Gästebuch

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Beleidigungen lösche ich nicht, da sie Bestätigung meiner Thesen über Gewaltmusik und deren Hörer sind.
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Columba hat am 19.03.2018 16:14:14 geschrieben :

Heidenröslein und Forelle
Danke an A.J. für die detaillierte Interpretation.

Man kann auch das Lied von der Forelle als die Verführung eines unschuldigen Mädchens interpretieren. Der Text gibt das her. Schubert hat hier die sehr eindeutige Schlußstrophe des Textes nicht vertont, das war ihm wohl zu gewagt. Sooo unschuldig war der Schubert also nicht. Das zeitgenössische Publikum dürfte hier durchaus die Doppeldeutgkeit verstanden haben, gerade die, die den kompletten Text kannten. Im Musikunterricht wird man heutzutage aber nur damit genervt, sich anhören zu müssen, wie toll das Wassergeblubber auf dem Klavier nachgeahmt wird. (Warum ist das noch mal toll? Habe ich vergessen, war aber so.)

Herr Miehling, jetzt erklären Sie mal, warum die eindeutigen Texte eines Rappers oder Metallers so viel schlimmer sind. Wenn ich jetzt beim Schubert einen Schlagzeuger mitspielen lassen, werden die Lieder dann schlimmer? Wenn ja, warum?

Und bitte erklären Sie auch, warum das langsame und quälende Zu-Tode-Tanzen eine bessere Todesart ist als eine schnelle Hinrichtung. Weil es auf der Bühne wunderschön aussieht? Weil der Komponist das ganz toll vertonen kann?
 
Kommentar: Abgesehen davon, dass Schubert die 4. Str. der "Forelle" ja gerade nicht vetont hat, ist sie eine Warnung an junge Mädchen; das Gedicht bekommt dadurch also einen moralischen Charakter und keinen unmoralischen! - Übrigens könnte man das "Heidenröslein" auch als Moralgedicht sehen, wenn man unbedingt die sexuelle Parallele ziehen will.

Wenn Sie sich wirklich mt meinen Texten befasst hätten, bräuchten Sie die Frage nach dem Schlagzeug nicht zu stellen. Meine Thesee basiert grundlegend darauf, dass weniger die Komposition als vielmehr die klangliche Umsetzung eine Musik zu Gewaltmusik macht.

Beim "Sacre" ist das Zu-Tode-Tanzen eine Selbsttötung, die als freiwiliges Opfer an die Götter verstanden werden kann. Da sehe ich schon einen Unterschied zu einer gewaltsamen Hinrichtung. Hinzu kommt der (fast schon prä-)historische Kontext, während die Gewalt z.B. im Rap ausdrücklich auf das Hier und Heute und die (angestrebte) Lebenswelt der Hörer abzielt.

A.J. hat am 18.03.2018 09:14:05 geschrieben :

Natürlich ist Musik selbst nicht gewalttätig. Aber das behauptet man von nicht gewaltfreien Medien ja im allgemeinen nicht.
Gewaltfrei bedeutet in diesem Kontext für gewöhnlich, dass das Medium keine Gewalt darstellt.
Dass sie nicht verstehen, wie agressiv und gewaltfrei zusammen passen, beweist mir, wie sehr ihr Hirn aufs Schubladen- oder ehr noch Schwarz/Weiß-Denken angewiesen zu sein scheind.
Für einen angeblich promovierten Wissenschaftler scheint es ihnen ungewöhnlich schwer zu fallen, in ihrer eigenen Muttersprache verfasste Worte zu verstehen. Schließlich ist "im Kern gewaltfrei" nichts, wo man viel hineininterpretieren müsste:
die Aussage ist im Klartext, dass Metal im Grunde gewaltfreie (was, wie wir gelernt haben "nicht Gewalt darstellend" heißt), wobei man mit dem Rundherum (als Gegensatz zum "Kern") – sprich Texte, Artworks, Nutzung bestimmter Klangbilder – durchaus Gewaltdarstellung hinein bringen kann.
Wo bei man deutlich zwischen Gewaltdarstellung und Gewaltverherrlichung unterscheiden muss.
Die allermeisten Metalsongs, die Gewalt darstellen glorifizieren dies nämlich keineswegs, sondern stellen eine gewaltsame (zuweilen auf Tatsachen basierende) Geschichte da oder stellen gar starke Kritik an solcherlei Handlung da.
Wird Gewalt im Metal doch einmal verherrlicht, geschied dies (wie um übrigen mit dem Satanismus) zu meist auf Grund eines Images. Leute, die solche Texte wahr, ernst oder gar als Inspiration für reale Gewaltakte nehmen werden von den allermeisten Black und Death Metallern kritisch bis abwertend, auf jeden fall aber schräg angeschaut und haben laut Aussagen der Bandmitglieder die Musik nicht verstanden und falsch interpretiert.

