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Beleidigungen lösche ich nicht, da sie Bestätigung meiner Thesen über Gewaltmusik und deren Hörer sind.
Man darf natürlich auch über andere Themen schreiben ...

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A.J. hat am 04.07.2018 17:13:53 geschrieben :

...
Ich möchte mich entschuldigen.
Die Art, wie sie den Satz formulierten, lass sich für mich so, als ob sie sagen wollten, dass lediglich Einfluss fremder Kulturen an der Gewalt in der modernen Musik schuld sei.
Ich frage mich allerdings wo sie in der modernen Musik afrikanische oder afroamerikanische Einflüsse hören?

Nun... vielleicht haben sie Metal bereits "gehört". Allerdings bezweifle ich, dass sie sich intensiver damit auseinander setzten.
Es war wohl er so, dass sie die Musik anderer als Außenstehender gehört haben,richtig?
Es ist allerdings so,dass Metal (wie bereits erwähnt) eine Musik ist, mit der man sich intensiv befassen, auf die man sich einlassen (äußerst schwierig, wenn man einen - ich nenne es mal "vorbelasteten Verstand" (keineswegs begleitend oder abwertend gemeint) - wie sie hat) muss und die man (zumindest anfangs) nicht so einfach nebenbei hören sollte.
Metal klingt für "Uneingewwite" nämlich wesentlich aggressiver, als er eigentlich ist.
Klar ist er in gewisser Weise aggressiver als Klassik, aber wenn man sich darauf einlässt und ihn auf sich wirken läßt, merkt man, dass da Dinge sind, die da wesentlich presenter sind.
Gut, zu Black und Death Metal kann ich nicht alt zuviel sagen, da ich beides nicht höre und sich höchstens letzteres - sozusagen als Spurenelement - vereinzelt in meiner Musik befindet, aber das sind eh nur zwei von einem Haufen Sub-Genres.

Und was ihre Aussage zu Klang und Wirkung von Musik angeht, um aus Shakespeares Hamlet, Akt 4, Szene 5, Fers 28 zu zitieren: Nein!
Warum "Nein"? Weil sich in der Musik alles gegenseitig beeinflusst. Bestes Beispiel ist die von Ihnen (nicht ganz falsche, aber auch nicht ganz richtige) Aussage bezüglich Text und Klang.
Sie sagten, dass ein aggressiver Klang positive (oder zumindest nicht aggressive) Texte oder deren Inhalt/Aussage (ausnahmslos) in etwas aggressives umkehrt. Und das ist falsch! Denn der Text kann genauso den Klang (bzw den Eindruck, den der Klang übermittelt) beeinflussen.

Genau so pragern sie den im Metal vorkommenden grutualen Gesang an (was halten Sie btw vom traditionell-mongolischen Kehlkopfgesang?). Laut ihnen ist dieser IMMER aggressiv. Das stimmt aber nicht, und trift eigentlich nur auf den Black und Death Metal zu. Im Symphonic Metal, Gothic Metal und Dark Metal (die Sub-Genres die mir aus dem Stegreif einfallen, in denen dies noch verbreitet ist) unterstreicht er im Gegensatz dazu die Melancholie und Tiatralik, besonders in Kombination mit (weiblichen) Klargesanag.

Eine Interessenfrage, die mir einfällt, da ich Musik höre während ich dies gerade schreibe und dieses Erlebnis gerade habe:
Kennen sie das Gefühl, Gänsehaut zu bekommen, weil sie ein Lied - eine bestimmte Stelle - so tief/so tief berührt?
 
Kommentar: Der Text beeinflusst den Klang nur insofern als etwa ein "a" ein anderes Obertonspektrum hat als ein "i". Der Klang der Instrumente ändert sich dadurch nicht.
Habe ich jemals den "gutturalen" Gesang erwähnt? Es ist schwierig, zu beschreiben, wie genau ein aggressiver Ausdruck im Gesang erzeugt wird. Man müsste Probanden verschiedene Gesangsweisen beurteilen lassen, und dann Klangspektrum, Atemverlauf und Muskelaktivitäten analysieren. Das ist aber nicht nötig, weil man normalerweise die Emotion auch ohne Analysen heraushören kann. Bei Autisten wie Ihnen könnte das ja anders sein; m.W. haben Autisten Probleme, Emotionen zu erkennen. Oder bezieht sich das nur auf den Gesichtsausdruck?
Gänsehaut im eigentlichen Sinn kenne ich beim Musikhören nicht, wohl aber - manchmal starke - Emotionen.

