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Beleidigungen lösche ich nicht, da sie Bestätigung meiner Thesen über Gewaltmusik und deren Hörer sind.
Man darf natürlich auch über andere Themen schreiben ...

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K.K. hat am 26.08.2009 22:50:16 geschrieben :

kleine Theorie..
Ich habe im Gegenteil die Erfahrung gemacht, dass Studien, die von Gewaltmusikbefürwortern gerne zitiert werden, wie die hier von B.K. am 7. 8. genannte, bei genauerer Betrachtung überhaupt nicht gegen meine Thesen sprechen.

Im Grunde schon. Sie grenzen ja zwischen Gewaltmusik und Nicht-Gewaltmusik ab. Da die Grenzen wie sie selbst sagen fließend sind, müsste es dann doch eig auch alle unter der Musik der Kategorie A oder B Steigerungen aller mittelmässig-aggressiv oder Total-Aggressiv. Studien die beweisen, dass solche Unterscheidungen bei Gewaltmusik nicht möglich sind, schmeißen im Grunde ihre ganze These übern Haufen. Denn theoretisch müssten Metaler gewalttätiger/unmoralischer/krimineller/was auch immer sein als z.B. Leute die nur simple simple-Popmusik oder Balladen hören. Jedoch kann man da keine Unterscheidungen zwischen den Personen feststellen, ergo man kann überhaupt nicht von der Musik auf, zumindest, negative Charaktereigenschaften schliessen...

 
Kommentar: Nein, denn die bevorzugten Musikrichtungen der drei von Stöver untersuchten Hörergruppen unterscheiden sich nicht sehr hinsichtlich ihrer Aggressivität: „Freunde gitarrenlas­tiger Rockmusik”, „Technopop-Fans” und „Liebhaber angesagter Musikstile”, wobei letzteres reichlich unbestimmt ist. Wenn aber das gemeint ist, was so aus Boutiquen und Diskotheken dröhnt: Das ist hochaggressiv!
Im übrigen haben andere Studien durchaus Unterschiede zwischen den Hörern auch verschiedener Gewaltmusikstile festgestellt.

B.K. hat am 26.08.2009 13:32:53 geschrieben :

Rezension
http://kult-online.uni-giessen.de/wps/pgn/kd/det/KULT_online/1/1079/miehling-klaus-gewaltmusik---musikgewalt-populaumlre-musik-und-die-folgen-wuumlrzburg-koumlnigshausen-amp-neumann-2006/

Eine weitere Rezension zu Ihrem Buch, die alle schon von mir angemerkten Kritikpunkte aufführt. Meinung?
 
Kommentar: „Auch lassen die zitierten Quellen, die mehrfach dem Internet entliehen sind, an der Glaubwürdigkeit und Wissenschaftlichkeit der Studie zweifeln.\\\"
Wenn der Autor die Glaubwürdigkeit einer Quelle anzweifelt, soll er das belegen. Aus Netzinhalten zu zitieren, ist heutzutage üblich.
„Diese [Zitate] werden in der Mehrzahl der Fälle aus dem Kontext gerissen und in einem anderen wiedergegeben, der in keinem Bezug zu der jeweiligen Aussage bzw. dem jeweiligen Lied steht, wodurch die ursprünglich intendierte Aussage dem Leser entgeht oder vorenthalten wird.\\\"
In der Mehrzahl der Fälle? Der Rezensent hätte tausende überprüfen müssen; das wird er kaum getan haben. Die einzigen, die er anführt, sind folgende:
1. „Bad to the Bone\\\" von Running Wild: Ja, hier ist der Kontext ein anderer.
2. „So war King Diamond niemals Sänger der Gruppe Venom\\\": Richtig. Ich weiß nicht mehr, aus welcher Quelle ich das habe.
3. „Black Sabbath haben nicht die satanische Rockmusik begründet\\\":
Hier hat der Autor nicht richtig gelesen. Ich schrieb: „Das satanistische Element in der Gewaltmusik wurde auf der Bühne erstmals von Arthur Brown umgesetzt [...] Wenig später waren es Black Sabbath, die ihre gleichnamige erste LP 1970 veröffentlichten und Brown bald so sehr an Popularität übertrafen, daß sie als die eigentlichen Begründer der satanistischen Rockmusik gelten.\\\"
4. „wie Ronnie James Dio in Holy Diver zur Nekrophilie und zum Ertränken von Priestern aufruft, bleibt das Geheimnis des Autors.\\\"
Hier verschweigt der Rezensent, daß es sich um ein Zitat handelt, dessen Quelle angegeben ist. Tatsächlich hat der Text, wie ich ihn später im Netz gefunden habe, nichts mit den genannten Dingen zu tun. Bekanntlich existieren von einigen Gewaltmusiktexten „bereinigte\\\" Fassungen. Ob das hier auch so ist, oder ob der Autor der Quelle den kryptischen Text gewagt interpretiert hat, kann ich nicht sagen.
5. „Keine Argumentation scheint dem Autor zu weit hergeholt [...]. Die Ansicht, dass sich beinahe jede ungewollte Schwangerschaft von Jugendlichen auf ‚Gewaltmusik\\\' zurückführen lässt ist dafür beispielhaft.\\\"
Der Rezensent bezieht sich offenbar hierauf: „Wenn man heutzutage fragt, wieviele ungewollte Schwangerschaften von Jugendlichen im Umfeld von Diskothekenabenden oder gewaltmusikbedröhnten Feiern entstanden sind, so lautet die Antwort: vielleicht fast alle. Eine in der Zeitschrift Time veröffentlichte Umfrage aus den frühen 70er Jahren unter Highschoolstudenten in Nordflorida ergab, daß von 1.000 schwangeren unverheirateten Mädchen 984 das Kind empfingen \\\'während sie Popsongs hörten\\\' (Cornyn/Scanlon, S. 253).\\\"
Ich zitiere also das Ergebnis einer Umfrage. Was ist daran weit hergeholt?
Was bleibt also von der Kritik? Nur die Punkte 1, 2 und 4, wobei Nr. 4 ein (möglicher) Fehler in einer von mir korrekt zitierten Quelle ist. Ein fehlerfreies Buch dieses Umfangs dürfte es kaum geben; und angesichts Tausender von Beispielen sind drei Fehler sehr wenig. Die Plausibilität meiner Thesen berührt das überhaupt nicht.