Und nun will ich mal auf ihre Kommentare zu der von @Columba eingehen:

Zu "Freischütz":
Sie glauben, der Tod eines Satanisten hält Leute davon ab, den Satanismus zuleben?
Dieser Schlag von Leuten opfert sich gerne für ihren "Herren", sehen dies zuweilen gar als Ehre an. Da ist der Tod eines Satanisten als "Warnung" recht unangebracht.

zu "Sacre"
Sich "zu Tode tanzen" ist in gewisser Weise wesentlich schrecklicher als die allgemeine Opfertötung, welche – wenn gleich recht blutig – einen schnellen, schmerzfreien Tod darstellt, während bei "sich zu Tode tanzen" davon aus zugehen ist, dass dies ein Art Folter, zumindest aber Todesqual darstellt – was psychesch wesentlich schlimmer als ersteres ist.

Zu "Heideröslein"
Auch ich erkenne hier die Thematik der Vergewaltigung.
Dies hat keines Wegs mit einer "schmutzigen Fantasie" (was auch immer sie als solche bezeichnen) zu tun, sondern mit Textverständnis und der Fähigkeit, zwischen de Zeilen lesen, bzw hinter die Dichtkunst blicken, zu können (was man in der Mittelalter- und Gothic-Szene mit der Zeit lernt).
Allein die Tatsache das Göhte ihrer Meinung nach nur "von einer Rose" spricht, beweist, wie sehr sie nicht in der Lage sind, Texte zu interpretieren oder zu verstehen.