A.J. hat am 03.07.2018 08:09:33 geschrieben :

Zu allererst mal, geht mir völlig abhanden, welche Form von Rassismus sie mir hier andichten wollen und mir will auch der Kern dieser kompletten Aussage ihrerseits nicht in den Schädel...

Sie können ja bezweifeln, was sie wollen. Aber das wird jedoch nichts an der Tatsachen ändern.
Ja... Das mit dem Klang leiern sie ja immer wieder herunter.
Dies war schließlich auch der Grund, weshalb ich mich dazu erdreistete, zu behaupten, sie hätten keine Ahnung von Musik. Man kann Musik nicht auf eine Eigenschaft reduzieren, wie sie es tun. Und nicht nur das: sie reden auch noch davon, wie Musik "klingt" ohne eine Ahnung zu haben wie diese Musik tatsächlich klingt.
Noch einmal: ich verlange nicht von Ihnen, dasd sie sich Metal anhören, doch dann sollten Sie aufhören Dinge zu beurteilen, die man ohne diese Musik zu kennen, nicht beurteilen kann.
 
Kommentar: Ich habe Ihnen keinen Rassismus angedichtet, sondern um Konjunktiv geschrieben: "Wollten Sie behaupten, sie [die Gewaltmusik] sei nur auf 'weißem' Mist gewachsen, wäre das ja wohl erst recht rassistisch!"  
Vielmehr hatten Sie mir Rassismus unterstellt, weil ich die allgemein anerkannte Tatsache erwähnte, dass die moderne Gewaltmusik eine Kombination von "weißer" und "schwarzer" Musik ist. Erstens können Tasachen nicht rassistisch sein, zweitens ist das sozusagen eine ausgewogene Tatsache.
Glauben Sie wirklich, ich hätte noch nie Metal oder andere Gewaltmusik gehört? Dem kann man doch überhaupt nicht entgehen! Und ich reduziere Musik keineswegs auf den Klang; doch wenn es um die Wirkung von Musik geht, dann ist er die wesentliche Eigenschaft.

A.J. hat am 22.06.2018 23:43:25 geschrieben :

Ich will vor allem den Metal verteidigen, da es - zumindest zum Großteil - meine Musik ist.
Über Hip Hop und Raphael kann ich nur sagen, dass ich Leute kennen, die das hören und vollkommen in Ordnung sind. (Erwähnenswert wäre hierbei möglicherweise, dass es sich dabei in kleinster Weise um Gangster Rap handelt).
Diejenigen, die ich kenne, die tatsächlich aggressiv, beleidigend sind und ein Hang zum Drogenkomsum (wo bei ich letzteres bei weitem nicht so oberflächlich betrachte, wie sie) neigen, hören komplett anderen Rap und Hip Hop und dann fällt da natürlich normal das RnB aus der Reihe.

Nebenbei:
Sie sagten einmal, dass "Gewaltmusik" durch den Einfluss fremder Kulturen entsteht....
Abgesehen mal davon, dass das eine extrem rassistische Aussage ist, ist es bemerkenswert, dassumgerechnet die aggressivste, brutalste, düsterste und satanischste Musik - also der Metal - die ist, die die meisten Einflüsse aus dem Klassik aufweist.... tatsächlich ist Metal mehr klassische Musik als alles andere...
 
Kommentar: Abgesehen davon, dass ich schon kompositionstechnisch eine besonders große Nähe von Metal zur klassischen Musik bezweifle (am nächsten im U-MusikBereich dürfte ihr der Folk kommen), betone ich ja immer wieder, dass es auf den Klang ankommt.
Nicht nur ich sage, dass die moderne Gewaltmusik aus einer Mischung westlicher und afrikanischer Musik hervorgegangen ist. Das ist eine offenkundige Tatsache und nicht rassistisch. Wollten Sie behaupten, sie sei nur auf "weißem" Mist gewachsen, wäre das ja wohl erst recht rassistisch!  

