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Beleidigungen lösche ich nicht, da sie Bestätigung meiner Thesen über Gewaltmusik und deren Hörer sind.
Man darf natürlich auch über andere Themen schreiben ...

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Niklas hat am 09.07.2013 17:07:06 geschrieben :

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Offenbar glauben Sie, die Welt wäre eine bessere, wenn unreflektiert und unkritisch autoritäts- und gesetzeshörige Individuen mit verstärktem Hang zum Querulanten- und Denunziantentum, wie eben Sie und Ihresgleichen, das Sagen hätten. Menschen, die anderen Leuten am liebsten ihre Musik (und vermutlich noch weiteres mehr) verbieten würden, weil Sie sich dadurch in ihrem Seelenfrieden gestört fühlen, spreche ich eine besondere Feinfühligkeit ab, Herr Miehling. Und zu Ihrer Forderung nach bedingungsloser Gesetzestreue um ihrer selbst willen: Auch Jesus von Nazareth hat sowohl geistlich-religiöse wie auch weltliche Gesetze seiner Zeit gebrochen (beispielsweise das Verbot, am Sabbat Heilungen durchzuführen; das Ablehnen und Verurteilen der versuchten Steinigung der Ehebrecherin; letztlich der Vorwurf der Gotteslaesterung und des Aufbegehrens gegen die römische Staatsmacht, mit den bekannten Konsequenzen). Das sollten Sie vielleicht einmal bedenken, bevor Sie Leute aburteilen, die Ihr defizitäres Verständnis von Moral nicht teilen. "Das Gesetz ist für den Menschen da -nicht der Mensch für das Gesetz!"
 
Kommentar: Ja, stellen Sie sich nur bloß!

Dr. Klaus Miehling hat am 09.07.2013 00:59:55 geschrieben :

Fortsetzung des Beitrags von Columba
Selbst beim Rap/HipHop, der sehr persönlich ist, werden Bilder verwendet, metrisiert, Reime gesucht, also ein Kunst-werk, etwas Künst-liches erstellt. Es wird auch nicht nur aus dem eigenen Leben erzählt. Beispiel: Tupac Shakurs "Brenda's got a baby" wurde von einem Zeitungsartikel inspiriert. Die Authentizität ("street cred" entsteht aus dem Bezug zur Adressatengemeinschaft genauso wie aus der Person oder Bühnenpersönlichkeit des Künstlers.



Wir haben hier also ein komplexes Zusammenspiel zwischen Schreiber, Interpret und Publikum zu tun, wobei Schreiber und Interpret identisch sein können, aber nicht müssen.
 
Kommentar:


Ihre Ausführungen widersprechen mir nicht. Entscheidend ist, dass die Hörer in der populären Musik den Text eines Liedes - soweit und so wie sie ihn verstehen - i.a. als authentische Botschaft, als Ausdruck der Lebenseinstellung der Interpreten auffassen und diese Lebenseinstellung wiederum zu der ihren machen. Die entscheidende Botschaft liegt allerdings in der Musik.



Niklas hat am 08.07.2013 20:47:06 geschrieben :

.
Und was meinen Beziehungsstatus und eine eventuell daraus resultierende Verkorkstheit anbelangt, hatte ich Ihnen schon bereits auf Ihrer "Pagewizz"-Seite mitgeteilt, dass ich seit mehreren Jahren glücklich (gottlob!) verheiratet bin und Vater einer mittlerweile fast 5 Jahre alten Tochter. Wie verhält es sich da bei Ihnen? Wäre es denn nicht in Übereinstimmung mit Ihren traditionellen, konservativen Wertevorstellungen, wenn Sie gleichfalls eine kleine Familie gründen würden; gerade Sie, als Akademiker? Oder gelten Ihre diesbezüglichen Maßstaebe nur für die anderen??

 
Kommentar: Sie schätzen meine Wertvorstellungen falsch ein. Ob Menschen eine Beziehung führen und Kinder in die Welt setzen oder ob sie es nicht tun, sind gleichwertige Lebensentwürfe, die beide ihre Vor- und Nachteile haben und die ich moralisch nicht bewerte. 

Columba hat am 08.07.2013 20:19:55 geschrieben :

Authentizität
Sie haben also die von Ihnen verrissene Musik nicht gehört und noch nicht einmal die Liedtexte gelesen. Schade.

Das lyrische Ich (Sprecher-im-Text) gibt es auch im 20. und 21. Jahrhundert und in populären Liedtexten.



