin ist Feindseligkeit etwas, dass den Menschen beim überleben hilft. Und ich kann die Leute sogar verstehen. Ich wäre den Leuten gegenüber auch ziemlich feindselig, wenn sie mich irgendwelchen Psycho-Experimenten basierend auf meinen Musikgeschmak unterziehen....
 
Kommentar: SIe haben ja sicherlich Belege dafür, dass Menschen durch (Gewalt-)Musik vom Selbstmord abgehalten wurden!?

=12px"Wenn sie Menschen nach ihrem Handeln beurteilen, wieso sind sie dann so darauf erpicht, alle nicht-klassische Musik aus der Welt zu verbannen?"
Weil es keine Möglichkeit gibt, festzustellen, wer diejenigen sind, die durch Gewaltmusik nicht negativ beeinflusst werden (falls es das überhaupt gibt); und wenn man es feststellten könnte: Wie könnte man dann sicherstellen dass nur diese die Musik hören?

"Aber macht ihn das als Künstler und seine Musik als das, was er schaft gleich eben so schlecht?"
Nein, es ist natürlich umgekehrt. Wenn Gewaltmusiker besonders häufig Verbrechen begehen, dann ist das ein Indiz dafür, dass es etwas mit der Musik zu tun hat.

Ja, im Falle dieser Studie sind es keine Prozentzahlen. Allerdings kann man in Prozentzahlen ausdrücken, um wie viel die Feindseligkeit gesunken ist. Insofern spielen sie auch hier eine Rolle. Meistens geht es darum, wieviel Prozent einer Hörergruppe diese oder jene Angaben macht oder dieses oder jenes Verhalten zeigt. Die PANAS und andere Skalen wurden von Psychologen entwickelt und sind zumindest im Vergleich durchaus aussagekräftig. Das ist ähnlich wie mit Intelligenztests. Man mag darüber streiten, was "die Intelligenz" ist, und man könnte sich auch andere Tests ausdenken; aber wenn alle den gleichen Test machen bzw. den gleichen Fragebogen ausfüllen, kann man vergleichende Aussagen machen: Diese Person ist intelligenter als jene, diese ist aggressiver als jene. 

Ihr letzter Satz geht völlig an der Sache vorbei. Die Menschen nehmen natürlich freiwillig an den Experimenten teil und bekommen dafür auch ein wenig Geld.

Feindseligkeit ist etwas Positives, weil es beim Überleben hilft? Ja, in der Gang-Welt der Rapper vielleicht. Wer angegriffen wird, reagiert von selbst feindselig; das muss man nicht durch aggressive Musik trainieren. Die Grundhaltung der Feindseligkeit ist das Problem, warum es so viel Gewalt gibt. "Was guckst du?"

Columba hat am 03.04.2018 15:50:15 geschrieben :

Wut in der klassischen Musik
Ich habe versucht, ein Beispiel für Wut in der klassischen Musik zu finden. Viele wütende Figuren sind leider komische Figuren (etwa Osmin in der Entführung aus dem Serail). Mir fällt da als ernste Figur die Königin der Nacht in der Zauberflöte ein. Ich denke, wir können davon ausgehen, dass diese wütend ist, weil Sarastro ihre Tochter entführt hat, oder? Sie singt eine Arie "Der Hölle Rache".
Wird in dieser Arie Wut ausgedrückt? Wenn ja, woran erkennt der Klassikhörer das? Also rein musikalisch? Ohne dass er das Programmheft gelesen hat?
Was bewirkt das Hören diese Arie bei einem Klassikhörer? Was fühlt dieser beim und nach dem Hören?
 
Kommentar: Vereinfacht gesagt gibt es in der Musik vier Grundaffekte, die man mit den vier Temperamenten in Beziehung setzen kann:

Freude - sanguinisch. Musik: Dur, schnell, laut.
Trauer - melancholisch. Musik: Moll, langsam, leise.
Mäßigung, Zufriedenheit - phlegmatisch: Musik: Dur, langsam, leise.
Wut - cholerisch. Musik: Moll, schnell, laut.