A.J. hat am 22.06.2018 08:26:42 geschrieben :

...
Ich erwarte auch keineswegs, dass sie Metal hören. Aber einem Kriminologen interessiert auch die Person, deren Psyche, die Vorgeschichte und die Beweggründe hinter der Tat.
Ihnen stattdessen geht eine solche Betrachtung des Menschen vollkommen abhanden. Hauptsache sie können jeder nicht-klassischen Musik den schwarzen Peter zuschieben.
Da fällt mir gerade eine Frage ihrerseits ein, in der es darum ging, wieso die meisten Wissenschaftler, die sich positiv über den Mental äußern selbst Metal hören. Nun vielleicht, weil der Metal überdurchschnittlich oft von Leuten gehört werden, die Geisteswissenschaften studierten. Und das sind die, die Ahnung davon haben, was in Köpfen vor geht, die nicht ihre eigenen sind.

Ich muss mich vermutlich im voraus entschuldigen: Sie haben es geschafft mit ihrer letzten, im höchsten Maße beschissenen Aussage hingekommen, dass ich sozusagen meine innere Mitte verliere. Der nachfolgende Text kann - wird - daher vermutlich etwas beleidigend ausfallen:

Wer hat ihnen eigentlich dermaßen das Hirn penitriert, dass sie ihre diskriminierenden Fänge nun selbst in eine schöpferische und wundervolle Kraft wie der Kreativität versenken um sie ins negertive zu verzehren, nur weil sie dem Metal entstammt?
Sind sie schlichtweg neidisch auf die Kreativität und Begabung anderer? Denn auch wenn sie nicht schlecht ist von Kreativität ist in ihrer Musik nichts zu hören.
Die Kreativität als Angelpunkt für das aufführen negertive Aspekte zu missbrauchen ist nicht nur eines Musikers und Künstlers vollkommen unwürdig, sondern auch absolut dreckig und untermrnschlich.
Sie sindie nicht gegen "Gewaltmusik" sondern gegen jegliche Form von kreativer und individueller Auslebung.
Sie sollten nicht daran arbeiten Metal, Hip Hop, Rap, Techno oder Dubstep zu verbieten, sondern eine Gesellschaft aus gleichgeschalteten Maschinen zu erschaffen, in der keine eigene Meinung, keine Individualität, keine Emotionen, keine Kreativität oder sonst irgendwas, aus dem Gewalt entstehen kann existiert. Den das, Herr "Doktor" Miehling, wäre eine Gesellschaft, wie sie Ihnen wohl am ehesten gefallen könnte.
Sie haben etwas geschafft, was noch nie ein lebender Mensch geschafft hat: sie haben es geschafft, dass ich auch den letzten Funken Respekt vor ihnen verliere, herzlichen Glückwunsch dafür...

Abschließend noch ein paar Zeilen aus dem Bericht, die sie wohl überlesen haben, als sie die Kreativität auf so schadhafte Weise verhärten:

》So haben Metal-Fans häufig eine friedvolle Natur, die von der öffentlichen Wahrnehmung weit entfernt ist. „In Wahrheit sind sie äußerst empfindliche Wesen“, resümiert North die Natur von Metallern im Gespräch mit The Guardian.
Das zarte Wesen von Metall-Hörern machte North in seiner Studie an verschiedenen Merkmalen aus: So entpuppten sich Metall-Fans als kreativ, mit sich selbst im Reinen und eher introvertiert – alles Eigenschaften, die auch Klassik-Fans auszeichneten.《
 
Kommentar: =12px"Nun vielleicht, weil der Metal überdurchschnittlich oft von Leuten gehört werden, die Geisteswissenschaften studierten."
Haben Sie dafür einen Beleg? Selbst wenn dem so wäre, muss das nicht der Grund sein.

Ich konnte weder die Studie noch das Interview mit Adrian North finden. Es gibt unzählige Seiten, die immer die gleichen kurzen Ausschnitte zitieren. Ich habe Sie aber schon darauf hingewiesen, dass mehrere andere Studien ganz andere Ergebnisse gebracht haben. Wollten Sie, wie es mir scheint, nicht nur Metal, sondern Gewaltmusik überhaupt verteidigen, dann haben sie in North einen schlechten Verbündeten; denn zumindest Rap und Independent kommen nicht gut weg:
https://ekim2012.wordpress.com/tag/adrian-north-of-heriot-watt-university-in-edinburgh/

=12pxAußerdem haben North und Hargreaves 2007 in einer anderen Studie - in der Metal nicht erwähnt wird - überdurchschnittliche Kriminalitätsneigung und überdurchschnittlichen Drogenkonsum bei den Hörern von Rap, Techno, Jazz und weiteren Gewaltmusikstilen festgestellt.     