Der Anspruch an Authentizität variiert je nach Genre. Im Pop ist er geringer, im Rock und Rap/HipHop höher. Einzelne Hörer können denselben Künstler als unterschiedlich authentisch werten, es gibt auch Diskussionen darüber.



Viele Lieder in der populären Musik stammen von einem professionellen Liedschreiber. Auch wenn jemand eigene Lieder singt, so kann ein solches Lied doch von anderen dargeboten (gecovert) werden. Die Qualität einer Cover-Darbietung beruht darauf, wie der Künstler sich ein Lied zu eigen macht. Beispiel: Johnny Cashs Coverversion von Trent Reznors Lied "Hurt".



Es gibt kein Anzeichen dafür, daß Bessie Smith jemals in einen Ort namens "Black Mountain" gefahren ist, um dort mit Knarre und Messer einen untreuen Mann anzugreifen. Janis Joplin und noch viele andere haben den "Black Mountain Blues" später gesungen. Auch diese Damen sind nicht bewaffnet nach Black Mountain gefahren.



Texte, die wahre Ereignisse beschreiben, tun dies oft so, daß sie nicht ohne weiteres erkenntlich sind. Beispiel: "Smoke on the water" von Deep Purple. Der Text ist Lyrik, nicht Reportage.
 
Kommentar: Natürlich habe ich - gezwungenermaßen - oft Gewaltmusik gehört und tue es noch heute, denn man kann ihr nicht entgehen. Und natürlich habe ich auch viele Liedtexte gelesen.



Den zweiten Teil Ihres Beitrags sehen Sie wegen Überlänge weiter oben.




BK hat am 08.07.2013 20:05:28 geschrieben :

...
http://www.youtube.com/watch?v=-x2afzvRbeg
 
Kommentar:


http://www.arte.tv/guide/de/037489-000/das-geheimnis-der-wolken



K.K. hat am 08.07.2013 19:58:46 geschrieben :

asdf
"Aber was ist, wenn eine Rock- oder Popgruppe ein älteres Lied anderer Interpreten "covert"? Ich glaube nicht, dass sie es unbedingt mit weniger emotionaler Beteiligung interpretieren als die Originalgruppe."



Gut, das stimmt natürlich. Und dass die Gefühle in der Rockmusik o.Ä. eher gefühlt werden als in der Klassik seh ich auch so, allerding sehe ich darin nichts verwerfliches. Und ehrlich gesagt empfinde ich es recht einfach von Ihnen, den Songtext bei der ganzen Geschichte auszuklammern.

Schaut man sich an, wie Songs in einer Rockband oder generell Bands geschrieben werden, dann klappt es einfach von der reinen Logik her nicht, dass ein Liebeslied (z.B.) Gewalt ausstrahlt. Meistens entsteht erst das Instrumental, der Sänger schreibt die Texte meistens darauf hin was er bei den Instrumental Stücken fühlt (Wenn Sie mir nicht glauben, da kann ich sie mit Interview zuschütten, wo dass von Musikern so beschrieben wird, in ihrer jeweiligen Band). Warum empfindet Jemand bei angeblicher Gewaltmusik positive Gefühle und schreibt diese dann in einem Liedtext wieder?! Erscheint ziemlich widersprüchlich, meinen Sie nicht?



 
Kommentar: "dann klappt es einfach von der reinen Logik her nicht, dass ein Liebeslied (z.B.) Gewalt ausstrahlt."



Lustige Bemerkung. Logik bei Gewaltmusik? Es gibt sogar Rock- und Metalgruppen, die christliche Texte singen; da passen Inhalt und Musik auch nicht zusammen.

BK hat am 08.07.2013 15:03:39 geschrieben :

..
Dass Sie Hass, Wut und xxx als für Gewaltmusik typische Themen nennen, zeugt wieder einmal von Ihrer erschreckenden Unkenntnis der von Ihnen kritisierten Musikstile. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, meine CD-Sammlung durchzugehen (schlimmste Gewaltmusik, 90% Heavy Metal). Maximal 10% der Lieder nehmen Bezug auf eines Ihrer "typischen" Themen. Die anderen handeln von anderen Themen. Sollte man nicht erwarten, dass diese Zahl höher liegt, wenn diese Gefühle doch typisch für Gewaltmusik sind?
 
Kommentar: Ich rede von der MUSIK, nicht nur von den Texten. Das sollte Ihnen als Langzeit-Kritiker meiner Veröffentlichungen inzwischen bekannt sein.