B.K. hat am 26.08.2009 13:27:07 geschrieben :

Studie, Fortführung II
/Die „Schuld- oder Ursachenzuweisung von Aggressivität auf Musik(konsum) entlastet zwar die verantwortlichen PolitikerInnen und die Bevölkerungsmehrheit und ist daher höchst attraktiv. Sie ist aber wissenschaftlich unhaltbar, folglich politisch unbrauchbar und kontra-produktiv./
Ihre Meinung dazu?
 
Kommentar: Ja, ich erkenne die Pressemeldung bzw. Zusammenfassung von Herrn Stroh, dem Doktorvater. Sie lässt sich mit dem Konzept der Studie nicht vereinbaren. Ich hatte Herrn Stroh um eine Erklärung gebeten, aber er zog es vor, nicht zu antworten. In meinen Augen handelt es sich hier um ideologisch motivierte Augenwischerei. Denn man rechnet natürlich damit, dass die meisten Leute - wie Sie - das einfach übernehmen, ohne die wirklichen Ergebnisse zur Kenntnis zu nehmen.

B.K. hat am 26.08.2009 13:25:43 geschrieben :

Studie, Fortführung
Weitere Zitate aus den Ergebnissen der Studie:

/Wenn die Studie sagt, daß die Ängste vor aggressionsauslösender Wirkung von Musik unbegründet sind, so heißt dies also nicht, daß es keine Korrelationen zwischen „aggressiven Neigungen und spezifischen Umgangsweisen mit Musik - vor allem in emotional belastenden Situationen - gibt. Dies heißt lediglich, daß man die aggressionsauslösende Wirkung nicht an der Musik (alleine) festmachen und niemals als eine Eigenschaft von Musik betrachten darf./ Besonders dieser Punkt widerspricht Ihnen DIREKT.
 
Kommentar: Ja, aber er ist FALSCH.

B.K. hat am 26.08.2009 13:22:21 geschrieben :

Studie
Herr Dr. Miehling, bzgl. der von mir verlinkten Studie muss ich leider wieder einmal feststellen, dass Sie Ergebnisse, die Ihnen nicht passen oder Sie widerlegen, konsequent ignorieren. Natürlich vergleicht die Studie 3 /Gewaltmusikhörergruppen/ und stellt fest, dass diese sich in ihrem Aggressivitätspotenzial nicht signifikant unterscheiden. Dies allein widerlegt Sie natürlich nicht. Aber die Studie kommt noch zu anderen Ergebnissen:
/Allerdings konnte nicht festgestellt werden, daß Musikpräferenzen als Indikator eines Persönlichkeitsmerkmals verwendet werden dürfen, daß also vom Hören aggressiver Musik auf eine Neigung zu aggressivem Verhalten geschlossen werden kann. Es konnte hingegen festgestellt werden, daß Jugendliche mit Neigung zu aggressivem Verhalten Musik eher „stimulativ einsetzen und auch Musik eher „assoziativ hören. /

 
Kommentar: Diese Aussage (die Sie vermutlich der Pressemeldung entnommen haben) ist zu pauschal, da der Autor nicht feststellen kann, was er nicht untersucht hat. Die Aussage kann sich mithin nur auf die nicht oder kaum vorhandenen Unterschiede bezüglich der drei untersuchten Musikrichtungen beziehen.