Im Grunde kann man also aus nur drei musikalischen Parametern ablesen bzw. heraushören, welchen Grundaffekt die Musik darstellt. Ein geschickter Komponist kann hier auch Dur und Moll vertauschen, aber das kommt eher selten vor.
Und doch ist ein himmelweiter Unterschied zwischen der von Ihnen genannten Arie und einem aggressiven Stück populärer Musik. Wenn dem nicht so wäre, könnten ja alle Klassik hören und wären glücklich damit.

Wie sich "der" Klassikhörer dabei fühlt, kann ich natürlich nicht sagen. Weil klassische Musik offenbar keinen Schaden anrichtet, habe ich nach entsprechenden Studien nicht gesucht. Viele wird es wohl nicht geben, zumal es immer schwierig ist, Emotionen zu verbalisieren und das dann auch noch zu kategorisieren. Was mich betrifft, kann ich nur sagen, dass diese Arie mich nicht aggressiv macht und eher so etwas wie Begeisterung und positive Aktivierung auslöst.

A.J: wird jetzt vermutlich sagen, dass ihm das mit Metal genauso geht. Aber weil sich eben solche subjektiven Aussagen nicht objektivieren lassen, sind Studien nötig, die tatsächliche statistische Unterschiede in Einstellungen und Verhalten von Hörergruppen aufzeigen. Und wenn Musiker Schlagzeilen wegen Drogenkonsum, Gewalt oder anderer Verbrechen machen, sind es fast immer Gewaltmusiker.

Andreas hat am 03.04.2018 11:28:16 geschrieben :

.
Musiknazi - herrlich, passt wie die Faust aufs Auge (Vorsicht: Gewalt).
Herr Dr. M. ist allerdings wohl nicht so recht in Osterstimmung, wenn man mal seine Postingvorlieben bei Facebook (wie ordinär!!) verfolgt. Hoffentlich leidet nicht das musikalische Können mal darunter...
So, jetzt geh ich mir einen Traditionshasen kaufen aus dem Restangebot.
 

A.J. hat am 03.04.2018 08:56:41 geschrieben :

Die "Nazikeule", wie sie es nennen, wurzelt in der Art und Weise, wie sie argumtieren:
Die negativen Aspekte einer Sache hervorheben, während man die positiven einfach ignoriert und bei Seite schiebt – eine Vorangehensweise, die der Nazi-Propaganda nicht nur sehr ähnlich, sondern nahe zu identisch ist.


Natürlich haben Wissenschaften ihre Daseinsberechtigung.
Ich selber interessiere mich für, und befasse mich mit einigen davon.
Allerdings bin ich der Überzeugung, dass Musik ein Art der Kunst, und keine Wissenschaft zu sein hat. (das sagt der Metaller dem Klassikhörer... Merken Sie was?)
Ebenso sollte man Menschen nicht nach irgendwelchen Zahlen, die irgendein Wissenschaftler in irgendeiner Studie auf Grund ihres Musikgeschmacks verurteilen, wie sie es tun, sondern nach ihrem Handeln als Mensch.
Darauf bezog ich mich im übrigen auch mit meiner Aussage über die menschlichen Sinne und nicht (primär) auf Musik. Was das angeht bezweifle ich auch stark, dass sie sich (außerhalb der "Gewaltmusik"-Debatte) einmal intensiv mit mehreren Metaller/ine/n unterhalten haben. Daher können ihre Sinne ihnen auch nicht viel zu dem Thema sagen....

Bezüglich der Studie haben sie – bitte verzeihen sie mir diese direkte Wortwahl – einen Scheiß bewiesen.
Alles, was Sie getan haben ist eine Gegenbehauptung auf zu stellen und diese mit irgendwelchen Zahlen zu begründen...
Wobei ich mich Frage, wie man Emotionen in Zahlen messen will/kann. Das ist ja der Grund, weshalb ich sagte, dass ihre Aussage gegen die der vier Webseiten steht.
 