In der so genannten "Blumensprache" symbolisiert die Rose jemanden, für den man ein romantisches oder rein sexuelles Interesse hegt.
- "So jung und morgenschön" ist (ziemlich offensichtlich) eine Umschreibung der Jungfräulichkeit. Der Morgen eines Menschen ist die Kindheit, die Zeit im Leben, in der man unschuldig ist.
- "sah's mit vielen Freuden" und dies ist nun, in Anbetracht der bisherigen Textanalyse sehr sexuell. Sehr nette Umschreibung für "lüsternd anstarrn".
- "Knabe sprach: ich breche dich" nun... Ich wüßte auch ohne den bisherigen Text nicht, was ich davon halten soll... "pflückt" man Blumen nicht ehr? Und ja, ich weiß, dass sich Rosen pflücken als schwierig erweisen könnte. Denn noch sind Rosen in der Lyrik Blumen und Blumen pflückt man. Somit wäre "pflücken" lyrisch gesehen die bessere Wahl gewesen, es seiden man "bricht" den Willen und/oder den Körper einer als "Rose" umschriebenen Person.
- "Röslein sprach: ich steche dich, / dass du ewig denkst an mich" ich musste hier grade zwei Zeilen zusammen fassen, da sie zusammen interpretiert gehören (Schlagwort "aus dem Kontext gerissene Zeile). Und zusammen beschreiben sie ein Vergewaltigungsszenario das tausendfach in diversen Medien und Kunstformen dargestellt wird und wurde: der Täter vergreift sich an sein Opfer, dieses wehrt sich und fügt ihm eine zumeist bleibende, zumindest aber so schmerzhafte Wunde zu, dass er sie nicht vergisst bzw "nie vergisst"
- "und ich wills nicht leiden" interpretiere ich so, das sie (die "Rose") nicht bereuen wird, was er (der "Knabe") ihr quasi als Strafe als nächstes antun wird.
- "und der wilde Knabe brach's Röslein auf der Heiden" Hier wird wieder einmal klar, worum es in diesem Text WIRKLICH geht. Den wieso sollte der Knabe, der bis dato sehr ruhig, ja man möchte – ignoriert man die Thematik des Textes – friedlich war, beim "brechen einer Rose" im Sinne von pflücken einer Blume auf einmal "wild" werden? Das macht nicht nur keinen Sinn, sonder wäre auch ein Widerspruch innerhalb des Textes. In einer Vergewaltigungsszene macht es allerdings Sinn: der Täter will endlich wonach ihm (wortwörtlich) lüstet und wird durch die Wahrhaftigkeit des Opfers wilder und brutaler. Auch dies wurde bereits oft in verschiedebster Form dargestellt.
– "Röslein wehrte sich stach, half ihm doch kein Weh und Ach, musste es eben leiden" das "Röslein stach" (das Opfer wehrte sich) also wurde der "Knabe" (der Täter) in seinem Tun (wie eine Zeile zuvor beschreiben) wilder und brutaler – ja sogar grausamer, so grausam, dass die Rose (das Opfer) "eben leiden musste" oder aber dem Täter ist (wie so oft) egal, ob das Opfer will oder nicht, er nimmt sich einfach, was er will, und wenn das heißt, dass sie leidet, ist es ihm egal. "half ihm doch kein weh und ach" will hier wohl in etwa bedeuten, dass der Täter sich vom Flehen und Betteln seines Opfers nicht erbarmen ließ (was diese Zeile ja im allgemein heißt).
*bemerkenswert wäre möglicherweise noch, dass das Heidekraut (welches dem Namen entsprechend mit dem Röslein auf der Heide zu finden sein durfter) ein sorgenfreies, unbeschwertes Leben symbolisiert, womit die Tatsache, das die Rose auf einer Heide wächst, den Lebensumstand des im Text durch die Rose symbolisierte Opfer umschreibt das "brechen der Rose" (Entfernen von der Heide) kann so auch noch den Verlust der Sorgenfreiheit und der Unbeschwertheit des Opfers darstellen.
Das Heideröslein beschreibt also (im wahrsten Sinne des Wortes) durch die Blume gesprochen, eine Vergewaltigung, die das Leben des Opfers von Grund auf zerstört.

Dies ist eine vernünftige Textanalyse, wie sie sie ja offensichtlich nich an den Tag Legen können oder wollen – immerhin zitieren sie nur stumpf irgendwelche Textausschnitte, die zu ihrer These passen, ohne auf Deutung und Symbolik ein zu gehen.
Bin gespannt wie sie das "Heideröslein" nun in ein weniger destruktives Licht rücken wollen...

- A.J.
 
Kommentar: Goethe verwendet "breche" statt "pflücke" wegen des Reims zu "steche" - ganz einfach! Außerdem ist "brechen" für "pflücken" im 18. Jh. nicht ungewöhnlich. Vgl. aus dem Text zu Bachs Johannespassion: "du kannst viel süße Frucht von seiner Wermut brechen". Da werden Sie ja wohl keine Vergewaltigung unterstellen!
Aber wir diskutieren hier ja über Musik. Also hören Sie, wie Schubert das Lied vertont hat: Klingt das nach Vergewaltigung? Schubert hat es offenbar nicht so verstanden. Ich meine, wir neigen heute zu sehr dazu, alte Texte aus unserer Zeit heraus zu verstehen bzw, verstehen zu wollen - man denke nur an die modernen Operninszenierungen! Aber selbst WENN Goethe an eine Vergewaltigung gedacht hätte: In Schuberts Vertonung und zweifellos auch in anderen Vertonungen des Liedes ist davon nichts zu spüren.
Als nächstes werden Sie natürlich mit tatsächlichen Vergerwaltigungen oder anderen Gewalttaten in klassischer Musik kommen: Ja, natürlich gibt es das! Aber wie gesagt: Es kommt auf den inhaltlichen Kontext und auf die Art der Vertonung an. Deshalb ist es auch zweitrangig, wie Metalgruppen ihre Texte angeblich "meinen". Es sind viele Fälle dokumientiert, in denen Metal-Musik direkt zu Straftaten angeregt hat. Metal und Rap stehen hier ganz vorne. Schuberts/Goethes "Heidenröslein" wird bestimmt niemanden zu einer Vergewaltigung anregen. Selbst wenn man dieser Musik einen unzweitdeutigen Text unterlegte, würde das nicht passieren.