Niklas hat am 08.07.2013 14:27:16 geschrieben :

.
Ach, und:

Mit Sicherheit sind Sie nicht der einzige sensible Mensch auf dieser Welt (auch wenn es freilich nur sehr wenige Menschen geben dürfte, die über die Empfindsamkeit, Feinfühligkeit und das Empathievermögen von Ihnen, Herr Dr. Miehling, verfügen). Sie sind aber auch nicht der einzige Sensible, der ein offensichtliches Problem hat.
 
Kommentar: Richtig. Weil die Unsensiblen die Welt regieren, haben die Sensiblen Probleme.

Niklas hat am 08.07.2013 01:58:14 geschrieben :

.
Herr Miehling, ob und inwieweit ich Sie in Ihrer Vorstellung von einem "Gewaltmusikhörer" und in Ihren "Thesen" bestätige, ist mir piepschnurzegal, da Sie ja ohnehin kein Interesse an einer differenzierteren Sicht haben.

Im Übrigen höre ich neben Jazz, Blues, Soul und Rock auch viel "klassische"- bzw. sogenannte "E-Musik", bevorzugt Mahler, Grieg, Strawinsky und Debussy. Wie Sie dass dann wiederum kategorisieren und bewerten interessiert mich nicht, sparen Sie sich eine Antwort. Gute Nacht, und beherzigen Sie meine Ratschläge, in Ihrem Interesse.
 

Niklas hat am 07.07.2013 22:24:50 geschrieben :

.
Nein, Herr Miehling, in Ihrem Falle ist das Ganze keine "gesunde Sensibilitaet", die mir mitnichten abgeht, sondern eine neurotische Angst vor Emotionen, die Sie, aus welchem Grunde auch immer, als bedrohlich empfinden, selbst wenn überhaupt keine "Wut", kein "Hass" oder eine wie auch immer geartete Aggression zum Ausdruck gebracht wird.

Kein normal empfindender Mensch bekommt Symptome "wie bei einer Panikattacke", wenn er Glenn Miller oder Louis Armstrong hört. Niemand fühlt sich bedroht, wenn er "Yellow Submarine" zu hören bekommt. Herbert Grönemeyers Musik wird niemandem den kalten Angstschweiss auf der Stirn hervortreten lassen. Einen erotischen Unterton in der Musik empfinden nur Leute als Bedrohung, die ein Problem mit Ihrer xxxualität haben. Udo Jürgens Lieder stecken nicht voller "Hass und Aggressivitaet". Kate Bush versucht nicht, mittels irgendwelcher "Rückwaertsbotschaften" in ihrer grossartigen Musik, einen verderblichen Einfluss auf die Seelen ihrer Zuhörerschaft auszuüben; auch wenn Sie das in irgendwelchen christlich-fundamentalistischen Pamphleten gelesen haben, die in etwa so seriös sind, wie Ihre eigenen diesbezüglichen Texte, also überhaupt nicht. Stevie Wonder propagiert nicht mit musikalischen Mitteln Hass und Gewalt, im Gegenteil.

Durch das Hören der Musik von John Coltrane wird man nicht drogenabhaengig. Ich könnte diese Reihe jetzt noch endlos lange fortsetzen, aber ich weiß ja schließlich, dass sich die Mühe ohnehin nicht lohnt. Es ist mir lediglich wichtig, Ihren falschen Behauptungen, Ihren Tatsachenverdrehungen und Ihrem willkürlichen Konstruieren von Zusammenhaengen etwas entgegenzusetzen.

Abschließend bleibt nur zu sagen: Suchen Sie sich einen guten Psychotherapeuten, einen guten Friseur und eine Frau. In dieser Reihenfolge.
 
Kommentar: Kate Bush nenne ich unter den "Interpreten, die backward-masking' verwendet haben sollen"; das ist völlig korrekt formuliert. Natürlich stützt man sich auch auf die Arbeiten von Kollegen, und wenn man es nicht widerlegen kann - und Sie können das offenbar auch nicht -, dann sollte die "Richtigkeitsvermutung" entsprechend der juristischen "Unschuldsvermutung" gelten. 

Dass Udo Jürgens Lieder
"voller 'Hass und Aggressivitaet' stecken, habe ich nie behauptet. Allerdings gibt es durchaus klanglich aggressive Elemente in seiner Musik, weshalb ich sie zur gemäßigten Gewaltmusik zähle. 



Dass Sie als Gewaltmusikhörer für sensible Menschen (und ich bin keineswegs der einzige) nur Spott und Hohn übrig haben, bestätigt mich mal wieder.

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