Kommentar: Ich schreibe über die Gefahren populärer Musik, so wie andere über die Gefahren des Rauchens oder von Umweltgiften schreiben. Erwarten Sie von denen auch, dass die die "positiven Aspekte" hervorheben? Und was sollen schon diese positiven Aspekte bei Gewaltmusik sein? Dass sie vielen Leuten gefällt? Darauf muss ja nu wirklich nicht erst hingewiesen werden! Außerdem ist selbst das in diesem Fall negativ, weil es eben zum massenhaften Konsum mit den bekannten Folgen führt.
Wieder eine falsche Unterstellung: Ich verurteile Menschen nicht aufgrund ihres Muikgeschmacks, sondern wegen ihres Handelns. Es verhält sich nur so, dass ein statistischer Zusammenhang zwischen Musikgeschmack und Handeln besteht.
Wenn Sie die Zahlen nicht gelten lassen, dann muss das auch für die angeblichen "positiven" Studienergebnisse gelten (wenn sie denn positiv wären). Die Zahlen, um die es geht, sind in der Regel Prozentzahlen. Sie messen nicht die Emotionen, sondern Unterschiede vor und nach dem Musikhören oder beschreiben Unterschiede zwischen Hörergruppen.

A.J. hat am 02.04.2018 09:08:54 geschrieben :

Ich muss mich nicht mit irgendwelchen Studien befassen.... Ich habe sieben, einwandfreie Sinne und ein sehr gut funktionierendes Gehirn, mit denen ich eigene Bilder von einer Musik und ihrer Wirkung auf mich und mein Umfeld machen kann.
Da brauche ich nicht die Zahlen irgendwelcher Studien, die erstens nur einenen Bruchteil der Hörer abdeckt und zweitens durch einige Individuuen runter gezogen werden können.

Ihre Aussage war, dass die Symptome einer Panikattacke "die natürliche Reaktion eines friedliebenden Menschen" sei.
Das heißt, dass Personen, die beim Konsum von "Gewaltmusik" diese Symptome nicht bekommen entweder nicht friedliebend sind, oder aber, ihr Verstand nicht richtig funktioniert. Und jetzt brauchen sie nicht zu behaupten, ich würde ihre Texte "nur oberflächlich lesen", denn dies ist der Kern dieser Aussage.

Außerdem sind sie das, was man im allgemeinem als Musiknazi bezeichnet.
Sie picken sich aus Studien, Aussagen und so weiter und so fort, exakt das heraus, was sie zur Berstärkung ihrer These benötigen, dichten sich noch ein wenig was dazu und ignorieren die positiven Aspekte einfach. Sie sagten ja selbst einmal, dass diese positiven Aspekte nicht das sind, was in ihrer These wichtig ist.
Ich möchte noch einmal auf die Studie der School of Psychology der University of Queensland (Sharman/Dingle) eingehen, denn so wie ich das sehe, steht ihre Aussage, dass diese "falsch ausgelegt" wurde gegen die von (mindestens) vier Internetseiten, die die durchweg positive Wirkung des Metal beschreiben. Dass diese Seiten nun voneinander abschreiben, wie sie behaupten, wage ich zu bezweifeln.
 
Kommentar: =12px"was man im allgemeinem als Musiknazi bezeichnet" - Diese Bezeichnung höre ich zum ersten Mal. Aber klar, die Nazikeule fehlte noch in Ihrer "Argumentation". Wenn man nach Ihnen geht, kann man also die Wissenschaft abschaffen, die menschlichen Sinne genügen. Allerdings sagen mir meine Sinne etwas ganz anderes als Ihre Sinne Ihnen sagen. Und nun? 
Ich "picke" mir nichts heraus, sondern die Studien sind so, wie sie sind. Während ich mich bei der Arbeit an meinem Buch bemüht habe, alle Studien zu verwerten, die ich finden konnte, haben Sie sich gerade mal zwei "herausgepickt", und ich konnte nachweisen, dass Sie dabei auf falsche Interpretationen hereingefallen sind. Trotzdem führen Sie wieder eine davon ins Feld. Ich habe diese wie auch Dutzende andere im Original gelesen. Und Sie? Aber nein, Sie brauchen das ja nicht, weil Sie sowieso schon alles wissen!