Columba hat am 16.03.2018 21:09:33 geschrieben :

Heidenröslein
Ich fasse es nicht. Schon mal das Wort deflorieren gehört? Komt vom lateinisch flos = Blume. Goethe hat das Gedicht an eine junge Frau geschickt, auf die er scharf war. Damals ging man davon aus, dass eine Frau sich geschmeichelt fühlen sollte, wenn ein Mann "sich nicht beherrschen konnte" und über sie herfiel.

Feminismus ist heutzutage übrigens Mainstream. Bei Ihrer altmodischen Einstellung wundert es nicht, dass Sie keine Freundin finden, außer Sie wollen im Altersheim suchen, da finden Sie vielleicht noch jemanden, der so denkt wie Sie. 
 
Kommentar: Altmodische Einstellung? Ich finde es keineswegs richtig, wenn ein Mann "sich nicht beherrschen" kann. Wobei das ja nun durch Merkels Gäste wieder in Mode kommt.
Eine schmutzige Fantasie kann in vielen Texten etwas Anstößiges finden. Es bleibt ein gewaltiger Unterschied, ob Goethe über eine Rose schreibt oder ein Rapper explizit von sexuellen Handlungen spricht. 

Andreas hat am 15.03.2018 14:16:43 geschrieben :

Doktor auf Abwegen
Der Doktor hetzt und hetzt.. So unzufrieden mit dem kalorienarmen Leben????
 
Kommentar: Meine Kalorienzufuhr ist gerade richtig. Die Beschreibung von Tatsachen ist keine Hetze.

Columba hat am 15.03.2018 12:59:24 geschrieben :

Musikunterricht
Also wir haben damals im Musikunterricht ja den Freischütz durchgenommen. Da wurde der Teufel beschworen. Verführt das die Schüler nicht zum Satanismus?
Dann gab es da noch den Jägerchor, wo das Töten von Tieren verherrlicht wurde.
Das Töten von Tieren kam dann noch mal im Lied von der Forelle vor.
Dann gab es da noch das Lied vom Heidenröslein, wo sicherlich jeder Hörer, der über 12 Jahre ist, versteht, dass es da nicht um ein blumenpflückendes Kind geht, sondern um eine Vergewaltigung.
Im Sacre du printemps ging es dann um Menschenopfer.
Und das wird den Schülern dann als große Kunst vorgestellt. 
Was für eine Auswirkung soll das denn auf die Psyche junger Menschen haben? Herr Miehling, Ihre Stellungnahme bitte.
 
Kommentar: Zu dieser Argumentation habe ich mich schon oft geäußert. Die Thematisierung von Tod und Gewalt gehörte schon immer zur Kunst, weil das Dinge sind, die den Menschen in besonderer Weise ansprechen. Dabei kann die Wirkung kathartisch sein, wenn Musik und Kontext darauf abgestimmt sind. Im "Freischütz" endet es für den Satanisten tödlich; es ist also eher eine Warnung. Der "Sacre" bezieht keine Stellung, aber auch hier ist die Musik weit von der Aggressivität moderner Gewaltmusik entfernt. Das Menschenopfer ist übrigens kein blutiges Schlachten, sondern die "Auserwählte" muss sich zu Tode tanzen.
Die Jagd, mögen sie heute auch viele (einschließlich mir) ablehnen, gehörte früher in höheren Kreisen zum Alltag - heute kaufen die Leute ihr Fleisch eben im Supermarkt. Aber auch hier, sei es im "Freischütz", in Bachs "Jagdkantate" oder in einem der zahlreichen anderen Beispiele, ist die "klassische" Musik nicht so beschaffen, dass sie die Hörer aggressiv machen würde. 

