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Beleidigungen lösche ich nicht, da sie Bestätigung meiner Thesen über Gewaltmusik und deren Hörer sind.
Man darf natürlich auch über andere Themen schreiben ...

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Lassek (Homepage) hat am 01.08.2013 00:40:56 geschrieben :

Exzesse in Auswahl-Jugend-Orchestern
Haben Sie schon mal von den Auswahlorchestern in Deutschland gehört? Meiner eigenen Beobachtung nach ist es so, dass je besser und höher das Orchester steht, desto ausschweifender geht es dort zu. Auf einer Arbeitswoche des Städtischen Jugendsinfonieorchesters ging es schon immer ziemlich exzessiv zu mit Saufspielchen jeden Abend - ähnlich vielleicht aber extremer wie auf einer entsprechenden Klassenfahrt (was ja den vergleichbaren Bevölkerungsdurchschnitt darstellen würde). Im Landesjugendorchester war dies Gehabe schon ritualisiert (Bierdusche als allgemein akzeptierter Initiationsritus) und auch der Cannabiskonsum deutlich höher als noch im Städtischen Orchester. Und haben Sie schon mal vom Bundesjugendorchester (BJO) gehört? http://www.shortnews.de/id/405515/bundesjugendorchester-auf-menorca-orgie-von-xxx-drogen-und-alkohol



Ein sehr anständiger Trompeter des BJOs von dort meinte zu mir, dass er es bedrückend fand, wie regelmäßig vormals anständige junge Menschen dort regelrecht verdorben worden - kein Witz!



Ein anderer Trompeter, der BJO und Bujazzo (Bundesjugendjazzorchester) aus eigenem Vergleich kennt, meinte, dass in letzterem zwar auch aber unvergleichlich viel gesitteter (und weniger) Alkohol konsumiert wird.

 
Kommentar: Wegen Überlänge geteilt (s.o.).



Die Meldung vom BJO stammt aus dem Jahr 2002. Sie entsetzt mich natürlich und erscheint unglaublich. Doch solange man mit solchen Meldungen nicht ein Buch vollschreiben oder einen wöchentlichen Nachrichtenbrief herausgeben kann (so wie ich das mit gewaltmusikspezifischen Ausschweifungen und Straftaten getan habe bzw. tue), sehe ich meine Thesen davon nicht berührt. Vielmehr vermute ich stark, dass es sich bei jenen aus dem Rahmen gefallenen Jugendlichen um solche handelt, die keine reinen Klassikmusiker und vor allem -hörer sind. Es wurde ja schon von meinen Gegnern darauf hingewiesen, dass es viele Musiker und Hörer gibt, die sich mit klassischer und mit Gewaltmusk gleichermaßen befassen, und das ist zweifellos richtig.

Johannes Kaplan hat am 26.07.2013 16:36:54 geschrieben :

Gewaltmusik und Musikpiraterie
Diese Meldung über eine Studie über den Zusammenhang von Gewaltmusik-Festivals und dem illegalen Herunterladen von Musik könnte für Sie von Interesse sein: http://www.rockhard.de/news/newsarchiv/newsansicht/35592-neue-studie-festivals-foerdern-musikpiraterie.html



Ein beschauliches Hochsommerwochenende wünscht Ihnen Ihr



Johannes Kaplan
 
Kommentar: Danke gleichfalls!

Columba hat am 24.07.2013 21:01:49 geschrieben :

Warum schreiben Sie nicht mal was Konstruktives?
Z.B. Tips für Musiklehrer? Oder für Laien, die sich mit klassischer Musik beschäftigen möchten und keinen oder nur schlechten Musikunterricht haben/hatten? Der schulische Musikunterricht ist ja in der Regel recht abtörnend, was die Vermittlung von Musik angeht. Den Schülern werden stark vereinfachte oder sogar falsche Dinge beigebracht. Vieles, was dem Verständnis von klassischer Musik und vor allem auch Alter Musik dienen könnte, wird einfach verschwiegen, wie die Thematik der historischen Aufführungspraxis und die Frage der Interpretation eines Musikstücks. Der Schüler wird mit zeitlich und personell nicht eingeordneten Aufnahmen konfrontiert, die quasi absolut gesetzt werden, nicht verglichen oder kritisch beleuchtet werden. Dadurch wird m.E. ein selbständiger und kompetenter Umgang mit klassischer und Alter Musik erschwert bzw. unmöglich gemacht, wenn diese Informationen nicht von anderer Stelle kommen.
 
