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Beleidigungen lösche ich nicht, da sie Bestätigung meiner Thesen über Gewaltmusik und deren Hörer sind.
Man darf natürlich auch über andere Themen schreiben ...

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 Hipp Hopper hat am 22.10.2009 23:25:34 geschrieben:
   Ass!
xxx Ass! xxx off you xxx and xxx YOU!!!
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 K.K. hat am 18.10.2009 13:06:46 geschrieben:
   ..
Das Buch werd ich mir mal besorgen und die Aufsätze muss ich mir dann mal in Ruhe durchlesen.. Ich bin halt nur bemüht n Kompromiss in irgendeiner Form zu finden oder eine Möglichkeit, dass alle in irgendeiner Form zufrieden sind. Bis dahin..
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 K.K. hat am 17.10.2009 17:25:21 geschrieben:
   ...
Eine Frage noch zu den Spielen, ist eigentlich auch festgestellt worden dass diese soviele Auswirkungen auf Erwachsene haben?! Ich mein, es ist ja unsinnig Studien zu machen bei denen man Kindern Spiele spielen lässt die eh laut Gesetzgeber nicht für sie geeignet sind. Dann muss man sich über die Ergebnisse nicht wundern. Daher ist es denke ich auch ein Kontrollproblem. Natürlich wäre die Spiele zu verbieten das einfachste, aber irgendwo kann der Staat ja auch nicht die komplette Erziehung übernehmen. Gegen Zensur hab ich auch nichts, eventuell noch eine Abstufung ab 21 einführen (was ich in den USA generell sinnvoller finde, man ist da ja erst ab dem Alter Erwachsen).. aber okay, ich komm vom eigentlichen Thema ab..

Hat man denn bei Studien sich schon mit Musik befasst?! Also auch mit den Klangwelten?! Und nach diesen Studien könnte man sich dann richten, dann wird auch keiner mehr so schnell Argumente gege Sie finden. Weil sie sagen ja selbst, die meisten Bücher die Mediengewalt als umfassendes Thema durchleuchten, lassen Musik vollends außen vor..
Kommentar : Ja, gewalthaltige Computerspiele haben auch Auswirkungen auf Erwachsene; niemand ist vor ihnen gefeit. Das ist ein Ergebnis neuerer Studien, die hier beschrieben werden: http://www.amazon.de/Violent-Video-Effects-Children-Adolescents/dp/0195309839/ref=cm_cr-mr-title
Für Spiele bin ich ja nicht der Experte, aber soviel ich weiß, darf man Kinder nicht für Tests mit Spielen heranziehen, die für ihre Altersgruppe verboten sind. Doch für Jugendliche sind ja viele Gewaltspiele zugelassen. Anderson et al. haben (im o.g. Buch) auch herausgefunden, dass Gewaltspiele für Kinder in Zeichentrickform eine ebenso gewaltfördernde Wirkung haben wie Spiele für Erwachsene in realistischer Darstellung.
Bisher habe ich etwa hundert Studien gefunden, die sich mit Zusammenhängen zwischen Musikhören und Persönlichkeit oder mit unmittelbaren Wirkungen des Musikhörens befassen. Ein größerer Teil davon ist in meinen Aufsätzen „Hatte Platon doch recht?\" und „Macht populäre Musik kriminell?\" aufgelistet, die Sie hier unter „Aufsätze [...]\" herunterladen können.
Es ist ein großes Problem, daß solche Studien in der Öffentlichkeit nicht zur Kenntnis genommen und von Politikern nicht gelesen werden. Man verläßt sich lieber auf sein „Bauchgefühl\", und das sagt: „Ich glaube nicht, daß Musik mich verändert, und andere Menschen verändert sie deshalb auch nicht.\" Das ist bei der Bildschirmgewalt das Gleiche, obwohl es dazu noch weit mehr Studien gibt, darunter auch mehrere Langzeitstudien. Wenn man bedenkt, wieviel Zeit und Geld in solchen Arbeiten steckt, und dann wird ihr Potential zur Verbesserung unserer Gesellschaft nicht genützt ...
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 K.K: hat am 15.10.2009 22:26:56 geschrieben:
   Punkt Punkt Punkt, Teil 2
Ein anderes Problem ist ja auch, dass selbst wenn sich Verhaltensforscher sich wirklich mit Musik beschäftigen würden, es dann eh, ob jetzt gefakte oder echte lass ich nun mal dahingestellt, Studien geben wird, die das Gegenteil behaupten. Und somit würde sich dann doch nichts tun, genauso wie bei \Killerspielen\, wobei dass ja wieder ein anderes Thema ist (Meine Meinung: Killerspiele verbieten: Nein, Nicht in die Hände von Kindern mit den Teilen und bessere Kontrollen: JA!)