Dass er sich beim "Heidenröslein" um eine Vergewaltigung handeln soll, erscheint mir an den Haaren herbeigezogen, auch wenn das vielleicht eine übereifrige Feministin einmal hineininterpretieren wollte. Als 12jähriger hätte ich daran erst recht nicht gedacht.

BK hat am 01.03.2018 11:49:54 geschrieben :

...
Der durchschnittliche Tagesbedarf nach Grund + Leistungsumsatz eines männlichen Erwachsenen beträgt ca. 3000 kcal. Wie machen Sie das mit 2€. Ich will Sie nicht vorführen, das interessiert mich wirklich aufrichtig.

Mittelbar werden Migranten zu den Tafeln "geschickt". Ich finde es lächerlich und eine Sauerei, dass viele von ihnen zwar nicht arbeiten dürfen, aber ALG II bekommen. Das ist dermaßen paradox, dass es sich keine Satire besser ausdenken könnte.
 
Kommentar: 3.000? Da muss man aber körperlich arbeiten. Und da die meisten Tafelkunden arbeitslos oder Rentner sind ... 
Ich zähle schon lange keine Kalorien mehr, aber bei mir, der ich den Tag größtenteils an Tasteninstrumenten und am PC verbringe, düften es etwa 1.800 sein.

BK hat am 28.02.2018 12:24:55 geschrieben :

...
Ich maße mir keine Beurteilung an, ob das Verhalten der Migranten der Grund für diese Maßnahme der Essener Tafel war. Dazu habe ich zu wenige Informationen.
Der eigentliche Skandal ist aber, dass überhaupt Migranten zu den Tafeln geschickt werden, wie Augstein richtig schreibt.
Wenn Sie die Tafeln für überflüssig halten, möchte ich mal gerne wissen, wie Sie sich für 2 € am Tag ernähren. Der aktuelle Hartz-IV Verpflegungssatz liegt bei 4,84 € pro Tag. Ihre "Lügenpresse" Suggestion übergehe ich unkommentiert.
 
Kommentar: Wenn man im Discounter einkauft und bei den verschiedenen Produktgruppen im unteren Preisbereich bleibt, ist es kein Problem, sich von 2 € am Tag zu ernähren.
Die Migranten werden nicht zu den Tafeln "geschickt". Soweit ich weiß, nehmen die Tafeln normalerweise jeden auf, der Hartz IV bezieht. Jedenfalls sind sie in privater Trägerschaft und können selbst entscheiden. Einen Rechtsanspruch gibt es nicht. Selbst wenn eine Tafel grundsätzlich nur Deutschen Zugang gewähren würde, wäre das kein Grund zur Empörung - es regt sich ja auch niemand über Vereine und Initiativen auf, die nur Migranten helfen.

BK hat am 26.02.2018 16:29:50 geschrieben :

....
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/tafel-in-essen-arme-und-auslaender-kolumne-a-1195417.html

Damit Sie einmal was außerhalb von PI, Junge Freiheit und Compact lesen
 
Kommentar: Ja ja, der Augstein! Wenn ich sehe, dass der Hartz-IV-Satz für Lebensmittel weit mehr als doppelt so hoch ist wie das, was ich selber dafür ausgebe, dann muss ich feststellen, dass Tafeln im Grunde komplett überflüssig sind, Natürlich freuen sich die Leute, wenn sie billig einkaufen können, und es ist gut, wenn überschüssige oder qualitativ nicht mehr einwandfreie Lebensmittel noch verwertet werden. 
Aber zweifeln Sie etwa daran, dass der Grund für die Entscheidung der Essener Tafel das Verhalten der Kunden mit Migrationshintergrund war? Augstein zitiert nur kurz indirekt den Tafel-Chef, aber ohne irgendeinen Anhaltspunkt dafür zu nennen, dass dessen Kritik unzutreffend wäre. Schon früher wurde über solches Verhalten von Merkels Gästen berichtet.