A.J. hat am 21.06.2018 08:41:08 geschrieben :

Was ist es nun, Herr Doktor?
Haben Sie nun - im Gegensatz zu den Verfassern der meisten Einträge hier - Fachkompetenzen, oder haben - und brauchen - Sie sie nicht?

Ein Ornithologe würde sich vermutlich auch nicht anmaßen die Aufgabe eines Psychologen zu übernehmen und die psychologische Wirkung von Vogelgezwitcher zu analysieren (außer natürlich er/sie ist drauf wie Sie...), könnte Ihnen allerdings sagen, dass es sich dabei um Revier- und Balzverhalten handelt, was es zu etwas feindseligen und sexuellem macht... also müssten sie es ebenfalls verurteilen...

Zu "Betrachte, meine Seele" (War wohl die Autokorektur):
Fast selbe sagten die auch zum "Heideröslein" das dann in Wirklichkeit doch etwas komplett anderes darstellt...
Was soll den Bitte diese "offensichtlich Symbolik" von Wermut und süßen Früchten sein?

Das ist wohl noch interessant:
https://www.keyboards.de/stories/metal-und-klassik-fans-sind-im-grunde-identisch/
 
Kommentar: Um die Wirkung von Metal auf Menschen zu erkennen, muss man entsprechende Studien anstellen oder, wie ich, sich über die Ergebnisse dieser Studien informieren. Dazu muss man nicht tausend Metal-Gruppen auswendig herunterbeten können, und man muss auch keine Metal-Konzerte besuchen; genausowenig wie ein Kriminologe Verbrechen begehen muss.

Die "Wermut" steht für das Leiden Jesu, die "süße Frucht" für die Erlösung von den Sünden.   

In der Studie geht es um die "psychologischen Profile". Dabei geht es normalerweise um fünf charakteristische Eigenschaften, die ziemlich allgemein sind. Die angesprochene Kreativität beispielsweise kann man zum Schaffen eines Kunstwerkes, zum Lösen von Problemen, aber auch zur Planung eines Verbrechens nutzen. Dass diese ähnlichen Pesönlichkeitsprofile gleichwohl zu ganz unterschiedlichen Verhaltensweisen neigen, haben andere Studien gezeigt.

BK hat am 19.06.2018 14:56:18 geschrieben :

Fachkompetenz
Sie mögen Musikwissenschaftler sein, aber Fachkompetenz für die diversen Genres, speziell beim Metal, geht Ihnen völlig ab.

Ihr Krähenvergleich, den Sie ein- ums andere Mal auspacken, ist eine dümmliche Bauernweisheit und hat 0 Aussagewert.
Zum einen bekommen sich, wie mein Vorredner bereits anmerkte, die Anhänger diverser Subgenres ganz gerne mal in die Haare. Zum anderen überschätzen Sie das Gruppengefühl auf einem Metal-Festival gewaltig. Glauben Sie ernsthaft, dass, wenn einem jemand auf dem Festival die Sachen aus dem Zelt klaut oder handgreiflich wird, derjenige das nicht meldet bzw. verfolgt? Nur weil der andere auch irgendeine Form der gleichen Musikrichtung hört? Das ist lächerlich.
 
Kommentar: Ich brauche keine Fachkompetenz für Metal, wenn ich über dessen Wirkungen schreibe. Man kann auch Menschen Vogelgezwitscher aussetzen und die Wirkungen feststellen, ohne ein Ornithologe zu sein. 
Ich habe nicht gesagt, dass Diebstähle oder körperliche Angriffe nicht gemeldet werden, sondern dass sie aufgrund des Gruppengefühles seltener sind als man vielleicht erwarten würde. Trotzdem gibt es viele Gewaltmusikkonzerte, darunter auch Metal, bei denen es zu Gewalt und anderen Straftaten kommt. Von Klassikkonzerten ist das (abgesehen von den uralten Beispielen Schönberg und Strawinsky) nicht bekannt.  

A.J. hat am 18.06.2018 19:12:57 geschrieben :

Tja.... wenn man früh morgens auf dem weg zur Arbeit etwas schreibt....
...mag es durchaus passieren, dass man was vergisst... ^_^
Zu ihrem Beispiel mit dem "brechen" anstelle von "pflücken" in der klassischen Musik:
Ich gehe mal davon aus, dass es sich dabei um eine Zeile aus Bachs "Betrachter, meine Seele" handelt, richtig?
Auf jeden Fall ist das ein nicht so gutes Beispiel.... soll ich Ihnen mal die Bedeutung von Wermut und süßen Früchten in der Symbolik oder Lyrik erklären?
 