Columba hat am 30.03.2018 13:38:06 geschrieben :

Emotionen
Ein Schauspieler muss eine Emotion nicht fühlen, um sie überzeugend darstellen zu können. Selbst Method Actors tun das nicht auf die Art und in dem Maße, wie Sie sich das vorstellen. Das wäre auf der Bühne auch gar nicht machbar.

Sie nehmen immer noch die Soundbites ernst, die Musiker in Interviews von sich geben? Wann werden Sie Dinge wie Ironie, Übertreibung oder Marketing verstehen? Niemals?

Aber zurück zum Thema. Warum meinen Sie, dass ein Populärmusiker beim Singen oder Spielen Wut verspüren kann, aber nicht Trauer (beim Singen oder Spielen eines traurigen Liedes)?

Und kann ein klassischer Sänger beim Singen Emotionen verspüren oder nicht? Oder kann er es, darf es aber nicht?

Wut ist übrigens ein ganz normales Gefühl, da ist per se nichts Schlimmes dabei. Es ist normal, in bestimmten Situationen wütend zu werden, das gehört zum Menschsein dazu. Ich frage mich, warum Sie es so wichtig finden, Wut nicht auszudrücken, und wo Sie das gelernt haben.
 
Kommentar: Auch das habe ich schon gesagt: Ob die Musiker ernst meinen, was sie sagen, ist zweitrangig. Entscheidend ist, dass viele Hörer es ernstnehmen. Abgesehen davon zeigt ja das tatsächliche Verhalten der Musiker, was sie vertreten.
Wieder unterstellen Sie mir etwas, was ich nicht geschrieben habe: Natürlich ist es möglich, dass auch Gewaltmusiker Trauer empfinden. Vielleicht handelt es sich dann um ein nicht aggressives Stück, das man nicht als Gewaltmusik bezeichnen kann.
Und natürlich kann auch ein klassischer Musiker beim Singen Emotionen verspüren. Aber wer Hass und Wut wirklich empfindet, würde kaum kontrolliert und schön singen können, wie es klassische Musik erfordert.
Und noch eine falsche Unterstellung: Wo habe ich gesagt, man solle Wut nicht ausdrücken, auch nicht "in bestimmten Situationen"? Ich meine lediglich, dass Kunst im weitesten Sinn und die Bühne nicht der richtige Ort dafür sind; dass Wut und Hass nicht kultiviert und zum ästhetischen Prinzip erhoben werden sollen; dass man vermeiden soll, solche Emotionen bei den Hörern hervorzurufen, weil das nur zu Schlechtem führen kann.

Columba hat am 29.03.2018 16:17:45 geschrieben :

Emotionen
Aggression ist keine Emotion. Wut wäre das nächste. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Grundgef%C3%BChl
Aggression ist ein Verhalten.
Wenn ein Populärmusik-Sänger keine Trauer fühlt beim Singen eines traurigen Liedes, warum sollte er dann Wut fühlen? Sie behaupten ja, dass das z.B. bei einem Rocksänger der Fall sein, nicht aber bei einem klassischen Sänger. Und damit Sie nicht behaupten, Sie hätten das nicht gesagt - Sie schreiben in Ihrer Antwort an A.J. vom 23.3.:
"Ein klassischer Sänger, der Wut darstellen muss, der spielt es wie ein Schauspieler. Ein Gewaltmusiker ist dabei selbst wütend"
Zur schauspielerischen Leistung von Opernsängern möchte ich hier jetzt nichts sagen, außer dass diese meist eher dürftig ist und sich auf Augenrollen, verkrampftes Lächeln und Mit-den-Armen-Wedeln beschränkt.
 