Nameless hat am 26.08.2009 13:06:12 geschrieben :

*brüller*
Bei Rap kommt eben beides zusammen: aggressive Musik und aggressive Texte (die man im Gegensatz zu Heavy Metal auch noch versteht)

Das beweist mal wieder, dass sie sich noch nichtmal mit der Musik auskennen, die sie kritisieren... bei einem Großteil der Metal-Bands (wenn nicht sogar den meisten) versteht man den Text sehr wohl, bzw. steht dieser sogar im Vordergrund... *kopfschüttel*
 
Kommentar: Teilweise einverstanden, ich modifiziere: \"die man auch noch besser versteht als beim Heavy Metal\"

Walter hat am 23.08.2009 14:37:43 geschrieben :

Fragen über Fragen
Und außerdem wer sagt das wissenschaftliche Studien auch unabhängig sind? man kann Ihnen bestimmt auch 30 andere Studien zeigen wo das gegenteil bewiesen wird. Hab zwar keine, aber es gibt sie mit Sicherheit. Es gibt zu jedem Mist eine Studie, man muss sie sich nur Rauspicken und als allgemein gültig erklären. Und wenn eine Studie der Republikaner sagt, dass die Beatles grund für Serienmorde sind, dann kann man das beweisen. So etwas nennt sich Steinbruchtechnik. Wird auch gerne von diversen religiösen Extremisten verwendet um sich zu rechtfertigen.
 
Kommentar: Bitte, dann zeigen Sie mir die 30 anderen Studien und weisen Sie Fehler der Studien nach, auf die ich mich beziehe! Ich habe im Gegenteil die Erfahrung gemacht, dass Studien, die von Gewaltmusikbefürwortern gerne zitiert werden, wie die hier von B.K. am 7. 8. genannte, bei genauerer Betrachtung überhaupt nicht gegen meine Thesen sprechen.

Walter hat am 23.08.2009 14:29:54 geschrieben :

Fragen über Fragen
Klassische Musik hat durchaus agressive Melodien.Einfach mal reinhören bei Youtube: Mussorgsky/Ravel - Pictures at an exhibition (closing) und natürlich sucht man sich Musik nach Charakterbildung aus. Aber was ist mit Charakter gemeint? Der Grundcharakter eines Menschen? Ich meine, ändert sich Musik mit dem Charakter, und anders herum? Denn man hört ja nicht sein Leben lang dasselbe? Ich gehe konform, dass Musik im Kindesalter die Prägung am meisten ausmacht, das merke ich an mir persönlich. Wenn der Klang das Entscheidende ist, warum das ganze Theater? Heißt das, dass ich satanische Texte, worauf sie sich ja auch beziehen, in Klassische Musik packen kann, und sie würden sagen, die Wirkung wäre nicht negativ, da der Klang schön ist? Das wäre ja noch absurder! Zillertaler Türkenjäger haben mit ihren witzigen Melodien doch nicht mehr Daseinsberechtigung als eine Metalgruppe, die sich über Gewalt äußert trotz harter Melodien. Ich denke Musik ist emotional, in die sich ein Mensch hineinversetzt? Das klappt doch nicht in dem man textlich über Gewalt spricht und melodisch Teletubbiemusik drüberlegt?? Natürlich ist die Musik gewaltig, wenn es um Gewalt geht, genau das ist doch die Wirkung die erzeugt und gewollt ist. Das Entscheidende ist doch, ob das Gesamtpaket pro oder contra Gewalt ist. Also insgesamt zu trennen zwischen text und melodie ist Unsinn. Man kann doch nicht sagen, die Kinder werden negativ beeinflusst durch Rapmusik, weil der beat so extrem ist, wenn der Text sagt lasst Gewalt und Drogen sein. Das ist doch paradox. Vor allem wenn Rap hauptsächlich Text ausmacht. Es geht doch letztendlich nur um reine Geschmacksache von mir aus auch Charakter, aber Menschen können halt nicht alle Klassik hören, wie sie es gerne hätten.
 