Kommentar: Würde im Musikunterricht nicht so viel Zeit mit Gewaltmusik verplempert, müsste man im klassischen Bereich und bei den Grundlagen nicht so viel vereinfachen. Insofern leiste ich da mit der Gewaltmusikkritik auch einen Beitrag. Ein weiteres Problem ist der Stundenausfall, der aber auch von vielen anderen beklagt wird. Vermutlich gibt es schon viel Literatur in der Art wie Sie es hier ansprechen, und ich bin mit meinen verschiedenen Arbeitsfeldern schon genügend ausgelastet.

Dr. Klaus Miehling hat am 17.07.2013 00:49:12 geschrieben :

Fortsetzung des Beitrags von sfoerster
"In der Bundesrepublik Deutschland bestand bis längstens 1973 ein Züchtigungsrecht für Lehrkräfte an Schulen gegenüber den ihnen zur Erziehung anvertrauten Schülern;"



Hier spielt dann auch wieder seine Kindheit hinein.

Um dies nicht allzuweit ausschweifen zu lassen: Geht es hier um Crowley oder Crowleys Werk? Geht es um Crowley oder die Rechtfertigung der Verstümmelung einer Aussage dieser Person?



"Crowley hat dies auch relativ deutlich ausgelebt. Er hat sich zwar selbst ordentlich zu Grunde gerichtet, aber ich habe noch nirgendwo eine Erwähnung gefunden, dass Crowley anderen Menschen geschadet hat."

Dies war eher ein Nebensatz.

Ich würde mich freuen, wenn Sie auf das eigentliche Thema eingehen könnten.



Pagewizz hat mich gesperrt

 
Kommentar:


Unsere Diskussion schien mir beendet zu sein, und über Crowley, um den es mir letztlich gar nicht ging, sind nun auch genügend Quellen zitiert.



Columba hat am 16.07.2013 21:29:21 geschrieben :

Beweise, bitte
Sie behaupten, moderne populäre Musik mache aggressiv und rebellisch. Wenn das stimmt, so müßte die Menschheit vor Einführung dieser Musikrichtungen (also vor ca. 1900) weniger aggressiv und rebellisch gewesen sein. Legen Sie doch bitte dafür Beweise vor.

Falls die Menschheit im 18./19. Jahrhundert nicht weniger aggressiv und rebellisch war als heute, wie erklären Sie sich das?

In einer Ihrer Antworten behaupten Sie, nach einem hypothetischen Verbot der Popularmusik "gäbe [es] auch mehr Leistungsbereitschaft und weniger Menschen, die sich wegen schlechter Schulabschlüsse und/oder aus Bequemlichkeit von der Allgemeinheit durchfüttern lassen. Für die wirklich Bedürftigen wäre dann mehr da. Also gäbe as auch mehr von dem, was Sie 'soziale Gerechtigkeit' nennen."

Bitte erklären Sie, wie Sie zu dieser Schlußfolgerung kommen, wenn nicht daraus, wie die westliche Welt vor der Erfindung der modernen populären Musik aussah.
 
Kommentar: Ich habe mich nirgends auf Zahlen aus dem 18. oder 19. Jh. berufen, weil mit den heutigen vergleichbare Zahlen vermutlich nicht zu erhalten sind. Es gibt einfach zu viele gesellschaftliche und kulturelle Unterschiede. Für mich sind die polizeiliche Kriminalstatistik und Bevölkerungsumfragen in der Bundesrepublik Deutschland wesentlich, wobei es in anderen europäischen Ländern und in den USA eine im Prinzip ähnliche Entwicklung gibt.



Dass es nach einem hypothetischen Verbot der Popularmusik mehr Leistungsbereitschaft gäbe, schließe ich daraus, dass Gewaltmusikhörer im statistischen Mittel weniger Leistungsbereitschaft zeigen als Klassikhörer. Vgl. dazu: 


Roe, Keith: The School and Music in Adolescent Socialization; in: Lull, James (Hg.): Popular Music and Communication, Newbury Park/Calif. u.a. 1987, S. 212-230.



sfoerster hat am 16.07.2013 19:41:19 geschrieben :

http://pagewizz.com/populaere-musik-an-waldorfschulen-vereinbar-mit-der-anthroposophie/#comments


Zu D)

"Die Beantwortung der Frage, ob Crowley Frauen verachtete und missbrauchte, gestaltet sich etwas komplexer.