 
Kommentar: Sie schreiben selbst, dass die schauspielerischen Leistungen von klassischen Sängern bisweilen zu wünschen übrig lassen. Gewaltmusiker stellen Wut dagegen sehr überzeugend dar - weil sie sie offenbar fühlen. Ich zitiere da immer gerne Dee Snyder von Twisted Sister, der auf die Frage, wie er sich für ein Konzert vorbereite, antwortete: „I think about things I hate.”
Aber selbst wenn es nur gespielt wäre: Der klangliche Ausdruck ist aggressiv, und das überträgt sich auf die Zuhörer. So funktioniert Musik. 
  

A.J. hat am 28.03.2018 08:45:29 geschrieben :

...
Moment mal....
Ich habe meinen ersten Eintrag hier in der Absicht einer friedlichen Diskussion ein gestellt, war freundlich – ja ich möchte sagen höflich – und wenn ich einmal "unfreundlich" gewesen war, dann habe ich es (absichtlich und Wahrheit gemäß) so formuliert, dass es ein Eindruck ist, den ich in diesem Moment von ihnen habe (Wortwahlen wie "anscheinend", "ich habe den Eindruck", "es scheint, als..." etc pp...) Eindrücke über sie, die zu ändern ich zu jedem Zeitpunkt bereit war, hätten sie den etwas dazu getan.

Sie, im Gegensatz dazu, haben praktisch gleich zu Beginn einen äußerst arroganten, abwertenden, beleidigenden, uneinsichtigen und kompromisslosen Charakter an den Tag gelegt – oder zumindest einen solchen Eindruck auf mich gemacht, einen Eindruck, den sie – wie bereits erwähnt – des öfteren verbessern hätten können, auf den ich sie des öfteren gar angesprochen hatte.
Und wenn ich in neueren Beiträgen unfreundlich gewesen bin, liegt dies an einem ungeschriebenem Gesetz der zwischenmenschlichen Konversation welches da sagt: "wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es hinaus"

Und ja, vielleicht war meine Wortwahl "Wehleidigkeit" etwas überzogen – dafür entschuldige ich mich.
Dennoch sind ihre "Symptome wie bei einer Panikattacke", die SIE beim hören von "Gewaltmusik" empfinden, bzw die bei ihnen auftreten, äußerst selten. Sie allerdings schlussfolgern von sich auf andere und sind der Auffassung, dass jeder "gesunde" oder "normal tickende" Mensch genau so empfinden muss.
Warum sehen sie nicht ein, dass es auch "gesunde" und friedliebende Menschen gibt, die trotzdem Metal, Rock, Hip Hop oder Techno hören?
 
Kommentar: Der Punkt ist, dass Sie und die anderen kritischen Schreiber hier sich nie ernsthaft und intensiv mit bisherigen Forschungen zur Wirkung von Musik befasst haben, während ich das bereits seit 16 Jahren mache. Dennoch treten SIe auf, als wüssten Sie ganz genau Bescheid und ziehen meine Arbeit und damit auch die vieler anderer Wissenschaftler, auf deren Ergebnisse ich mich stütze, ins Lächerliche.
Hinzu kommt eine Oberflächlichkeit in der Lektüre meiner Texte, die zu falschen Unterstellungen führt, wie auch jetzt wieder in Ihrem letzten Satz: Nie habe ich behauptet, dass es keine friedliebenden Menschen gibt, die Metal oder Rock hören. Ich schreibe über Wirkungen im allgemeinen, über statistische Effekte. Auch hier passt der Vergleich mit dem Rauchen: Es gibt einzelne Menschen, denen es nicht erkennbar schadet, aber dennoch ist es gefährlich und führt im Durchschnitt zu einer erheblichen Verkürzung der Lebenserwartung. Das ist statistisch ebenso nachgewiesen wie die aggressiv machende Wirkung aggressiver Musik, oder wie die Tatsache, dass auch Gewaltmusiker eine erheblich reduzierte Lebenserwartung haben. So gesehen ist das Betreiben von Gewaltmusik (zu Hörern gibt es keine Unteersuchungen zur Lebenserwartung) sogar noch gefährlicher als Rauchen!

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