Kommentar: Satanische Texte auf klassische Musik - ein interessantes Gedankenexperiment. In gewissem Sinn gibt es das bereits (vgl. die Beschwörungsszenen in der Oper von Cavalli über Weber bis ...). Aber es steht in einem anderen Kontext. Und in der Tat, wenn die Musik schön ist, dürften solche Texte keine negative Wirkung haben. Sie geben die Antwort ja selbst: Es „klappt doch nicht\", wenn Text und Musik nicht zueinanderpassen.
Natürlich spielt der Text schon eine Rolle, aber er ist im Kontext mit der Musik zu sehen. Bei Rap kommt eben beides zusammen: aggressive Musik und aggressive Texte (die man im Gegensatz zu Heavy Metal auch noch versteht), und deshalb scheint er von allen Gewaltmusikstilen den schlechtesten Einfluss zu haben. Es kommt noch dazu, dass viele Rapper als Vorbilder selbst kriminell sind oder waren. Wenn sich ein Raptext gegen Drogen ausspricht, dann passt die aggressive Musik nicht dazu. Die Musik wirkt unmittelbar emotional, und daher stärker.

Walter hat am 18.08.2009 13:50:04 geschrieben :

Fragen über Fragen 2
Achso Ihre Noten Die Judas Passion da geht es um Verrat und Gewalt. Kennen Sie Mussorgsky? Bestimmt. Ist diese Musik nicht unglaublich böse? Gnomus oder eine Nacht auf dem kahlen berge?? Die passen gut in einen Horrorfilm! Überhaupt sind viele Werke mit dem Christum (oder auch Judentum) verknüpft und dies hat doch einiges an Bösen zu bieten. Was sich auch in der Musik wiederspiegelt. Wie stehen sie dazu? Also sagen sie nicht, das Gewalt vor populärer Musik kein Thema war. Und wissenschafliche Studien, beweisen nicht sehr viel. So können sie Gott beweisen oder auch widerlegen. Da kommt nicht viel raus. Bei einem menschen sollte man vor allem im Bereich der Psyche nicht allzu rational herantreten.
 
Kommentar: Der Klang der Musik ist das Entscheidende, nicht der textliche Inhalt! In einer Passion wird Gewalt als etwas Schlechtes dargestellt, und vor allem wird sie in der Musik nur symbolisiert, so, dass die Musik trotzdem \\\"schön\\\" bleibt. In Gewaltmusik wird Gewalt durch klangliche Aggressivität musikalisch ausgedrückt.
Wissenschaftliche Studien können einiges beweisen. Oder wie wollen Sie sonst überhaupt etwas beweisen?

Walter hat am 18.08.2009 13:05:07 geschrieben :

Fragen über Fragen
Guten Tag
Ich wollte nur mal sagen, dass ich Heavy Metal höre seit Jahren, im Moment studiere, und Christ bin. Ist das nicht verrückt. Gibt es dafür eine Erklärung? Ich kann durchaus einen Zusammenhang sehen, zwischen Gewalt und Musik, aber ist es nicht so, dass erst die Gewaltbereitschaft der Musik vorauseilt? Wenn ich ein Landserlied höre werde ich doch nicht agressiv und will Schwarze verhaun. Es ist doch eher so, dass ich sie verhaun will und dazu! dann Landser höre. Also geb ich Ihnen Recht das die Musik durchaus missbraucht werden kann, bzw extra dafür produziert wird. Was ich aber nicht verstehe ist, worauf Sie hinauswollen. was ist das Ziel? Das diese Musik immer schlecht ist, schlecht sein kann? Oder ist es eine rein wissenschaftliche Methode Musik zu definieren? Ich habe schon einigen Mist gehört(Rechtsradikale,sozialistische, satanistische Musik) aber es hängt doch letztendlich vom Menschenverstand ab, wie ich sie aufzufassen habe. Also, was ist der Zweck? Wozu das Ganze? ist es eine reine Darstellung oder hat das alles eine Intention?
 
Kommentar: Man sucht sich Musik nach seinem Charakter aus. Aber umgekehrt beeinflusst Musik auch den Charakter. Musik beeinflusst emotional, unter Umgehung des \\\"Menschenverstandes\\\". Natürlich wirkt sie dabei nicht auf jeden Menschen gleich. Dazu wieder der alte Vergleich: Rauchen ist gesundheitschädlich, aber im Einzelfall kann man die Wirkungen nicht genau voraussagen.

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