A.J. hat am 26.02.2018 09:20:59 geschrieben :

...
Ein Beispiel für die, von ihnen verdrehten Texte, ist der von mir einmal aufgezigte Link, der sich mit der Studie der School of Psychology der University of Queensland befasst.
Nicht zuletzt, weil ich mehrere Seiten fand, die sich mit der Studie befassen. Und bei allen wurde die Wirkung von Metal als durchweg positiv beschreiben.

Was das Verstümmeln von Texten angeht, so kann ich hier jeden aufzählen in dem sie Sätze, Zeilen oder möglicherweise ganze Pasagen durch [...] ersetzen, was durchaus eine Verstümmelung ist. Und es sollte auch bekannt sein, dass aus dem Kontext gerissene Texte, Zeilen oder Sätze den Sinn einer Aussage verfälschen kann.
Ebenfalls dazu zählen muss man die einzelnen Textzeilen, die sie in ihren Gewaltmusik-Briefen – oder wie auch immer – auflisten nennen, da zu einer aussagekräftigen Argumentation eine Analyse des kompletten Textes im Kontext notwendig wäre, und nicht das stumpfe niederschreiben von einzelnen Zeilen, die wie das klingen, was sie bestärken könnte.

Ist ja wundervoll für sie, dass sie andere Zitate den meinen entgegensetzen können...
Was IHRE Logik mit den prozenzallen angeht (ich merke, dass sie überhaupt nicht verstanden haben) könnte ich natürlich noch einiges mehr aufzählen... Darunter auch genug, die die Musik, die Texte und alles andere erklärt.

Und natürlich gehören zum Leben gute wie schlechte Dinge. Deswegen gibt es ja auch fröhliche, traurige, unheimliche, aggressive und und und Musik. Da ist auch die klassische Musik nicht von befreit
.
Dass Martin Iordanidis wie sie ein promovierter Musikwissenschaftler ist und sagt: "Metal ist eine aggressive, aber im Kern gewaltfreie Musik", scheint sie nicht zu interessieren...
 
Kommentar: Ich hatte Ihnen bereits gesagt, dass die=12px Studie der School of Psychology der University of Queensland (Sharman/Dingle) im Netz falsch dargestellt wird. Da schreibt einer vom anderen ab, ohne die Studie selbst angesehen zu haben. Haben Sie die Studie gelesen? 
Es ist in der Wissenschaft vollkommen üblich, den Quellen das jeweils Wesentliche zu entnehmen, sie also in Ausschnitten zu zitieren - man kann ja nicht komplette Aufsätze abschreiben. Auslassungen müssen dabei natürlich gekennzeichnet werden; das mache ich wie üblich mit [...]. Es steht Ihnen frei, zu überprüfen, ob ich dadurch irgendeine Aussage verfälsche oder ins Gegenteil verkehre. Selbstverständlich mache ich das nicht. 
Martin Iordanidis war mir bis jetzt nicht bekannt. Ich sehe, dass er Metal-Musiker ist. Wenn er tatsächlich in Musikwissenschaft promoviert hat, dann bleibt die Frage, mit welchen Themen er sich wissenschaftlich beschäftigt hat, und wie er das tat. Ist es nicht seltsam, dass die wenigen Musikwissenschaftler, die Metal verteidigen, zufällig selbst Metal-Musiker sind oder waren? Der Satz =12px"Metal ist eine aggressive, aber im Kern gewaltfreie Musik" ist jedenfalls ziemlich sinnlos. Aggressiv aber gewaltfrei? Und was heißt "im Kern"? Außerdem kann man natürlich behaupten, dass eine Musik nicht gewalttätig (d..h. nicht nicht gewaltfrei) sein kann. Gewalttätig können ja wohl nur Lebewesen sein, Die Aussage ist also nur der Versuch, mit einem logisch nicht zu widerlegenden Allgemeinplatz von der Tatsache abzulenken, dass Metal Menschen aggressiv und gewalttätig machen kann,

A.J. hat am 25.02.2018 19:01:11 geschrieben :