In diesem Sinne...
Kommentar : Es gibt nur sehr wenige Studien, die „das Gegenteil behaupten\", und denen kann man normalerweise methodische Schwächen nachweisen, oder muss feststellen, dass ihre Ergebnisse falsch interpretiert wurden. Man muss hier schon die überwältigende Mehrheit als solche zur Kenntnis nehmen! Jede mir bekannte Metastudie (d.h. Zusammenfassung der Ergebnisse zahlreicher Studien) hat die Wirkung von Mediengewalt bestätigt.
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 K.K. hat am 15.10.2009 22:26:28 geschrieben:
   ...
\Wobei ich vermute, dass die Zahl derer, die trotzdem zu Drogen greifen, weil sie sich um die genaue Aussage wenig kümmern und durch die Musik erst auf die Idee kommen, man könnte das doch mal ausprobieren, viel höher ist. Gewaltmusikszenen sind Drogenszenen, Ausnahmen bestätigen die Regel.\

Unrecht haben Sie natürlich nicht. Der Unterschied zwischen Ihnen und Leuten wie mir die gegen sie argumentieren ist ja nur dass Sie Zusammenhänge sehen die wir auf andere Faktoren zurückführen. Und da scheiden sich ja dann die Geister.

Meine Beobachtung ist ja, dass Bands oder Künstler die sich von Drogen distanzieren und auch weniger durch Skandale auffallen auch eher unbeliebt sind. Als bestes Beispiel ist da der deutsche Rapper Curse, der sich textlich hauptsächlich mit Politik, Liebe u.Ä. beschäftigt. Auch fällt der sonst nicht irgendwie durch Drogenkonsum o.Ä. auf sondern spricht sich gegen Gewalt und Drogen aus. Sehr intelligenter Mensche, aber wird trotzdem von den meisten aus der Rapszene verspottet. Es scheint also auch so zu sein dass die Leute so etwas nicht das hören wollen, was ihnen den \Spaß\ verdirbt. Ich bin der Meinung, dass Menschen die Progressive Bands oder eben oben genannten Rapper hören genauso, ich sag mal, vernünftig sind wie Klassik-Hörer. Daher glaube ich auch nicht dass nachdem alle Gewaltmusikarten vom Planeten verbannt werden sich irgendwas gravierend ändern wird. Es käme natürlich auf den Versuch an, aber nur um so etwas auszuprobieren, vernichtet man nicht unendlich viele Genres...
Im Grunde spekulieren wir uns hier einen Ast ab, auch wenn Sie jetzt wahrscheinlich sagen werden, dass sie wissenschaftliche Beweise hätten. Diese lassen aber leider auch den Rückschluss zu anderen Faktoren zu, die mit Musik nichts zu tun haben.
Kommentar : Da muss man Zusammenhänge und Ursachen voneinander unterscheiden. Mediengewalt, und darunter eben auch Musikgewalt, ist der gemeinsame Nenner, der immer wieder auftaucht. Z.B. sind Jugendliche aus Migrantenfamilien überdurchschnittlich kriminell - aber sie konsumieren auch mehr Gewaltmedien! Dass Gewaltmedien ursächlich wirken, ist wissenschaftlich erwiesen - was man von anderen vermeintlichen Ursachen nicht behaupten kann.
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 Yo hat am 15.10.2009 16:11:35 geschrieben:
   warum ist das schlecht?
Vielleicht ist es ja auch gut, dass unsere moralischen grenzen durch jene Musik aufgehoben werden. Es wird zu etwas viel freierem. Ich glaube die Vertreter des Sturm und Dranges bzw. Der Weimarer Klassik suchten teilweise so etwas. Es ist zwar abstrakt aber vllt. strebt dahinter ja der wille nach einer anderen Form von Freiheit - in eine Emotianelere richtung.
Kommentar : Selbstverständlich - wenn man die durch Gewaltmusik vermittelte Freiheit gut findet, hat man keinen Grund, dagegen zu sein. Tatsache ist aber, dass diese Art von Freiheit die Freiheit anderer einschränkt und Gesetze verletzt.
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 K.K. hat am 14.10.2009 22:55:58 geschrieben:
   ...
\Techno z.B. ist meist textlos und verändert dennoch die moralischen Werte. Keine Musikrichtung ist so sehr mit illegalen Drogen verbunden wie diese. Freilich spielt der Hintergrund der \Szene\ hier auch eine Rolle. Doch es ist eben kein Zufall, dass sich Kriminalität in Gewaltmusikszenen vermehrt findet. Das ist ein Teufelskreis, eines hängt mit dem anderen zusammen.\