Tatsache ist, dass eine beunruhigend hohe Anzahl von Crowleys Scharlachfrauen entweder Selbstmord beging oder in Nervenheilanstalten landete. Tatsache ist aber auch, dass Crowley – zusätzlich zu dem wenig schmeichelhaften Frauenbild, das ihm seine Mutter vorgelebt hatte – zu einer Zeit aufwuchs, in der Frauen vor allem eines zu sein hatten: Gefügig und gehorsam. Der Mann galt als Krone der Schöpfung, die Frau als schwach im Geiste und im Körper, gefühlsbetont und wankelmütig. Dementsprechend hatte sie dem Vater und später Ehemann in allen Belangen zu folgen. "

http://www.questico.de/magazin/kartenlegen/tarotserie/tarot_intensiv_crowley_teil_2.do



"Nicht alle seine Weggefährten konnten dabei mithalten: Bevor der Egomane mit dem Wunsch die Welt zu beherrschen selbst das Zeitliche segnete, hinterließ er eine Spur aus Wahnsinn, Verzweiflung und Tod. Dies zeigen besonders die Schicksale der Frauen, die sich von ihm angezogen fühlten: Seine erste Ehefrau verfiel dem Alkohol und wurde schließlich mit schwerer Demenz in eine Nervenheilanstalt eingewiesen. Seine zweite verbrachte gar ihre letzten 30 Lebensjahre in der Psychiatrie. Nummer drei trank sich zu Tode, eine der letzten beging Selbstmord. Er zeugte Kinder, die früh starben oder um die er sich nicht scherte. "

http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/21763/xxx_xxx_xxx_war_seine_nummer.html



E) Eventuell sollte man Crowley auch vor dem zeitlichen Kontext sehen. Damals war vieles anders und es gab lange Zeit auch in Deutschland Praktiken bei denen heut zu tage mit dem Kopf geschüttelt wird (http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperstrafe bis 1977).
 
Kommentar: Ihren ersten Eintrag habe ich gelöscht, weil er offenbar identisch mit dem bei Pagewizz war. Wenn Pagewizz Sie inzwischen gesperrt hat, so lag es jedenfalls nicht an mir.



Wegen Überlänge muss ich den zweiten Teil Ihres Eintrags umkopieren (s.o ).

Columba hat am 14.07.2013 01:47:20 geschrieben :

Früher war also alles besser???
Ihrem Rezensenten Herrn Ebers gegenüber äußerten Sie ja, die Spielleute seien die Gewaltmusiker des Mittelalters gewesen. Wann waren also diese friedlichen Jahrtausende ohne das, was Sie Gewaltmusik nennen?

Ihre Ansicht, daß soziale Ungerechtigkeit in einer Welt ohne populäre Musik verschwinden würde, ist lachhaft. Nehmen wir mal das 18. und 19. Jahrhundert, die Ihrer Ansicht nach musikalisch maßgebliche Zeit. Riesige soziale Unterschiede, kein soziales Netz. Frauen waren Menschen 2. Klasse, und es gab Sklaverei, Kolonialismus und Massenmord an indigenen Völkern.

In die Zeit der Wiener Klassik fällt eine der brutalsten Perioden der Weltgeschichte, die Französische Revolution, die als eine Rebellion gegen die herrschenden Verhältnisse begann. Mit dabei: der Komponist Joseph Boulogne, Chier de Saint-George.

Im 19. Jahrhundert entwickeln sich dann z.B. der Kommunismus und die ersten Gewerkschaften im Zuge einer Rebellion der Arbeiterklasse.

Es gibt die 1848er Revolution. In Deutschland mit dabei: der Komponist Richard Wagner.

Im Amerikanischen Bürgerkrieg ging es um die Abschaffung der Sklaverei.

Ungerechtigkeit, Rebellion dagegen und Gewalt überall - ganz ohne Rock'n'Roll, Hiphop oder Jazz. Dafür aber mit "Ça ira", der "Internationalen", "John Brown's Body" ....

 
Kommentar: "Ihre Ansicht, daß soziale Ungerechtigkeit in einer Welt ohne populäre Musik verschwinden würde, ist lachhaft."



Lachhaft, nein, traurig ist, wie Sie meine Aussagen verzerren. Von "verschwinden" war keine Rede, ebensowenig von "friedlichen Jahrtausenden" oder dass "früher alles besser" war. Wenn Sie mich vorsätzlich falsch verstehen und hier nur irgendwelche Aggressionen loswerden wollen, erübrigt sich eine Diskussion.

BK hat am 12.07.2013 16:56:57 geschrieben :

...
"Zum einen hält man gerne jene Quellen für unseriös, die aus einem anderen politischen oder weltanschaulichen Lager kommen als man selbst."