...
Und sie sind dem nach das Yang zu meinem Yin?
Der allseits objektive Wissenschaftler, der mit Logik, Wissen und Nächstenliebe den Kreuzzug gegen die Gewaltmusik anführt, um die Apokalypse aus Gewalt, Degenerierung und Sexualität, in deren Richtung sie unsere Gesellschaft steuert ab zu wenden?
Deswegen zitieren sie auch nahe zu ausschließlich "Kollegen", deren Aussagen sie verstümmeln oder verdrehen, damit sie in ihr verkorkstes Musikbild passen, anstelle eigene Studien auf zu stellen oder sich mit der Musik, der Szene oder den Leuten zu befassen.
Und bringen sie doch selbst einmal was eigenes mit hinein, sind diese Aussagen etwa so wissenschaftlich, wie ein Affe im Kongo, der "Alle meine Entchen" auf einer Gaffel spielt.
Ihr angeblich wissenschaftlicher Kreuzzug ist eine schwarzmalerische Hassbrigade, wie man sie eben so gut im Liedtext einer Black Metal-Band finden könnte, würde man sie poetisch und extrem etwas ausschmücken.
Sie bedienen sich dabei so greller Vorurteile und Klischees, wie man sie sonst nur in Satire-Sendungen,wie "South Park" oder "Die Simpsons" findet, mit dem Unterschied, dass sie damit beleidigen, herab würdigen, diskriminieren und (zumindest versuchen, zu) rufmorden.

Abschließend ein Paar Zitate:
1.) "Es soll schließlich jeder nach seiner Auffassung glücklich werden, so lange er anderen damit nicht in den Ohren liegt. Oder sie beleidigt, sie minderwertig findet, weil sie etwas sagen, was einem nicht in den Kram passt. Oder sie einsperrt, foltert, weil sie eine andere Meinung haben. Oder irgendwo reingeht und unbewaffnete Menschen nieder mäht, weil sie einen anderen Glauben haben. Das ist nicht nett. Toleranz und Respekt. Und gemeinsam Bier trinken, oder zwei, oder drei, oder einen Tee. Das, meine Freunde, ist Metal."
– Michael Goehre (DJ, Autor, Komiker, Metaller)

2.) "Metal ist eine aggressive, aber im Kern gewaltfreie Musik."
– Martin Iordanidis (Metaller, Musikwissenschaftler)

3.) (aus dem englischen übersetzt): "Das ist das größte an dem Metal-Ding: Ich sehe direkt vor mir jemanden, mit einer israelischen Flagge, und jemanden mit der Flagge des Libanon. Diese beiden Länder bekriegen sich, Menschen, die das selbe Wasser trinken, die selbe Luft atmen, bringen einander um, für Macht, Resursen, oder im Namen Gottes. Aber wir stehen hier zusammen und es interessiert uns einen Scheiß, woran der andere glaub, aus welchem Land wir kommen. Das ist, was sich die Politiker aller Länder vom Metal abgucken sollten."
– Kobi Farhi (Sänger der israelischen Folk/Melodic Death Metal-Band "Orphaned Land")

4.) "Musik ist Leben, Musik drückt Leben aus."
– Eric Fish (eigentlich Uwe-Erik Hecht) (Sänger der deutschen Folk Metal-Band "Subway to Sally")
 
Kommentar: Dass ich Aussagen "verstümmele und verdrehe", ist eine Lüge. Ich fordere Sie auf, dafür konkrete Beispiele zu nennen!
Ihren Zitaten könnte ich ganz andere entgegensetzen. Doch wichtiger als Worte sind Taten.
Aber um in der Ihnen eigenen Logik darauf zu antworten: Das sind vier von nach Ihrer Rechnung 126.212 deutschen Metal-Musikern, also etwa 0,00317 Prozent. Sie müssen also davon ausgehen, dass 99,99683 Prozent aller Metal-Musiker intolerant und aggressiv sind. Aber das letzte Zitat zählt eigentlich nicht. "Musik drückt Leben aus." Ja, das kann man so sehen. Aber zum Leben zählen gute wie schlechte Dinge.

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