Das ist ja die Frage, die ich glaube ich schonmal gestellt hatte. Worin unterscheidet sich progressiver gesangloser Rock ala \God is an Astronaut\ von einem klassischen Stück?! Hat das soviel mit der Instrumentalisierung zu tun als es nicht doch mit den Zielgruppen und den Aussageb/Taten der Musikern zusammenhängt. Ich mein jemand der ne Lieblings(rock)band hat die sich eindeutig in ihren Texten und ihrer Aussagen/Taten von Drogen distanziert wird das auch nicht tun. Und da kann die Musik so brutal sein wie sie will.. Und eventuell liegt da dann der Knackpunkt..
Kommentar : Es hat mit drei Dingen zu tun: Klang, Text (mit den genannten Einschränkungen) und Vorbild/Szene. Natürlich mag es Fälle geben, in denen eine klare Stellungnahme gegen Drogen seitens einer Rockgruppe als positives Vorbild wirken kann. Wobei ich vermute, dass die Zahl derer, die trotzdem zu Drogen greifen, weil sie sich um die genaue Aussage wenig kümmern und durch die Musik erst auf die Idee kommen, man könnte das doch mal ausprobieren, viel höher ist. Gewaltmusikszenen sind Drogenszenen, Ausnahmen bestätigen die Regel.
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 K.K. hat am 14.10.2009 17:32:14 geschrieben:
   ...
So, da muss ich mich doch wieder einmischen:

Sozial ausgegrenzte Menschen hören vermehrt Gewaltmusik und unter anderem diese Menschen haben ein zum Teil erschreckend hohes Gewaltpotential!
Ähmm.. sozial ausgegrenzte Menschen hören genauso viel Gewaltmusik wie normale Menschen. Das hat damit nichts zu tun. Natürlich kann man jetzt sagen das sozial ausgegrenzte Menschen eher härtere Musik wie Metal o.Ä. harte/unhörbare Gewaltmusik bevorzugen. Aber darauf auf das Gewaltpotenzial zu schliessen. Versuchen sie mal einem halbwegs mit offenden Augen durch die Welt gehenden Menschen zu überzeugen das Metaler aggressiv wären. Man wird immer das Gegenteil hören...

Auf die Sache, dass die Musik die moralischen Werte nicht verändern kann, sehe ich nämlich auch so. Eventuell durch die Vorbilder und die Texte der Musik, aber nicht durch Instrumentalmusik.. da kann mir einer erzählen was er will, soweit sollte man logisch denken können dass es unmöglich ist ohne Text oder die Aussagen von Musiker bzw. die Musiker zu kennen etwas zu vermitteln..

Kommentar : Da unterschätzen Sie die Macht der Klänge!
Techno z.B. ist meist textlos und verändert dennoch die moralischen Werte. Keine Musikrichtung ist so sehr mit illegalen Drogen verbunden wie diese. Freilich spielt der Hintergrund der \"Szene\" hier auch eine Rolle. Doch es ist eben kein Zufall, dass sich Kriminalität in Gewaltmusikszenen vermehrt findet. Das ist ein Teufelskreis, eines hängt mit dem anderen zusammen.
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 Nikolaus hat am 14.10.2009 12:22:25 geschrieben:
   Form/Denkfehler
Herr Miehling - im Grunde stehen haben Sie recht. Nur setzt das Anhören derjenigen Musik, die
gewaltverherrlichend ist - wobei es weniger auf den Text, als auf die Musik
ankommt -, voraus, daß man ähnliche Vorstellungen schon hat. Sie werden ja
nicht erst durch diese Musik erzeugt. Sonst wären Sie, nachdem Sie nun 700
Seiten darüber geschrieben haben, schon schwer infiziert und trügen mit ihrem
Buch, in dem Sie ja seitenlang das Böse zitieren, wie ein Wiedergänger des
legendären Professor Abronsius dem Bösen, der zu vernichten ausgezogen
war, in die Welt hinaus... Soll man so etwas annehmen?

mfg Nikolaus
Kommentar : „Nur setzt das Anhören derjenigen Musik, die gewaltverherrlichend ist [...] voraus, daß man ähnliche Vorstellungen schon hat. Sie werden ja nicht erst durch diese Musik erzeugt.\\\"
Sowohl als auch! Wer die Vorstellungen schon hat, wird durch die Musik darin bestätigt, seine Vorstellungen verfestigen sich. Bei Kindern und Jugendlichen, welche die Musik zunächst vielleicht nur hören, weil es „Bravo\\\" befiehlt oder weil es die Freunde tun, werden aber sehr wohl Wertvorstellungen durch die Musik erzeugt. Das ist ja der Grund, warum es in den letzten Jahrzehnten den bekannten Werteverfall gegeben hat!
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 Sonja hat am 14.10.2009 12:03:34 geschrieben:
   Beispiel
Ein Beispiel, nunja. Eigentlich fast alles, was mit großem Orchester gespielt wird. Für mich ist das eine totale Reizüberflutung bei der ich entweder das Weite suche oder (wenn das eben nicht geht) aggressiv werde. Wenn dann noch dieser hohe weibliche Gesang dazu kommt... Furchtbar.
Kommentar : Ja, diese Schepperstimmen mag ich auch nicht! Aber er ist ein entscheidender Unterschied, ob Musik aggressiv macht, weil man sie nicht mag, oder ob sie aggressiv macht, weil man sich mit ihrer Aggressivität identifiziert.
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