Das tun Sie vielleicht, aber schließen Sie mal nicht von sich auf andere.

Da ich mich noch sehr gut an mein Studium erinnern kann, gehe ich grundsätzlich kritisch an JEDEN Text oder an JEDE Quelle heran und bilde mir meine Meinung. Ich weigere mich auch nicht grundsätzlich, mich auf Quellen einzulassen, die meiner politischen oder weltanschaulichen Überzeugung zuwiderlaufen. Im Gegensatz zu Ihnen.
 
Kommentar: Nein, nicht im Gegensatz zu mir. Viele Quellen, die ich zum Thema Gewaltmusik konsultiere, laufen meiner Überzeugung zuwider, da sie Gewaltmusik gegenüber affirmativ eingestellt sind.

Niklas hat am 11.07.2013 23:50:52 geschrieben :

.
Damit Sie mich auch bitte richtig verstehen, Herr Miehling:

Es ist überhaupt nichts Verwerfliches daran, verklemmt, unsicher und komplexbeladen zu sein. Wenn man seine Unsicherheit und Unzufriedenheit aber mit elitärem Gehabe, kleinbürgerlichem Querulanten- und Denunziantentum und unreflektierter Besserwisserei zu kompensieren sucht und dann dabei noch so tut, als wolle man doch nur dem Guten, Wahren und Schönen zu seinem Recht verhelfen und diese Welt zu einem besseren Ort machen, wie das eben bei Ihnen der Fall ist; ja dann ist das meiner Meinung nach als "Verkorkstheit" zu bezeichnen! Das ist armselig, und vor allen Dingen: Es ist durchschaubar.

Ihre offensichtliche Tierliebe ist allerdings lobenswert; um auch mal etwas Positives über Sie zu sagen. Der Tierschutz wäre doch nun tatsächlich etwas,wofür es sich einzusetzen lohnt, vergeuden Sie doch nicht sinnlos Aufwand und Energie für irgendwelche kruden Hirngespinste, an die ausser Ihnen selbst im Grunde niemand glaubt!
 

Columba hat am 11.07.2013 20:41:39 geschrieben :

Normale Hörer
Wenn Sie meine Posts an einer nicht sinnvollen Stelle zerschneiden, sehen Sie natürlich nicht, was ich mit "normalen Hörern" meine. Damit sind Menschen gemeint, die psychisch so stabil sind, daß sie NICHT in Liedtexten (oder Autonummernschildern, Wettervorhersagen etc.) geheime Handlungsanweisungen sehen.



Ich verstehe Ihre Zielsetzung nicht. Was erwarten Sie von einer Welt, in der individueller künstlerischer Ausdruck effektiv verboten ist? Daß Probleme wie Krieg, Armut, Arbeitslosigkeit, Kindesmißhandlung, soziale Ungerechtigkeit einfach verschwinden, wenn man populäre Musik verbietet? Daß niemand mehr unglücklich verliebt ist oder über den Verlust eines geliebten Menschen trauert? Oder meinen Sie, daß sich niemand mehr über diese Fragen äußert, sondern daß alle Menschen zu braven Zombies werden, wenn man sie nur tagtäglich mit der Kleinen Nachtmusik oder Vivaldis Vier Jahreszeiten beschallt?

 
Kommentar: Der "normale Hörer" sieht zwar nicht bewusst "geheime Handlungsanweisungen", wird aber unbewusst dennoch von der Musik beeinflusst.



Selbst wenn Gewaltmusik verboten würde, so würde "individueller künstlerischer Ausdruck" keineswegs "effektiv verboten" sein. Es gab Jahrtausende, in denen künstlerischer (!) Ausdruck nichts mit Aggression im direkten Sinn zu tun hatte.



Einmal abgesehen von den praktischen Problemen eines Verbotes, insbesondere der Milliarden bereits gespeicherter Aufnahmen von Gewaltmusik und der möglicherweise nach den Erkenntnissen der Epigenetik sogar weitervererbten durch Gewaltmusik erworbenen Charaktereigenschaften: Wenn niemand mehr Gewaltmusik hören würde, gäbe es weniger unehrliche Menschen und dadurch weniger Kriminalität aller Art. Das wäre schon einmal ein großer Fortschritt. Es gäbe auch mehr Leistungsbereitschaft und weniger Menschen, die sich wegen schlechter Schulabschlüsse und/oder aus Bequemlichkeit von der Allgemeinheit durchfüttern lassen. Für die wirklich Bedürftigen wäre dann mehr da. Also gäbe as auch mehr von dem, was Sie "soziale Gerechtigkeit" nennen.

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