Kommentar: Fast richtig: "Betrachte, [...]". Die Symbolik ist im Kontext der Passion klar, und "brechen" wird hier wie "pflücken" verwendet.

A.J. hat am 18.06.2018 08:43:37 geschrieben :

Hmmmm...
Scheint ja keiner mehr Interesse zu haben mit ihnen zu schreiben... bei der arroganten, abwertenden und dickköpfigen Art die sie allen gegenüber, die hier reinschreiben um ihnen nicht den Bauch zu pinseln, wundert mich das ehrlich gesagt nicht sonderlich.
Dennoch möchte ich weiter auf Dinge eingehen die sie geäußert haben....

1. "Glauben" War vielleicht die falsche Wortwahl. Sagen wir lieber es hat den höheren Aussagegehalt.

2. Ja, das MPS ist das "Mittelalterlich phantastische Spectaculum". Allerdings sind die meisten Bands die da auftreten Vertreter des Folk- oder eben Mittelalter-ROCK. Und wenn nicht, haben sie dennoch Schlagzeug/Schlagwerk/Trommeln in ihrem Instrumentarium und sind somit was sie als "Gewaltmusik" bezeichnen.
Was sie gewusst hätten, hätten sie sich über die Bands und ihre Musik informiert und nicht - wiedermal - nur an der Oberfläche gekratzt...

3. Ihr Krähenvergleich zieht beim Metal nicht da sich Anhänger diverser Sub-Genres gerne mal in die Haare kriegen und trotzdem ist die Gewalt auf einem Festival geringer als in einer einfachen Großstadt.

4. Ein Metal-Festival mit einem Klassik-Konzert zu vergleichen ist so abwegig, dass man nicht mal mehr von "Äpfeln und Birnen" sprechen kann.
Auf einem Festival gibt's nämlich noch wesentlich mehr als nur Musik und bei weitem nicht jeder Festival-Besucher ist wegen dieser da.

5. Logisch.... being der klassischen Musik gibt's keine Gewalt. Und wenn doch ist entweder nicht die Musik schuld oder kein Klassik mehr....

So... about jetzt gehe ich auf etwas ältere und andere Dinge ein:

6. Was die Studie angeht, über die es bei uns ja schon öfter ging (und diese immer noch nicht unterstützt): gibt es überhaupt eine gleichwertige Studie mit klassischer Musik? Wenn ja: wie waren die Ergebnisse?
Wenn nicht müssen sie wohl zugeben, dass das Ergebnis dieser Studie nicht viel ist als "Stille vs Musik" und sie nichts haben, das ihre Behauptung, dass klassische Musik soviel besser als Metal ist. Denn es kann genau so gut sein, dass Klassik genau so "negative" Effekte hat.

7. Ich habe noch einmal über das Zitat von Jürgen Lehmann nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass nicht nur sie, sondern auch ich dieses Zitat falsch interpretiert habe. Dabei ist mir vein Folgefehler unterlaufen, in dem ich ihre Aussage "Zitat für den Dubstep" als "Motto für die Szene" interpretierte, genau so, wir sie es taten.
Tatsächlich heißt "für den Dubstep" wohl ehr für die Musik und ist damit ein Aufruf zur grenzenloser Kreativität - und dem können Sie wohl nur schwer etwas negatives andichten.

8. Und schließlich reden sie in der Jezz-Diskussion davon, dass die Melodien im Jezz chaotisch sein.
Interessant finde ich dabei vor allem, dass Außenstehende genau so über Klassik oder Metal denken, und zwar auf Grund der Komplexität dieser Musikstile....
 
Kommentar: Die Arroganz und Dickköpfigkeit liegt ja wohl auf Seiten derjenigen, die ohne Fachkompetenz mehr zu wissen meinen als ein Experte, der sich jahrelang mit dem Thema beschäftigt hat!
Die Wirkung klassischer Musik wurde in der Tat eher selten untersucht. Aber wo sie untersucht wurde, hatte sie - zumindest im Vergleich mit Gewaltmusik - positive Effekte: Roe 1987 (Schulleistungen), =10ptSinger/Levine/Jou 1993 (Delinquenz), Rawlings et al. 1995 (Psychotizismus), North 2006 (Delinquenz, Zuverlässigkeit) =10ptGriffith 2015 (Abschlussnoten).
Die meisten Studien vergleichen Hörer bestimmter Gewaltmusikstile mit dem Durchschnitt (in welchem logischerweise Klassikhörer inbegriffen sind), und stellen schon dabei negative Effekte fest.

A.J. hat am 13.05.2018 10:32:01 geschrieben :

...
Ich werde ihnen wohl erklären müssen, wie ich "das gleiche in Grün" meinte, obwohl ich mir beim Besten willen nicht vorstellen kann, dass ein promovirter Wissenschaftler, wie sie, nicht in der Lage sein soll dies aus eigener Geisteskraft zu bewerkstelligen:
Natürlich sind Musik und Internet zwei nicht vergleichbare Dinge, deswegen ist es ja auch "in Grün".
"Das gleich" bezog sich auf die im Video geschilderte Einstellung, die Art der Kritik, der Argumentation und dem Beweisen/Unterstützen der These – und die ist bei ihnen identisch...

Das Satire "unwissenschaftlich" ist, bedeutet nicht, dass sie weniger wahr ist. Satire fungiert zur heutigen Zeit gar dazu Kritik an Politik, Gesellschaft, Religion oder – wie in diesen Fall – Einzelpersonen zu äußern. Da bei ist Satire ein guter Weg der Allgemeinheit "langweilige" Themen auf interessante Weise nah zu bringen.
Abgesehen mal davon, dass man bei "Space Radio" weniger von Satire, sondern viel mehr von eine unverfälschten und authentischen Selbstdarstellung der beiden sprechen sollte.

Ach ja, ich war übrigens:
Ich war vor zwei Tagen wieder einmal auf dem MPS in Rastede – wo nur Gewaltmusik gespielt wurde – und ich muss sagen [Sarkasmus an] die Grundstimmung war sowas von agressiv und der übermäßige Alkohol Konsum bei Höherer und Musiker hat ja soviele Verletzungen oder Leben gekostet [Sarkasmus aus]
Nein... Tatsächlich kommt man auf diesen Platz, und die Stimmung ist wesentlich friedlicher als im Ort selber.
Und was sagen sie – nebenbei bemerkt – dazu, dass sich die Polizisten von Wacken inzwischen jedes ja darum streiten (bildlich und überspitzt geschrieben), wer nun beim weltgrößten Metal-Festival die Sicherheit macht, weil auf dem Gelände weniger agressiv vorgegangen wird, die Stimmung wesentlich friedlicher ist und es dort sogar weniger Einsätze für sie gibt?
Ich glaube Lieber solchen Aussagen, als irgendwelchen Studien mit einer komplett falschen Vorrangehensweise, die irgendwelche Zahlen in Durchschnitte quetscht...
 
Kommentar: Sie "glauben lieber" ... Ja, wenn Leute unbedingt irgendetwas glauben wollen, hilft die beste wissenschafltiche Argumentation nichts.
"MPS" ist offenbar das "Mittelalterlich Phantasie Spectaculum" - zumindest kein typisches Metal- oder Rock-Festival. Aber zur Gewalt auf Festivals und Konzerten sind zwei DInge zu sagen:
1. Keine Krähe hackt der anderen ein Auge aus. Wenn die Anhänger einer Musikrichtung unter sich sind, haben sie keinen Grund, sich gegenseitig anzugreifen. 
2. Trotzdem konnte ich schon hunderte Beispiele sammeln, bei denen es zu Gewalt kam. Bei Klassik-Konzerten gibt es das nicht. Zwei Konzerte von Strawinsky bzw. Schönberg sind die einzigen mir bekannten Ausnahmen. Im einen Fall lag es an der Inszenierung, im anderen an einer Musik, die mit "Klassik" nichts mehr zu tun hat.

A.J. hat am 10.05.2018 14:27:49 geschrieben :

Ist ja lustig....
Nur wenige Tage nach dem sie in einem Kommentar über mein Eintrag – wiedermal – von Studien schwafelten, kam von Space Radio das hier raus:
https://youtu.be/O2SwLPG98fY
Da geht's zwar ums Internet und nicht um "Gewaltmusik", ist aber das sprichwörtliche "Gleiche in Grün"...
 
Kommentar: Das Internet ist ein Medium wie das Radio. Gewaltmusik ist ein spezieller Inhalt. Somit ist es nicht das "Gleiche in Grün". Davon abgesehen ist das Satire und völlig unsachlich.

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